BASF, Aktie

BASF Aktie: Milliardenwette auf China

26.03.2026 - 13:28:11 | boerse-global.de

BASF startet seine größte Einzelinvestition in Zhanjiang, erwartet aber zunächst geringere Rentabilität angesichts von Preiskämpfen und geopolitischen Risiken in China.

BASF Aktie: Milliardenwette auf China - Foto: über boerse-global.de

8,7 Milliarden Euro — und das in einen Markt, der gerade unter Druck steht. BASF hat sein neues Werk im südchinesischen Zhanjiang offiziell eröffnet. Die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte startet unter denkbar schwierigen Vorzeichen.

Zu früh oder zu spät?

Das Projekt wurde 2018 unter Angela Merkel auf den Weg gebracht — damals noch in einer anderen wirtschaftlichen Realität. Seitdem hat sich Chinas Markt gewandelt: Preiskämpfe, Überkapazitäten und gedrückte Margen prägen das Bild. BASF-Chef Markus Kamieth räumte gegenüber der FAS offen ein, dass die Rentabilität in den ersten Jahren spürbar hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben wird. Der Konzern startet also mit angezogener Handbremse.

Dabei ist das strategische Kalkül durchaus nachvollziehbar. Rund die Hälfte der weltweiten Chemienachfrage entfällt auf China — und BASF schöpft bislang nur etwa 14 Prozent seines globalen Umsatzes dort ab. Zhanjiang soll das ändern, insbesondere in der wirtschaftsstarken Provinz Guangdong, wo viele Kunden des Konzerns ihren Sitz haben.

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Geopolitik als Risikofaktor

Das Werk verfügt über einen eigenen Tiefseehafen und bezieht Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen — der CO2-Fußabdruck liegt damit rund 50 Prozent unter dem anderer Verbundstandorte. Produziert wird ausschließlich für den chinesischen Binnenmarkt, Exporte sind nicht geplant.

Kritiker sehen dennoch ein strukturelles Problem: die wachsende Abhängigkeit von einem Staat, der geopolitisch zunehmend als Unsicherheitsfaktor gilt. Spannungen rund um Taiwan könnten wichtige Schifffahrtsrouten gefährden — ein Szenario, das BASF eigenen Angaben zufolge intern bewertet, dessen Konsequenzen aber offen bleiben.

Zusätzlichen Kostendruck bringen neue Tarifvereinbarungen. Die IG BCE hat für die Chemiebranche ein Lohnplus von 2,1 Prozent ab 2027 sowie weitere 2,4 Prozent ab Januar 2028 ausgehandelt. Für BASF kommen damit steigende Personalkosten on top — in einem ohnehin herausfordernden Marktumfeld.

An der Börse hält sich die Reaktion in Grenzen: Die Aktie notiert heute leicht im Plus.

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