BRK.B, US0846701086

Berkshire Hathaway (A)-Aktie (US0846701086): Kurs im Blick vor neuen Impulsen

16.06.2026 - 09:21:59 | ad-hoc-news.de

Die Berkshire Hathaway (A)-Aktie zeigt sich nach den jüngsten Rekorden aktuell ohne frische Unternehmensmeldungen. Im Fokus stehen daher der datierte Kursverlauf, die Konglomerat-Struktur um Warren Buffett und der Blick auf Bewertung und Marktumfeld.

BRK.B, US0846701086
BRK.B, US0846701086

Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Märkte & Bewertung. Vor der Veröffentlichung am 16.06.2026, 09:18:56 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Die A-Aktien von Berkshire Hathaway sind an US-Börsen zuletzt auf oder nahe neuen Rekordständen gehandelt worden, ohne dass es in den vergangenen Tagen frische, kursrelevante Unternehmensmeldungen gegeben hätte. Damit rückt zum Wochenstart vor allem der datierte Kursverlauf des von Warren Buffett geführten Konglomerats in den Blick, das als Mix aus Versicherern, Industrie- und Dienstleistungsbeteiligungen gilt. Auf europäischer Seite wird die Investmentholding in der Regel über die B-Aktien gespiegelt, die etwa im Handel an deutschen Börsenplätzen wie Xetra oder Tradegate notieren und sich damit auch für Privatanleger im Euroraum vergleichsweise leicht zugänglich zeigen. Vor diesem Hintergrund bietet sich ein nüchterner Blick auf Struktur, Geschäftsmodell und Bewertungsrahmen an, der ohne neue Ad-hoc-News auskommt, aber die Rolle des Titels im Depot privater Anleger einordnet.

Berkshire Hathaway im Bewertungsfokus: Konglomerat mit Versicherungs-DNA

Berkshire Hathaway mit Sitz in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska wird in Unternehmensprofilen vorrangig als Versicherungskonzern beschrieben, der um eine breite Palette industrieller und dienstleistungsorientierter Beteiligungen ergänzt ist. Zu den größten Bereichen gehören die Erst- und Rückversicherung, Eisenbahn- und Energieinfrastruktur, Industrie-, Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen sowie umfangreiche Aktienportfolios, in denen unter anderem langjährige Engagements in US-Großkonzernen wie Apple oder Coca-Cola eine bedeutende Rolle spielen. Diese Mischung sorgt dafür, dass sich der innere Wert des Unternehmens aus einem Zusammenspiel von laufenden Versicherungsergebnissen, Sachanlagewerten und Marktwerten kotierter Beteiligungen ergibt.

Im Profil wird Berkshire Hathaway als Unternehmen beschrieben, das „primär im Bereich Versicherungsdienstleistungen tätig ist“, womit der Kern der operativen Wertschöpfung angesprochen wird. Die Versicherungstöchter generieren Prämieneinnahmen und sogenannte „Float“-Mittel, also vorübergehend verfügbare Kundengelder, die Buffett traditionell langfristig in Unternehmen und Wertpapiere investiert. Parallel dazu betreibt der Konzern ein Portfolio nicht-börsennotierter Gesellschaften, etwa in den Bereichen Eisenbahntransport, Energie und Industrieproduktion, die mit ihren Gewinnen zum laufenden Cashflow beitragen. Diese Struktur unterscheidet Berkshire Hathaway von klassischen, monoline-fokussierten Versicherern und bildet die Basis für die langfristig orientierte Bewertungsbetrachtung.

Aus Sicht vieler Marktteilnehmer wird Berkshire Hathaway deshalb oft weniger als Einzelunternehmen, sondern eher als breit gestreuter Investmentfonds oder als „Mini-Index“ auf die US-Wirtschaft interpretiert. Die Beteiligungen reichen von zyklischen bis defensiven Geschäftsmodellen, was dazu führt, dass Schwächephasen einzelner Branchen im Idealfall durch Stärke anderer Segmente aufgefangen werden können. Diese Diversifikation ist ein Grund dafür, dass die Aktie von zahlreichen Langfristinvestoren als Baustein für ein konservativ ausgerichtetes Portfolio herangezogen wird, obwohl Berkshire selbst keine Dividende zahlt und die Kapitalallokation im Konzern vollständig durch das Management erfolgt.

