Bayer, Aktie

Bayer Aktie: Juristische Großoffensive

24.02.2026 - 19:37:45 | boerse-global.de

Bayer klagt gegen Johnson & Johnson wegen Werbung für ein Krebsmedikament und schlägt gleichzeitig einen Milliardenvergleich für Roundup-Klagen vor. Die Aktie zeigt sich verhalten.

Bayer geht an zwei Fronten in die Offensive: Während der Konzern einen Milliarden-Vergleich zur Beilegung der US-Glyphosat-Klagen vorschlägt, zieht er gleichzeitig gegen den Konkurrenten Johnson & Johnson vor Gericht. Die Anleger reagieren heute verhalten auf das dichte Nachrichtenpaket aus den USA.

Klage gegen Johnson & Johnson

Heute reichte Bayer beim US-Bezirksgericht in New York Klage gegen Johnson & Johnson sowie dessen Tochter Janssen Biotech ein. Der Vorwurf lautet auf irreführende Werbung für das Prostatakrebs-Medikament Erleada. Johnson & Johnson wirbt in einer aktuellen Kampagne damit, dass Erleada das Sterberisiko im Vergleich zu Bayers Konkurrenzprodukt Nubeqa um 51 Prozent senkt.

Bayer weist diese Behauptung als wissenschaftlich fehlerhaft zurück und verweist auf eine verzerrte Datenbasis in der zugrunde liegenden Analyse. Nubeqa erzielte zwischen Januar und September 2025 einen Umsatz von rund 1,63 Milliarden Euro, während Erleada im selben Zeitraum 2,62 Milliarden US-Dollar einspielte. Der Konzern fordert nun eine Unterlassungsverfügung sowie Schadensersatz.

Milliarden-Vergleich für Roundup

Parallel dazu unternimmt die Agrarsparte einen Versuch, die juristischen Altlasten in den USA zu begrenzen. Gestern unterbreitete das Unternehmen einem Gericht in Missouri einen Vergleichsvorschlag über 7,25 Milliarden US-Dollar. Damit sollen die anhaltenden Klagen wegen angeblicher Krebserkrankungen durch den Unkrautvernichter Roundup beigelegt werden.

Die geplante Struktur sieht vor, die Zahlungen über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren zu verteilen, um sowohl aktuelle als auch künftige Kläger abzufinden. Kann der Konzern mit diesem Vergleich die jahrelange Rechtsunsicherheit in der Agrarsparte endlich entscheidend reduzieren?

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Marktreaktion und Rohstoffsicherung

Abseits der Rechtsstreitigkeiten investiert das Unternehmen in die Stabilität seiner Lieferketten. Eine gestern finalisierte Kooperation mit Voyageur Pharmaceuticals sieht Investitionen von bis zu 2,35 Millionen US-Dollar für eine Jod-Produktionsstudie in Oklahoma vor. Dies sichert Bayer Exklusivrechte für künftige Abnahmeverträge von Kontrastmittel-Rohstoffen.

An der Börse gibt die Aktie heute leicht nach und verliert 1,44 Prozent auf 12,36 US-Dollar. Bei einer Marktkapitalisierung von 52,68 Milliarden US-Dollar bewegt sich der Titel damit weiterhin innerhalb seiner breiten 52-Wochen-Spanne von 5,30 bis 14,85 US-Dollar. Die Entscheidung des Gerichts in Missouri über die Annahme des Vergleichsvorschlags markiert nun den nächsten zentralen Fixpunkt für die Bewertung der Aktie.

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