Bawag: Mediobanca senkt Kursziel auf 187 Euro
22.04.2026 - 13:12:37 | boerse-global.deRekordgewinne im Heimatmarkt, eine milliardenschwere Expansion in Irland und eine gestrichene Halbjahresdividende. Bei der Bawag PSK prallen aktuell operative Stärke und strategischer Umbau aufeinander. Nach einer rasanten Kursrallye sortieren Investoren nun die Fakten des ersten Quartals.
Die Aktie gönnt sich am Mittwoch eine leichte Verschnaufpause und notiert bei 153,10 Euro. Das ist ein moderater Rücksetzer von gut einem Prozent, nachdem das Papier erst gestern ein neues 52-Wochen-Hoch markiert hatte und auf Jahressicht bereits über 70 Prozent im Plus liegt.
Operatives Geschäft und Analysten-Stimmen
Die Bilanz der ersten drei Monate fällt durchweg positiv aus. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 232 Millionen Euro. Auch die operativen Kernerträge legten spürbar zu.
Die Investmentbank Mediobanca reagierte umgehend auf das Zahlenwerk. Die Experten bestätigten ihre "Outperform"-Einstufung, reduzierten das Kursziel angesichts der Marktentwicklung allerdings leicht auf 187 Euro.
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Den Analysten gefällt vor allem die hohe Rentabilität des Wiener Instituts. Durch die erfolgreiche Integration früherer Zukäufe wie Knab und easybank greifen die Synergieeffekte spürbar ineinander.
Das spiegelt sich direkt in den Kernkennzahlen wider. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich deutlich auf 32,5 Prozent. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital erreichte 27,6 Prozent — ein Wert, der weit über dem langfristigen Zielkorridor der Bank liegt.
Irland-Expansion fordert Tribut
Im Hintergrund bereitet das Management den nächsten großen Sprung vor. Für rund 1,6 Milliarden Euro plant die Bawag die Übernahme der irischen Permanent TSB (PTSB). Der Zukauf würde die Bilanzsumme des Konzerns über die Marke von 100 Milliarden Euro hieven.
Diese Expansion hat einen direkten Preis für Aktionäre. Um den Deal vollständig aus Eigenkapital zu stemmen, plant der Vorstand für die erste Jahreshälfte 2026 keine Dividendenausschüttung. Eine Gewinnausschüttung ist damit erst wieder für das zweite Halbjahr vorgesehen.
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Das Kapitalpolster gibt den Zukauf indes her. Die harte Kernkapitalquote lag Ende März bei soliden 15 Prozent.
Ausblick und Hauptversammlung
Für das laufende Jahr peilt der Vorstand weiterhin einen Nettogewinn von über 960 Millionen Euro an. Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die anstehende Hauptversammlung im April. Dort steht die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 zur Abstimmung — vorgeschlagen ist eine Ausschüttung von 6,25 Euro je Aktie.
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