BayWa, Aktie

BayWa Aktie: PwC muss weichen

03.04.2026 - 15:38:53 | boerse-global.de

Der Agrarhandelskonzern BayWa schreibt das Prüfungsmandat neu aus. Grund ist Kritik der Aufsicht an einem uneingeschränkten Testat. Anleger müssen sich auf eine lange Phase mit geringer Datentransparenz einstellen.

BayWa Aktie: PwC muss weichen - Foto: über boerse-global.de

Der angeschlagene Agrarhandelskonzern BayWa zieht Konsequenzen aus der jüngsten Bilanzkrise und schreibt das Mandat für die Abschlussprüfung ab 2026 neu aus. Die Ära von PricewaterhouseCoopers (PwC) endet damit nach behördlicher Kritik an einem uneingeschränkten Testat. Gleichzeitig müssen sich Anleger auf eine lange Phase mit minimaler Datentransparenz einstellen.

Der Bruch mit den Prüfern

Auslöser für den Wechsel ist das Jahr 2023. PwC erteilte damals ein Testat ohne Einschränkungen und wies nicht auf die existenzgefährdenden Risiken des Unternehmens hin. Das rief die Finanzaufsicht BaFin sowie die staatliche Abschlussprüferaufsichtsstelle (Apas) auf den Plan, die derzeit entsprechende Verfahren führen.

Der aktuelle BayWa-Vorstand prüft nun konkrete Schadensersatzansprüche gegen die Wirtschaftsprüfer. Parallel bereitet die Kanzlei TILP rechtliche Schritte für Aktionäre vor, die zwischen Anfang 2022 und Januar 2026 investiert haben. Um trotz des Streits einen geordneten Übergang zu gewährleisten, wird PwC letztmals das Geschäftsjahr 2025 prüfen.

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Datentransparenz schwindet

Genau dieser Konzernabschluss für 2025 wird sich jedoch massiv verzögern. Wegen der noch ausstehenden Neubewertung der Tochtergesellschaft BayWa r.e. rechnen Beobachter erst im vierten Quartal 2026 mit den testierten Zahlen. Für Investoren bedeutet das einen vorläufigen Blindflug. Die anstehenden Zahlen für das vierte Quartal liefern lediglich einen unvollständigen Einblick in die tatsächliche Finanzlage.

Verkauf soll Millionen bringen

Abseits des Prüferwechsels treibt das Management die Entschuldung voran. Der Verkauf der knapp 74-prozentigen Beteiligung am neuseeländischen Frischproduzenten T&G Global wird von Goldman Sachs begleitet. Als Käufer für das profitable Unternehmen kommen auf Landwirtschaft spezialisierte Private-Equity-Firmen infrage. Marktbeobachter kalkulieren mit einem Erlös von rund 300 Millionen Euro.

Die grundlegende Finanzierung des Konzerns ist durch das im Mai 2025 abgeschlossene StaRUG-Verfahren zwar bis Ende 2027 gesichert. Das gesamte Restrukturierungsgerüst erfordert nun zwingend die Verlängerung der Stillhaltevereinbarung mit den Kernbanken bis Herbst 2026. Ohne diese formale Zustimmung der Gläubiger verliert das Sanierungskonzept seine rechtliche Basis.

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