Bewertungsseitig rückt bei Berkshire Hathaway traditionell das Verhältnis von Marktpreis zum Buchwert des Eigenkapitals in den Vordergrund, der durch die Bewertung der gehaltenen Beteiligungen und der operativen Einheiten geprägt ist. Historisch galt ein deutlicher Abschlag auf den Buchwert als Indiz für eine vergleichsweise günstige Einstiegsgelegenheit, während eine ausgeprägte Prämie auf den Buchwert skeptischer betrachtet wurde. Allerdings hat sich der Aussagegehalt dieses Maßstabs im Verlauf der vergangenen Jahre gewandelt, da Faktoren wie immaterielle Werte, der hohe Anteil an börsennotierten Aktien und Veränderungen im Versicherungsumfeld zunehmend berücksichtigt werden müssen. Investoren vergleichen daher heute neben dem Buchwert auch Kennzahlen wie das Verhältnis von Kurs zu Ergebnis (KGV) und berücksichtigen die Ertragsbeiträge aus den verschiedenen operativen Sparten.

Für Privatanleger in der Eurozone spielt zusätzlich die handelbare B-Aktie eine Rolle, die mit einer anderen Stückelung notiert und im deutschen Handel etwa unter der WKN A0YJQ2 verfügbar ist. Realtime-Daten aus Xetra-Orderbüchern zeigen, dass die B-Aktien auch hierzulande mit nennenswertem Volumen gehandelt werden, womit sich eine Brücke zwischen der US-Notiz und europäischen Investoren schlägt. Die A-Aktie BRK.A steht aufgrund ihres sehr hohen absoluten Kursniveaus vor allem als Referenzgröße und für institutionelle Anleger im Fokus, auch wenn die wirtschaftliche Beteiligung je Anteil letztlich derselben Gesamtstruktur folgt.

Kursverlauf im Spiegel jüngerer Daten: Rekordregion ohne neue Impulse

Während die A-Aktie von Berkshire Hathaway in US-Dollar notiert und in der Vergangenheit mehrfach Kursrekorde erreicht hat, lassen sich aktuelle Kursinformationen für Privatanleger insbesondere über die B-Aktie nachvollziehen, die eine feinere Stückelung aufweist und an verschiedenen Handelsplätzen quotiert wird. In deutschen Finanzportalen werden für die B-Aktie zuletzt Kurse im Bereich von gut 420 bis 430 Euro genannt, wobei das 52-Wochen-Hoch knapp unterhalb von 450 Euro lag und das 52-Wochen-Tief um 393 Euro gesehen wurde. Das signalisiert eine Spannweite von rund 14 Prozent zwischen Jahrestief und Jahreshöchststand, was für ein großkapitalisiertes Konglomerat mit defensiver Grundstruktur eine durchaus beachtliche Bandbreite darstellt.

Für US-Investoren werden die Kurse typischerweise in US-Dollar ausgewiesen, wobei Börsenportale für die B-Aktie zuletzt Tageshochs im Bereich von gut 428 Dollar meldeten. Realtime-Orderbücher zeigen für die B-Aktie an Xetra-ähnlichen Plattformen im europäischen Handel ebenfalls Notierungen im oberen 410er- bis unteren 420er-Bereich, was die Nähe zum oberen Ende der jüngeren Handelsspanne unterstreicht. Da für die A-Aktie BRK.A aufgrund des hohen Nennwerts teilweise nur begrenzte Kursübersichten auf frei zugänglichen deutschsprachigen Seiten vorliegen, wird für die Alltagseinschätzung häufig auf die B-Aktie als Stellvertreter zurückgegriffen.

Aus Performance-Sicht berichten Kursdatenanbieter für die B-Aktie auf Jahressicht von einem deutlichen Plus von rund 20 Prozent, was den defensiven Charakter des Titels mit Komponenten eines Wachstums- und Qualitätswerts verbindet. So wird etwa eine Ein-Jahres-Performance von knapp 23 Prozent genannt, bei der die Aktie zuletzt etwa 8 bis 9 Prozent unterhalb des jeweiligen 52-Wochen-Hochs gehandelt wurde. Diese Kombination aus gewachsener Marktkapitalisierung und moderater Distanz zu den Höchstständen ist ein zentrales Element bei der Einordnung der aktuellen Bewertung.

