Baubranche, Razzia

Baubranche: Razzia zerschlägt Netzwerk für Schwarzarbeit

09.03.2026 - 03:48:26 | boerse-global.de

Ermittler zerschlagen bundesweites Netzwerk aus Scheinfirmen, das Sozialkassen und Fiskus um Millionen betrogen haben soll. 35 Beschuldigte und 70 Millionen Euro Bauvolumen stehen im Fokus.

Baubranche: Razzia zerschlägt Netzwerk für Schwarzarbeit - Foto: über boerse-global.de
Baubranche: Razzia zerschlägt Netzwerk für Schwarzarbeit - Foto: über boerse-global.de

Bei einer bundesweiten Großrazzia haben Behörden ein mutmaßliches kriminelles Netzwerk ausgehoben, das systematisch Sozialkassen und den Fiskus betrogen haben soll. Der Schaden beläuft sich auf rund 28 Millionen Euro.

Rund 1.000 Einsatzkräfte durchsuchten am 4. März 80 Objekte in sechs Bundesländern. Im Fokus standen 35 Beschuldigte, die ein System aus Scheinfirmen und gefälschten Rechnungen betrieben haben sollen. Sechs Haftbefehle wurden vollstreckt, Vermögenswerte von 13,4 Millionen Euro sichergestellt.

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Das System: Scheinrechnungen für Schwarzlöhne

Das mutmaßliche Betrugssystem war ausgeklügelt. Den Ermittlungen zufolge betrieben 22 der Beschuldigten sogenannte Servicefirmen. Ihr einziger Zweck: die Erstellung fiktiver Rechnungen für nie erbrachte Leistungen.

Reguläre Baufirmen kauften diese Scheinrechnungen und buchten sie als Betriebsausgaben. So minderten sie ihre Steuerlast. Das Geld floss an die Scheinfirmen zurück, wurde bar ausgezahlt und diente zur Entlohnung nicht angemeldeter Arbeiter. So umgingen die Unternehmen Sozialabgaben und Lohnsteuer.

70 Millionen Euro Bauvolumen unter Verdacht

Eine Kerngruppe von 13 Personen steht besonders im Fokus. Sie sollen mehrere Bauunternehmen geführt haben, die seit 2022 bundesweit Aufträge im Volumen von etwa 70 Millionen Euro abwickelten.

Ein erheblicher Teil der Löhne sei dabei schwarz ausgezahlt worden, so der Verdacht. Der entstandene Schaden ist gewaltig: Den Sozialkassen, vor allem der SOKA-BAU, und dem Fiskus entgingen schätzungsweise 28 Millionen Euro.

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Bundesweite Aktion mit umfangreichen Sicherstellungen

Die Razzia erstreckte sich über Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Niedersachsen. Schwerpunkte lagen im Rhein-Main-Gebiet.

Koordiniert wurde der Einsatz vom regionalen Ermittlungszentrum der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Frankfurt. Neben umfangreichem Beweismaterial beschlagnahmten die Beamten hohe Bargeldbeträge, Gold, Luxusuhren und hochwertige Fahrzeuge. In einer Unterkunft kam es zudem zu 15 Festnahmen wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht.

Kampf gegen die Schattenwirtschaft

Der Fall zeigt das professionelle Vorgehen organisierter Kriminalität in der Baubranche. Solche Strukturen schaden dem fairen Wettbewerb und belasten die Solidargemeinschaft finanziell enorm.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hanau und der Steuerfahndung Offenbach dauern an. Für die Beschuldigten drohen bei einer Verurteilung hohe Strafen. Der Einsatz unterstreicht die anhaltende Bedeutung scharfer Kontrollen, um die Schattenwirtschaft einzudämmen.

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