Bauwirtschaft startet mit zweigeteiltem Bild in die Saison
08.02.2026 - 05:32:12Die deutsche Bauwirtschaft zeigt zum Saisonstart ein zweigeteiltes Bild. Während der Neubau weiter kriselt, stützt der private Sanierungssektor die Branche. Angetrieben vom DIY-Boom und dem Wunsch nach Energieeffizienz investieren Eigentümer kräftig in ihre Bestandsimmobilien.
Nach vier Jahren Rückgang rechnen Institute für 2026 erstmals wieder mit leichtem Wachstum der Bauinvestitionen. Diese positive Entwicklung tragen jedoch vor allem der Tiefbau und öffentliche Projekte. Der Wohnungsneubau bleibt das Sorgenkind. Experten sehen eine Trendwende hier frühestens im Laufe des Jahres.
Sanierungsboom als Rettungsanker
Im Schatten der Neubaukrise entwickelt sich die Modernisierung des Bestands zum entscheidenden Stabilitätsfaktor. Private Haushalte investieren verstärkt in ihre eigenen vier Wände. Hohe Neubaukosten, der Wunsch nach Werterhalt und mehr Energieeffizienz lenken die Mittel in bestehende Gebäude.
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Viele dieser Projekte werden aus Ersparnissen finanziert. Das macht den Sektor widerstandsfähiger gegen Zinsschwankungen und sichert Handwerkern und Baustoffhändlern eine kontinuierliche Nachfrage.
DIY-Trend befeuert durch Kostendruck
Ein wesentlicher Treiber ist der anhaltende Do-it-yourself-Boom. Steigende Lohnkosten und der Fachkräftemangel im Handwerk verteuern professionelle Leistungen. Viele Eigentümer packen daher kleinere und mittlere Projekte lieber selbst an, um zu sparen.
Die Nachfrage in Bau- und Heimwerkermärkten bleibt auf solidem Niveau. Die Materialpreise entwickeln sich uneinheitlich: Während Stahl günstiger wurde, bleiben energieintensive Baustoffe wie Zement teuer.
Staat pustet energetische Sanierung an
Ein zentraler Motor ist die energetische Modernisierung. Attraktive staatliche Förderprogramme senken die Investitionsschwelle erheblich. Programme von KfW und BAFA unterstützen Maßnahmen wie Heizungstausch oder Fassadendämmung mit bis zu 70 Prozent der Kosten.
Experten weisen darauf hin: Für die volle Fördersumme ist oft ein individueller Sanierungsfahrplan durch einen Energieeffizienz-Experten nötig.
Neubau bleibt das große Problem
Trotz der Sanierungsimpulse bleibt die Gesamtlage angespannt. Der Wohnungsneubau, fast die Hälfte aller Bauaktivitäten, leidet massiv unter hohen Zinsen und Baukosten. Für 2026 wird hier ein deutlicher Rückgang prognostiziert.
Branchenverbände warnen: Ohne Bürokratieabbau und bessere Rahmenbedingungen bleibt ein nachhaltiger Aufschwung aus. Die Schwäche der Bauwirtschaft wird zunehmend als Risiko für den gesamten Mittelstand gesehen.
Wandel vom Neubau zur Bestandsoptimierung
Die Entwicklung markiert eine strukturelle Verschiebung. Der Fokus bewegt sich weg vom ressourcenintensiven Neubau hin zur nachhaltigen Optimierung des Gebäudebestands. Getrieben wird dies von ökonomischem Druck und politischen Klimazielen.
Für die Bauindustrie bedeutet das eine Anpassung. Gefragt sind nicht mehr nur Großprojekte, sondern flexible Lösungen, Beratungskompetenz und ein breites Materialangebot für Heimwerker.
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