An den Handelstagen unmittelbar vor der heutigen Betrachtung wurden keine größeren Sprünge jenseits enger einstelliger Prozentbewegungen dokumentiert, sodass sich die A-Aktie wie auch die B-Aktie eher in einer Konsolidierungsphase nahe früherer Höchstniveaus bewegen. In Ermangelung neuer Unternehmensmeldungen steht daher der Vergleich mit der breiten Marktentwicklung im Vordergrund: US-Leitindizes wie der S&P 500 haben in den vergangenen Monaten ebenfalls mehrfach Rekordstände erreicht, sodass Berkshire Hathaway als gewichtiger Marktteilnehmer im Strom dieser Entwicklung mitschwimmt. Für Anleger bedeutet dies, dass der aktuelle Kurs in hohem Maße auch von der allgemeinen Risikostimmung an den Kapitalmärkten beeinflusst ist.

Auf europäischer Ebene kann die Aktie über Plattformen wie Xetra oder Tradegate in Euro gehandelt werden, wobei Datenbanken fortlaufend Realtime-Kurse und Orderbuchtiefen ausweisen. Dort werden Stückzahlen und Umsätze dokumentiert, die zeigen, dass die B-Aktie auch im deutschen Markt eine gewisse Marktbreite erreicht hat. Damit eignet sich der Titel für Privatanleger, die an der Entwicklung des US-Konglomerats partizipieren wollen, ohne directly an US-Börsen zu handeln, wenngleich Währungsrisiken zwischen US-Dollar und Euro in die individuelle Betrachtung einfließen.

Geschäftsmodell und Beteiligungsstruktur: Mehr als nur Versicherungen

Die offizielle Unternehmenskommunikation von Berkshire Hathaway betont seit Jahren die Rolle des Konzerns als Holding, die eine Reihe voll konsolidierter Tochtergesellschaften mit teils sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen unter einem Dach zusammenführt. Den Kern bilden die Versicherungssparten, zu denen große Marken im Bereich der Kfz- und Rückversicherung zählen, die weltweit im Wettbewerb mit etablierten Häusern stehen. Die hier vereinnahmten Versicherungsprämien und die daraus entstehenden Float-Mittel bilden einen wichtigen Rohstoff für die langfristigen Investitionen des Unternehmens in Aktien, Anleihen und ganze Unternehmen.

Neben dem Versicherungsgeschäft gehört die Eisenbahngesellschaft BNSF zu den besonders gewichtigen Beteiligungen, die direkt dem Konzern gehören und zu einem erheblichen Teil des operativen Gewinns beitragen. Ebenfalls bedeutend ist der Segmentblock „Energy“, in dem Beteiligungen an Energieversorgern und Netzbetreibern gebündelt sind, die in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut wurden. Darüber hinaus hält Berkshire Hathaway Mehrheitsbeteiligungen an vielfältigen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, darunter Fertigungsbetriebe, Einzelhändler und spezialisierte Dienstleister, deren Umsätze von der Binnenkonjunktur und vom Investitionsklima abhängen.

Ein besonderes Augenmerk vieler Anleger richtet sich auf das öffentliche Aktienportfolio des Konzerns, das regelmäßig im Rahmen von Pflichtmeldungen an die US-Börsenaufsicht SEC offengelegt wird. Historisch zählen hier vor allem die Investments in Apple, Coca-Cola und andere US-Großkonzerne zu den wichtigsten Werttreibern. So wird beispielsweise hervorgehoben, dass Berkshire Hathaway allein im Jahr 2025 Dividendeneinnahmen im hohen dreistelligen Millionenbereich von Coca-Cola bezogen hat, während der ursprüngliche Einsatz deutlich niedriger lag, was die Macht des Langfristansatzes im Dividendenwachstum illustriert. Solche Langfristpositionen beeinflussen die Ergebnissituation sowohl über stetige Ausschüttungen als auch über mögliche Kursgewinne oder -verluste bei Marktschwankungen.

Die breite Aufstellung führt dazu, dass das Ergebnisspektrum von Berkshire Hathaway teils stark von Marktwertveränderungen abhängt, insbesondere bei den börsennotierten Beteiligungen. Die Bilanzierungsregeln sehen vor, dass nicht realisierte Gewinne und Verluste im Marktwert vieler börsennotierter Aktien durch die Gewinn- und Verlustrechnung laufen, sodass sich das berichtete Nettoergebnis von Jahr zu Jahr erheblich verändern kann. Zur Beurteilung der operativen Stärke betrachten viele Investoren deshalb ergänzende Kennzahlen, etwa das sogenannte operative Ergebnis, das die Ergebniseffekte aus bloßen Marktwertschwankungen bereinigt und den Fokus auf das tatsächliche Geschäft legt.

