BDI-Präsident Leibinger warnt vor Schicksalsjahr 2026
23.01.2026 - 04:36:12Der Industriestandort Deutschland steht am Scheideweg. Ohne tiefgreifende Reformen droht ein gefährlicher Stillstand, warnt BDI-Präsident Peter Leibinger auf der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Verbands. Die Bundesregierung müsse die Weichen jetzt stellen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Kernforderung: Bürokratie abbauen und Arbeitskosten senken
Im Zentrum der Kritik stehen die hohen Arbeitskosten und eine ausufernde Bürokratie, die deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich belasten. Leibinger fordert spürbare Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Konkret verlangt der BDI eine deutliche Senkung der Arbeits- und Energiekosten sowie eine Reform der Sozialversicherungen. Nur so könnten die Lohnzusatzkosten stabilisiert und Betriebe entlastet werden.
Trotz wiederholter politischer Ankündigungen nehme die bürokratische Belastung in der Praxis weiter zu, kritisiert der Verband. Der BDI drängt auf schnellere Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen und eine generelle Verschlankung administrativer Prozesse. Diese Hürden blockierten nicht nur den Alltag, sondern auch dringend nötige Investitionen in Innovation und Transformation.
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Flexiblere Arbeitszeitmodelle gefordert
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Modernisierung des Arbeitsmarktes. Der BDI drängt auf die Einführung flexiblerer Arbeitszeitmodelle. Die starren gesetzlichen Rahmenbedingungen passten nicht mehr in eine digitalisierte Arbeitswelt, argumentiert Leibinger. Mehr Flexibilität würde es Unternehmen ermöglichen, agiler auf schwankende Auftragslagen zu reagieren und die Produktivität zu steigern.
Diese Forderung ist Teil eines umfassenden Appells, die Zukunft der Arbeit neu zu gestalten. Dazu gehöre auch, dem akuten Fachkräftemangel entschlossen entgegenzutreten. Ohne genügend qualifizierte Mitarbeiter seien die Mammutaufgaben Digitalisierung und Dekarbonisierung nicht zu bewältigen.
Verhalten optimistische Prognose trotz globaler Risiken
Trotz der dringenden Reformappelle blickt der BDI verhalten optimistisch auf 2026. Der Verband prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent – nach drei Jahren Stagnation ein vorsichtiges Hoffnungssignal. Allerdings wird die Industrieproduktion voraussichtlich schwächer wachsen als die Gesamtwirtschaft.
Zusätzliche Sorgen bereiten die globalen Risiken. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten neuen Strafzölle könnten das moderate Wachstum erheblich gefährden. Leibinger nannte diese Drohungen eine „für alle Seiten schädliche Eskalation“ und forderte eine geschlossene europäische Antwort. Diese externen Schocks unterstreichen die Dringlichkeit, die heimischen Standortbedingungen zu stärken.
Ein Weckruf zum kritischen Zeitpunkt
Die Warnungen des BDI kommen nicht von ungefähr. Nach den Krisenjahren mit Pandemie, Energieknappheit und geopolitischen Verwerfungen steht die deutsche Wirtschaft tatsächlich an einem Scheideweg. Die Forderung nach Strukturreformen ist zwar alt, die Dringlichkeit aber massiv gestiegen. Die Aussage, 2026 sei ein „Schicksalsjahr“, spiegelt die wachsende Ungeduld der Wirtschaft wider.
Analysten deuten den Vorstoß als Versuch, den Druck auf die Ampel-Regierung vor wichtigen Weichenstellungen zu erhöhen. Das deutsche Wirtschaftsmodell, das lange von günstigen globalen Bedingungen profitierte, muss dringend an die neue Realität angepasst werden. Die Politik ist nun am Zug, ob sie den Reformstau auflösen kann.
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