Bawag, Q1-Gewinn

Bawag: Q1-Gewinn 232 Millionen, RoTCE 27,6 Prozent

03.05.2026 - 04:24:11 | boerse-global.de

Die Bawag-Aktie zeigt nach einer starken Rallye erste Schwächen. Trotz Rekordgewinn und hoher Dividende drückt der Ex-Tag den Kurs unter den 20-Tage-Durchschnitt.

Bawag: Q1-Gewinn 232 Millionen, RoTCE 27,6 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Bawag: Q1-Gewinn 232 Millionen, RoTCE 27,6 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Nach einer starken Rallye von fast 50 Prozent in zwölf Monaten zeigt die Bawag-Aktie erste Ermüdungszeichen. Der Schlusskurs von 145,30 Euro liegt rund sechs Prozent unter dem Mehrjahreshoch von 154,50 Euro, das Mitte April erreicht wurde — und der RSI von 75,3 signalisiert überkaufte Verhältnisse.

Der unmittelbare Auslöser für den Rücksetzer ist technischer Natur: Mit dem Ex-Dividenden-Tag und der Ausschüttung von 6,25 Euro je Aktie rutschte das Papier unter den 20-Tage-Durchschnitt. Der übergeordnete Trend bleibt davon unberührt. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 123,22 Euro — knapp 18 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Operative Stärke als Fundament

Die Quartalszahlen liefern wenig Anlass zur Sorge. Im ersten Quartal erzielte die Bawag PSK einen Nettogewinn von 232 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital (RoTCE) lag bei 27,6 Prozent — deutlich über dem selbst gesteckten Zielwert von 20 Prozent.

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Die Kernerträge wuchsen im Jahresvergleich um rund acht Prozent auf 579 Millionen Euro. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 32,5 Prozent, ein Wert, der im europäischen Bankenvergleich heraussticht.

Irland-Akquisition bindet Kapital

Das strategisch wichtigste Thema ist die geplante Übernahme der irischen Permanent TSB. Das empfohlene Barangebot soll die Bilanzsumme der Gruppe deutlich ausweiten und das Privatkundengeschäft in Irland verankern. Analysten sehen den Deal als langfristig wertsteigernd, da er den Gewinn je Aktie spürbar anheben soll.

Die Finanzierung läuft über die laufenden Erträge — was die Kapitalverwendung im ersten Halbjahr 2026 klar priorisiert. Eine kräftig erhöhte Dividende für das Rekordjahr 2025 wurde bereits beschlossen, künftige Ausschüttungen stehen unter dem Vorbehalt der Akquisitionskosten.

Charttechnik im Blick

Als nächste relevante Unterstützung gilt der Bereich um 137 Euro, wo der 38-Tage-Durchschnitt verläuft. Gelingt eine zügige Rückeroberung des 20-Tage-Durchschnitts, wäre die aktuelle Konsolidierung nur eine kurze Verschnaufpause nach der kräftigen Aufwärtsbewegung der Vormonate. Neue Unternehmenszahlen sind erst wieder im Juli zu erwarten — bis dahin dürften Fortschritte bei der PTSB-Transaktion den Kurs maßgeblich beeinflussen.

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