Basic FitV Aktie: UBS hebt Kursziel auf 43,50 Euro
10.06.2026 - 22:13:50 | boerse-global.de
Ein einziger Analyst hat am Mittwoch die Aktien von Basic Fit nach oben katapultiert. Die Papiere der niederländischen Fitnesskette legten um 9,6 Prozent auf 32,42 Euro zu. Auslöser: UBS hob das Kursziel drastisch von 23,50 auf 43,50 Euro an und stufte die Aktie von „Neutral" auf „Kaufen" hoch.
Radikaler Strategiewechsel als Treiber
Die Experten von UBS begründen ihre Kehrtwende mit dem veränderten Expansionskurs von Basic Fit. Das Tempo bei Neueröffnungen eigener Clubs nimmt ab. Und genau das könnte sich auszahlen. Denn die bestehenden Studios können dann deutlich höhere Renditen erwirtschaften.
Hinzu kommt das Franchise-Modell. UBS sieht darin einen Weg zu besserer Profitabilität. Die Expansion wird asset-light – also ohne hohe eigene Investitionen. Zudem gilt Deutschland als Markt mit erheblichem langfristigem Wachstumspotenzial.
Die Zahlen untermauern den Optimismus. UBS rechnet für 2025 erstmals seit dem Börsengang mit einem positiven freien Cashflow von 26 Millionen Euro. Für 2026 springt die Prognose auf 147 Millionen, für 2027 sogar auf 232 Millionen Euro. Möglich macht das eine gesenkte Investitionsquote: Ab 2026 plant Basic Fit nur noch 60 Netto-Neueröffnungen pro Jahr.
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Die Kapitalrendite (ROIC) soll von rund 6 Prozent im Jahr 2025 auf 14,5 Prozent im Jahr 2028 steigen. Das wäre eine Verdopplung in drei Jahren.
Breite Zustimmung am Markt
UBS ist nicht allein mit der positiven Einschätzung. Bernstein SocGen hatte bereits im Mai ein „Outperform" mit einem Kursziel von 43 Euro vergeben. Kepler Capital und Citi bleiben bei „Kaufen".
Der Kurs liegt aktuell 7,5 Prozent über der 50-Tage-Linie und 6,2 Prozent über dem 100-Tage-Durchschnitt. In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Plus auf 12,4 Prozent. Damit fehlen nur noch 6,4 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 34,62 Euro aus dem April.
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Basic Fit hat zudem die Energiekosten teilweise abgesichert: 80 Prozent des Verbrauchs für 2026 und 50 Prozent für 2027 sind zu Fixpreisen kontrahiert. In Frankreich läuft parallel der Rollout des 24/7-personallosen Betriebsmodells – erwartet werden jährliche Einsparungen.
Der Schritt von UBS hat einen wichtigen Effekt: Er räumt einen institutionellen Überhang aus dem Weg. Bisher hielten viele große Investoren wegen der neutralen Einstufung Abstand. Das könnte sich nun ändern.
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