Baugenehmigungen, Zahl

Baugenehmigungen steigen erstmals seit 2021

25.02.2026 - 11:31:52 | boerse-global.de

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist 2025 erstmals seit Jahren gestiegen, doch die tatsächlichen Baufertigstellungen werden 2026 voraussichtlich sinken, was die Preise weiter antreibt.

Deutschlands Bauwirtschaft atmet auf: Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist erstmals seit 2021 wieder gestiegen. Das Statistische Bundesamt verzeichnete für das vergangene Jahr ein Plus von fast elf Prozent. Doch Experten warnen vor zu viel Optimismus. Die tatsächlichen Baufertigstellungen werden 2026 voraussichtlich sogar sinken.

Genehmigungen: Ein Lichtblick mit Schatten

Die Behörden erteilten 2025 Genehmigungen für rund 238.500 Wohnungen. Das ist ein deutlicher Sprung von 10,8 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr. Besonders bei Mehrfamilienhäusern gab es einen Zuwachs von 12,1 Prozent.

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Bundesbauministerin Verena Hubertz spricht von einer eingeleiteten Trendwende. Die Bauindustrie bleibt vorsichtig. „Der politische Erfolg misst sich an den Fertigstellungen“, mahnt Tim-Oliver Müller vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Ein Anstieg der Anträge garantiere noch keine neuen Wohnungen.

Prognose 2026: Weniger Wohnungen, höhere Preise

Während die Genehmigungen steigen, sieht die Realität auf den Baustellen düsterer aus. Laut dem Gutachten der „Immobilienweisen“ werden 2026 nur etwa 215.000 Wohnungen fertig. Das wäre ein weiterer Rückgang.

Die Folge: Die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser klettern weiter. Im vergangenen Jahr stiegen sie im Schnitt um vier Prozent. In Metropolen wie Berlin oder München war der Anstieg sogar noch stärker. Für Käufer bedeutet das weiterhin hohe Kosten – trotz stabilerer Finanzierungsbedingungen.

Politik setzt auf Turbo und Milliarden

Die Politik reagiert mit einem Maßnahmen-Mix. Die CDU fordert auf ihrem Bundesparteitag radikal schnellere Verfahren. Bauanträge sollen binnen drei Monaten beschieden werden. Sonst soll eine „Genehmigungsfiktion“ greifen.

Parallel pumpen die Länder Geld in den Markt. Nordrhein-Westfalen stockt die Wohnraumförderung bis 2027 um 1,5 Milliarden Euro auf. Ziel sind bezahlbare Mieten und mehr Wohneigentum. Zudem sollen digitale Baugenehmigungen und vereinfachte Bau-Standards die Kosten senken.

Großstädte bauen auf Nachverdichtung

In den Ballungsräumen entstehen konkrete Projekte, oft geführt von öffentlichen Gesellschaften. In Berlin starteten die Arbeiten an einem 17-geschossigen Wohnhochhaus im Märkischen Viertel. Hier entstehen 176 Wohnungen, größtenteils als geförderter Mietwohnraum.

Investoren setzen 2026 zunehmend auf Modernisierung statt puren Neubau. Die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien wird zum zentralen Hebel für Wertsteigerung – getrieben auch durch gesetzliche Vorgaben.

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Markt im Übergang: Kein neuer Boom in Sicht

Die Diskrepanz zwischen Genehmigungen und Fertigstellungen zeigt einen Markt im Wandel. Das Bauvolumen wächst zwar wieder, vor allem durch Staatsinvestitionen. Der reine Wohnungsbau hinkt jedoch hinterher.

Die Zeiten der starken Preiskorrekturen sind vorbei, die Finanzierungslage hat sich stabilisiert. Dennoch: 2026 wird kein Boom-Jahr. Es ist eine Phase solider Aktivität, in der Bauqualität und Energieeffizienz entscheiden. Für Verbraucher spaltet sich der Markt in zwei Welten: teures Eigentum und subventionierte Mieten.

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