Dass Berkshire Hathaway keine Dividende an seine Aktionäre ausschüttet, sondern freie Mittel überwiegend im Unternehmen belässt, ist ein weiteres Strukturmerkmal des Geschäftsmodells. Das Management um Warren Buffett und seine Nachfolger verwendet überschüssige Liquidität unter anderem für Aktienrückkäufe, Zukäufe weiterer Beteiligungen oder die Stärkung bestehender Konzernsparten. Für Anleger entsteht damit ein Renditeprofil, das primär aus Kurssteigerungen und nicht aus laufenden Ausschüttungen gespeist wird, während auf der anderen Seite die steuerliche Situation je nach Rechtsraum unterschiedlich ausfallen kann.

Rolle von Warren Buffett und Managementkontinuität

Die Figur Warren Buffett ist eng mit der Wahrnehmung von Berkshire Hathaway verbunden und prägt die Investmentstory seit Jahrzehnten. Als langjähriger Vorstandsvorsitzender und Großaktionär hat Buffett das Unternehmen von einem Textilbetrieb zu einem globalen Konglomerat geformt, dessen Marktkapitalisierung zu den höchsten weltweit zählt. Viele Investoren verbinden mit seinem Namen einen konsequenten Value-Ansatz, also die Suche nach unterbewerteten, qualitativ hochwertigen Unternehmen mit langfristig stabilen Ertragsprofilen.

Aktuelle Berichterstattung hebt hervor, dass Buffett trotz seines hohen Alters aktiv in die Kapitalallokation eingebunden bleibt, gleichzeitig aber ein Team aus langjährigen Vertrauten aufgebaut hat, die sukzessive mehr Verantwortung übernehmen. Dazu zählen insbesondere Manager, die eigenständig Teilportfolios verwalten oder für wesentliche Tochtergesellschaften verantwortlich sind. Diese allmähliche Übergabe der operativen Verantwortung ist aus Bewertungssicht relevant, weil sie die Frage adressiert, wie stark der Unternehmenswert an der Person Buffett hängt und wie gut Nachfolgelösungen institutionell verankert sind.

In Marktanalysen wird regelmäßig betont, dass die wahre Stärke von Berkshire Hathaway weniger in einzelnen Managementfiguren, sondern in der strukturellen Aufstellung des Konzerns liegt. Die Kombination aus diversifizierten Beteiligungen, robuster Bilanz, hohem Liquiditätspolster und einer traditionell konservativen Finanzpolitik wird von vielen Beobachtern als entscheidender Treiber der langfristigen Stabilität gesehen. Gleichzeitig bleibt die Personalie Buffett für die öffentliche Wahrnehmung und die Anlegerstimmung ein bedeutender Faktor, insbesondere bei der Frage, wie diszipliniert die Investmentphilosophie über zukünftige Führungswechsel hinweg beibehalten wird.

Fundamentale Betrachtung: Bilanzstärke und Ertragsquellen

Aus fundamentaler Sicht punktet Berkshire Hathaway seit Jahren mit einer soliden Bilanz und einem hohen Eigenkapitalniveau, das durch Gewinne aus dem Versicherungsgeschäft, Erträge der operativen Tochtergesellschaften und Wertzuwächse im Beteiligungsportfolio gespeist wird. Die Bilanzdaten zeigen regelmäßig hohe Cash- und kurzfristige Anlagenbestände, die als strategische Reserve für Akquisitionen und Aktienrückkäufe dienen. Diese Liquidität verschafft dem Management die Flexibilität, in Marktphasen mit Druck selektiv zuzukaufen oder Beteiligungen aufzustocken, ohne auf externe Finanzierung angewiesen zu sein.

Die Ertragsstruktur des Konzerns setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Versicherungsergebnisse inklusive Zeichnungsergebnis und Kapitalanlageerträgen, Gewinne aus voll konsolidierten Tochterunternehmen wie BNSF und Energiegesellschaften, sowie Beiträge aus den börsennotierten Beteiligungen. Während das Versicherungsgeschäft zyklischen Schwankungen unterliegt, etwa durch Schadenereignisse oder Prämienzyklen, gelten Bereiche wie Eisenbahn und Energie als relativ planbar und tragen spürbar zur Stabilisierung der Ergebnissituation bei. Darüber hinaus können in bestimmten Jahren Gewinne aus Verkäufen von Beteiligungen oder außergewöhnliche Dividendenerhöhungen die Resultate zusätzlich beeinflussen.

