Bauzinsen stabilisieren sich bei 3,5 bis 4 Prozent
25.01.2026 - 12:22:12Der deutsche Immobilienmarkt bietet Käufern derzeit eine Phase der Planungssicherheit. Die Bauzinsen haben sich nach einer Woche mit leichter Bewegung auf einem festen Niveau eingependelt. Für viele Haushalte verbessert sich die Erschwinglichkeit trotz des Zinsniveaus – eine Trendwende?
Leichte Entspannung bei den Zinsen
Aktuell bewegen sich die Zinsen für zehnjährige Darlehen in einem Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Daten großer Vermittler wie Interhyp zeigen eine leichte Entspannung: Der Durchschnittszins für zehnjährige Zinsbindungen sank im Wochenverlauf auf etwa 3,76 Prozent. Top-Kunden mit bester Bonität können sogar Konditionen um 3,48 Prozent erhalten.
Branchenbeobachter deuten diese Seitwärtsbewegung als Zeichen der Marktsättigung. Banken versuchen offenbar, mit attraktiven Angeboten das Neugeschäft anzukurbeln. Die stabile Lage am Wochenende gibt Finanzierungswilligen die Chance, Angebote in Ruhe zu vergleichen.
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Erschwinglichkeit verbessert sich
Trotz des vergleichsweise hohen Zinsniveaus wird der Kauf von Wohneigentum für viele wieder realistischer. Der aktuelle Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex notiert bei 128 Punkten und signalisiert damit eine finanzierbare Lage.
„Die Kombination aus gestiegenen Reallöhnen und Immobilienpreisen, die noch unter ihren Höchstwerten liegen, eröffnet neue Chancen“, analysiert Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. Das Verhältnis von Einkommen zu Kaufkosten habe sich verbessert.
Doch Experten mahnen zur Nüchternheit. „Eine signifikante Entlastung ist in der ersten Jahreshälfte 2026 kaum zu erwarten“, sagt Oliver Kohnen von Baufi24. Statt auf sinkende Zinsen zu warten, rät er zur zügigen Umsetzung bei stabilen Konditionen.
Immobilienpreise ziehen wieder an
Während die Zinsen ruhen, kommen die Kaufpreise in Bewegung. Auswertungen basierend auf Daten von Empirica Regio zeigen: Die Immobilienpreise in Deutschland ziehen zum Jahresstart 2026 wieder an, besonders bei Bestandsimmobilien.
Die Diskrepanz ist groß: In München werden für Neubauten Quadratmeterpreise von über 11.000 Euro aufgerufen. In einigen teuren Lagen hingegen sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr leicht korrigiert – das könnte Verhandlungsspielraum bieten.
Ein entscheidender Trend: Investoren und Eigennutzer kehren zurück. Die Akzeptanz für das neue Zinsniveau von 3,5 bis 4 Prozent wächst, der Transaktionsstau der vergangenen Jahre beginnt sich aufzulösen.
Warten auf die EZB-Entscheidung
Die nächste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 5. Februar sorgt für Spannung. Werden die Währungshüter die Konjunktur stützen oder weiter die Inflation bekämpfen?
Analysten, etwa der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), erwarten keine drastischen Senkungen, sondern eine Politik der ruhigen Hand. Für Käufer bedeutet das: Die aktuellen Konditionen dürften vorerst bleiben. Wer plant, sollte die Zeit bis zur Sitzung nutzen, um sein Darlehen zu sichern – denn kurz vor der Entscheidung könnte die Volatilität an den Märkten wieder zunehmen.
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