Baugewerbe in MV: Drei von fünf tödlichen Arbeitsunfällen
17.01.2026 - 14:30:12Die Zahl schwerer Arbeitsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern ist 2025 leicht gesunken. Doch die neuen Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) offenbaren ein alarmierendes Problem: Das Baugewerbe ist für 60 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle verantwortlich.
Die am Donnerstag veröffentlichte Jahresanalyse für 2025 zeigt ein klares Bild. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr fünf tödliche Arbeitsunfälle im Land. Drei davon ereigneten sich auf Baustellen. Das sind drei Todesfälle bei 14 gemeldeten schweren Unfällen im Baugewerbe.
Damit ist die Letalität in dieser Branche überproportional hoch. Zum Vergleich: Die verarbeitende Industrie und der öffentliche Dienst meldeten jeweils 18 schwere Unfälle. Dort gab es jedoch nur einen beziehungsweise keinen Todesfall. Die Gefahr, bei einem Unfall auf dem Bau zu sterben, ist also deutlich größer.
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Leichter Rückgang bei Meldungen, mehr Vor-Ort-Ermittlungen
Insgesamt gingen beim LAGuS 2025 genau 70 Meldungen über schwere oder tödliche Unfälle ein. Das sind zwei weniger als im Vorjahr (72) und setzt einen schwankenden Trend fort. Auffällig ist jedoch die Reaktion der Behörde.
Die staatlichen Aufseher führten bei 33 dieser Vorfälle sofortige Vor-Ort-Ermittlungen durch. 2024 waren es nur 24 solcher direkten Interventionen. Die Behörde wird also aktiver. Zudem registrierte sie zwei sogenannte Massenunfälle mit vier bzw. sechs Verletzten. Solche Ereignisse lösen besonders umfangreiche Untersuchungen aus.
Wo die Risiken in der Wirtschaft lauern
- Verarbeitende Industrie: 18 Unfälle, 23 Schwerverletzte, 1 Todesfall.
- Öffentlicher Dienst, Gesundheit, Soziales: 18 Unfälle, 22 Schwerverletzte, 0 Todesfälle.
- Dienstleistungssektor: 9 schwere Unfälle.
- Energie- und Wasserversorgung: 4 schwere Unfälle, 1 Todesfall.
- Land- und Forstwirtschaft: 3 Unfälle, 4 Schwerverletzte.
Die Zahlen belegen: Während in Bereichen wie der Pflege viele Unfälle passieren, sind die Folgen in risikoreichen Industrien wie dem Bau oft tödlicher.
Schärfere Kontrollen als Antwort?
Die Daten kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Bau-Saison 2026 steht bevor, und die Zahlen des Vorjahres wirken wie eine Warnung. Die verstärkten Sofort-Ermittlungen des LAGuS deuten auf einen proaktiveren Kurs der Aufsicht hin.
Experten erwarten nun einen Fokus auf spezifische Bau-Gefahren: Stürze aus der Höhe, der Umgang mit schwerem Gerät und die allgemeine Baustellensicherheit dürften 2026 im Visier der Prüfer stehen. Für die Betriebe ist die Botschaft klar: Schwere Unfälle ziehen rigorose behördliche Untersuchungen nach sich. Die Branche steht unter Druck, ihre Schutzmaßnahmen zu verbessern, um den tragischen Trend zu durchbrechen.
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