Von zentraler Bedeutung ist bei der Beurteilung der Bilanzstärke, dass die Versicherungssegmente häufig über beträchtliche Rückstellungen verfügen, um künftige Schadenereignisse abzufedern. Diese Rückstellungen sind bilanziell passiviert, während die zugehörigen Prämiengelder vorübergehend als Float im Unternehmen verbleiben. Die Fähigkeit, diesen Float profitabel und zugleich risikoarm zu investieren, ist ein Schlüssel zur langfristigen Wertschöpfung und wurde von Buffett wiederholt als einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile des Konzerns hervorgehoben.

Für Investoren, die Bewertungskennzahlen analysieren, ist daher die Unterscheidung zwischen kurzfristigen Ergebnisschwankungen und der nachhaltigen Ertragskraft der Kernsegmente entscheidend. Während die berichteten Nettoergebnisse in einzelnen Quartalen durch Marktwertveränderungen im Aktienportfolio stark verzerrt werden können, erlaubt ein Blick auf längerfristige Durchschnittswerte und die Entwicklung des Eigenkapitals, strukturelle Trends besser zu erkennen. Aus dieser Perspektive wird Berkshire Hathaway häufig als robustes, aber komplexes Bewertungsobjekt beschrieben, das nicht ohne Weiteres mit klassischen Industrie- oder Finanzwerten vergleichbar ist.

Marktumfeld und Wettbewerb: Positionierung im Finanz- und Industriekonglomerat

Im Wettbewerbsumfeld agiert Berkshire Hathaway einerseits im direkten Vergleich mit globalen Versicherungsgruppen, andererseits im Feld internationaler Industriekonglomerate und Holdinggesellschaften. Während große Versicherer wie Allianz, AIG oder andere dedizierte Versicherungshäuser auf eine klar fokussierte Finanzdienstleistungsausrichtung setzen, kombiniert Berkshire dieses Kerngeschäft mit umfangreichen nicht-finanziellen Beteiligungen. Dies schafft eine Mischstruktur, die einerseits Diversifikation bietet, andererseits aber die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit reinen Peer-Gruppen erschwert.

Gleichzeitig steht Berkshire Hathaway im Wettbewerb mit anderen börsennotierten Investmentholdings und Beteiligungsgesellschaften, die ebenfalls versuchen, durch aktive Kapitalallokation Mehrwert zu schaffen. Im Unterschied zu vielen Private-Equity-orientierten Modellen arbeitet Berkshire jedoch überwiegend mit sehr langfristigen Haltedauern, verzichtet auf ausgeprägte Hebelstrukturen und ist nicht an die gleichen Fonds-Laufzeiten oder Ausschüttungszwänge gebunden, die in klassischen Private-Equity-Fonds üblich sind. Dieser strukturelle Unterschied beeinflusst, wie das Unternehmen auf Konjunkturzyklen reagieren kann und wie stark kurzfristige Renditezielsetzungen in der Kapitalallokation dominieren.

Im Versicherungssegment konkurriert Berkshire Hathaway mit multinationalen Häusern um Geschäft in unterschiedlichen Sparten und Regionen. Dort entscheidet neben der Preisgestaltung vor allem das Risiko- und Kapitalmanagement über die langfristige Profitabilität. Sinkende Marktzinsen in früheren Jahren hatten die Kapitalanlageerträge vieler Versicherer belastet, während das aktuelle Umfeld mit höheren Zinsen tendenziell Rückenwind für Neuanlagen liefert, sofern das Kreditrisiko im Rahmen bleibt. Berkshire profitiert hier zusätzlich von seiner Fähigkeit, einen Teil der Mittel in Aktien und unternehmerische Beteiligungen zu lenken, was langfristig höhere, wenn auch volatilere Renditen ermöglichen kann.

Aktuelle News-Lage: Ruhige Phase nach Zahlen und Hauptversammlung

Zum heutigen Zeitpunkt zeigt die Recherche über die offizielle Investor-Relations-Seite von Berkshire Hathaway sowie über gängige Finanzportale, dass in den unmittelbar vergangenen Tagen keine neuen Ad-hoc-Mitteilungen, Übernahmen oder sonstige Unternehmensereignisse mit klarer Kursrelevanz veröffentlicht wurden. Die letzte größere Kommunikationswelle lag im Umfeld der jüngsten Quartalszahlen und der traditionsreichen Hauptversammlung in Omaha, bei der Buffett und das Management Fragen von Aktionären und Analysten beantworteten. In der Folge hat sich die Aktie, gemessen an der B-Variante als Proxy, in der Nähe ihrer 52-Wochen-Hochs bewegt und die Marktteilnehmer orientieren sich aktuell vor allem an der allgemeinen Börsenstimmung sowie an makroökonomischen Daten.

