Roche, Währungsdruck

Bei Roche lässt der Währungsdruck etwas nach

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 07:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Beim Schweizer Pharmakonzern Roche CH0012032048 hat der Gegenwind von Währungsseite nach neun Monaten etwas nachgelassen.

Beim Schweizer Pharmakonzern Roche CH0012032048 hat der Gegenwind von Währungsseite nach neun Monaten etwas nachgelassen. Dabei sorgte vor allem das dritte Quartal mit einem schwächeren Franken für Entlastung. Für das Gesamtjahr bestätigte der Pharmakonzern am Donnerstag seine bisherigen Ziele. So setzte Roche zwischen Januar und September 46,5 Milliarden Franken um. In der Berichtswährung Schweizer Franken ergab sich ein Plus von 1 Prozent, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen lag das Plus bei 6 Prozent. Damit hat der Konzern die eigene Zielsetzung erfüllt, die konstante Wechselkurse zugrunde legt.

Nachdem Roche im ersten und zweiten Quartal zum Teil noch unter dem starken Franken gelitten hatte, sorgte dessen Abwertung im dritten Quartal für etwas Rückenwind, was Analysten im Schnitt auch so erwartet hatten. Wie Roche selbst mitteilt, fielen die Währungseffekte im dritten Quartal mit +1 Prozent leicht positiv aus, nachdem sie im ersten Quartal mit -11 Prozent und im zweiten dann mit -4 Prozent noch klar belastet hatten.

Von den beiden Geschäftsbereichen setzte die größere Pharmasparte in den ersten drei Quartalen 36,2 Milliarden Franken um, ein Anstieg um 2 Prozent. Dabei erzielten die fünf wichtigsten Wachstumstreiber Xolair, Hemlibra, Ocrevus, Phesgo und Vabysmo zusammen Verkäufe in Höhe von 16,8 Milliarden Franken (+12 Prozent). Die Verkäufe von Produkten mit abgelaufenen Patenten (Avastin, Herceptin, MabThera/Rituxan, Lucentis und Actemra/RoActemra) gingen insgesamt um 0,6 Milliarden Franken zurück.

Im Diagnostik-Geschäft nahm Roche 10,3 Milliarden ein, was dem Vorjahreswert entsprach. Damit hat sich der belastende Effekt der Preisreform in China merklich abgeschwächt. Roche hatte wiederholt betont, dass die Belastung im weiteren Jahresverlauf nachlassen sollte. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren die Einnahmen noch um 7 Prozent gefallen, im ersten Halbjahr dann um 3 Prozent.

Gewinnzahlen legt Roche traditionell zu den ungeraden Quartalen nicht vor. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die Analystenschätzungen größtenteils übertroffen. Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt der Konzern die bisherige Prognose. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Aktie soll im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Außerdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

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de | CH1499059983 | ROCHE | boerse | 70390080 |