Baugenehmigungen steigen erstmals seit 2021
23.02.2026 - 05:00:12 | boerse-global.deDie Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist 2025 wieder gestiegen. Das Statistische Bundesamt meldet einen Anstieg um 10,8 Prozent auf 238.500 genehmigte Wohnungen. Damit durchbricht der Markt eine jahrelange Talfahrt – ein erstes Lebenszeichen für die kriselnde Branche.
Ein klares Plus, aber kein Grund zum Jubeln
Der Aufschwung kam vor allem im zweiten Halbjahr 2025 in Fahrt. Besonders der Neubau von Mehrfamilienhäusern legte mit einem Plus von 12,1 Prozent kräftig zu. Auch bei Einfamilienhäusern gab es eine deutliche Erholung.
Doch eine Genehmigung ist noch kein fertiges Haus. Branchenverbände mahnen zur Vorsicht: Hohe Baukosten und unsichere Rahmenbedingungen führen dazu, dass viele Projekte verzögert oder gar nicht umgesetzt werden. Zudem bleibt die Zahl der Genehmigungen weit unter dem politischen Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr.
Stabile Zinsen geben Planungssicherheit
Parallel stabilisiert sich das Finanzierungsumfeld. Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen pendeln derzeit zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Experten rechnen mit einer Seitwärtsbewegung in den kommenden Monaten.
Für Käufer mit solidem Eigenkapital ergeben sich dadurch Chancen. Sie können von guten Konditionen und einem größeren Verhandlungsspielraum profitieren – besonders bei sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilien. Finanzberater raten, das aktuelle Niveau durch lange Zinsbindungen abzusichern.
Kommt jetzt die Preiserholung?
Die leichte Entspannung schlägt sich auch in den Prognosen nieder. Für 2026 erwarten Analysten einen moderaten Preisanstieg bei Wohnimmobilien von rund drei Prozent. Treiber bleibt der immense Nachfrageüberhang.
Das Vertrauen der Investoren kehrt langsam zurück. Der Fokus liegt klar auf Wohnimmobilien, die als beliebteste Anlageklasse gelten. Internationale Anleger zeigen wieder mehr Interesse am deutschen Markt, der als stabiler Hafen in Europa wahrgenommen wird.
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Ein Signal, aber noch lange keine Entwarnung
Bundesbauministerin Verena Hubertz wertet die Zahlen als Beleg für eine beginnende Trendwende. Doch der Weg von der Genehmigung bis zur Schlüsselübergabe ist lang – bei Mehrfamilienhäusern dauert es im Schnitt 34 Monate.
Die Folge: Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen wird 2026 Prognosen zufolge weiter sinken. Dem stehen geschätzte 1,4 Millionen fehlende Wohnungen gegenüber. Die Wohnungsnot, besonders in den Städten, bleibt also akut. Der Hoffnungsschimmer ist da, doch die strukturellen Probleme hoher Baukosten und Fachkräftemangel bestehen fort.
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