Die IR-Plattform von Berkshire Hathaway stellt weiterhin Jahres- und Quartalsberichte, Präsentationen und ergänzende Materialien bereit, die einen detaillierten Einblick in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Segmentberichte geben. Für private Anleger, die tiefer einsteigen möchten, bieten diese Dokumente eine Grundlage, um Entwicklungen in den einzelnen Sparten nachzuvollziehen und die Bedeutung von Einmaleffekten im Zeitverlauf zu quantifizieren. Da zum aktuellen Stichtag jedoch keine neuen Berichte veröffentlicht wurden, steht der Bestand an bereits bekannten Informationen im Mittelpunkt der heutigen Einordnung.

Marktbeobachter richten daher den Blick auf Faktoren wie das allgemeine Zinsniveau, die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve sowie konjunkturelle Signale, die sich auf die Gewinnentwicklung wichtiger Beteiligungen im Portfolio auswirken können. Zu den relevanten Themen zählen etwa die Nachfrageentwicklung im US-Konsum, Investitionsausgaben in Infrastruktur und Energie sowie die Stabilität der Finanzmärkte, die für den Wert des börsennotierten Aktienportfolios von Bedeutung sind. Konkrete neue Impulse seitens des Unternehmens selbst stehen hingegen derzeit nicht im Vordergrund.

Damit ist die heutige Lage im Wesentlichen von einer „Kurs im Blick“-Perspektive geprägt: Die Aktie handelt auf Basis bereits veröffentlichter fundamentaler Daten und spiegelbildlich zur Stimmung an den Leitbörsen, während Marktteilnehmer auf die nächsten Zahlenwerke oder Managementaussagen warten, um neue Bewertungspunkte zu erhalten. Wer den Wert beobachtet, sollte daher neben der täglichen Kursbewegung vor allem die kommenden Berichtstermine und strategischen Weichenstellungen im Auge behalten, die über den kurzfristigen Nachrichtenfluss hinaus übergeordneten Einfluss auf den inneren Wert des Konglomerats haben können.

Im Ergebnis bleibt Berkshire Hathaway damit ein großkapitalisierter, breit diversifizierter Titel, dessen aktuelle Kursniveaus wesentlich durch die Summe früherer Entscheidungen im Beteiligungsportfolio und die robuste Bilanz geprägt sind. Für Anleger, die den Wert verfolgen, stehen in einer Nachrichtenphase ohne frische Unternehmensmeldungen vor allem Bewertungskennzahlen, Marktumfeld und langfristige Strategie im Fokus, während die A-Aktie BRK.A weiterhin als Symbol für den von Warren Buffett geprägten Investmentansatz gilt.

Berkshire Hathaway (A) kompakt: die Eckdaten

  • Name: Berkshire Hathaway Inc. (A)
  • Branche: Versicherungen, Beteiligungskonglomerat
  • Hauptsitz: Omaha, Nebraska, USA
  • Kernmärkte: USA und internationale Versicherungs- und Industriebeteiligungen
  • Umsatztreiber: Versicherungsprämien und Float, Eisenbahntransport (BNSF), Energiegeschäft, Industrie- und Dienstleistungstöchter, Erträge aus börsennotierten Beteiligungen
  • Heimatbörse / Notierung: New York Stock Exchange, Ticker BRK.A; in Europa vor allem über die B-Aktie (z.B. Xetra, WKN A0YJQ2) handelbar
  • Handelswährung: US-Dollar

Weitere Hintergründe zur Berkshire-Hathaway-Aktie

Aktuelle Berichte, Kommentare und Analysen zur Entwicklung der Berkshire-Hathaway-Aktie finden Sie im laufend aktualisierten Themenbereich auf ad hoc news.

Mehr Berkshire Hathaway (A)-News Investor Relations

Stimmungsbild zur Berkshire-Hathaway-Aktie im Netz

YouTube X TikTok Instagram

Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

de | US0846701086 | BRK.B | boerse | 69550704 | bgmi