BASF, Aktie

BASF Aktie: Harter Schnitt vor Zahlen

24.02.2026 - 15:12:25 | boerse-global.de

Der Chemiekonzern BASF veräußert einen Großteil seines Wohnungsbestands, um die Bilanz zu entlasten. Vor dem Geschäftsbericht 2025 zeigt sich ein gemischtes Bild aus Sondergewinnen und operativen Enttäuschungen.

Wenige Tage vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025 greift der Chemiekonzern zu drastischen Maßnahmen. BASF stellt 4.400 Werkswohnungen zum Verkauf, um die Bilanz zu stärken und sich auf das kriselnde Kerngeschäft zu fokussieren. Während das Management von einer notwendigen Entscheidung spricht, werfen Arbeitnehmervertreter dem Konzern den Ausverkauf von Tafelsilber vor.

Abschied vom Betongold

Der Zeitpunkt der Ankündigung ist kaum zufällig gewählt. Am kommenden Freitag, dem 27. Februar, legt BASF die vollständigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Um die Bilanzstruktur im schwierigen Marktumfeld zu bereinigen, trennt sich die Tochtergesellschaft BASF Wohnen + Bauen GmbH von einem Großteil ihres Bestands. Konkret sollen 3.300 Mietwohnungen als Gesamtpaket an einen Investor gehen, während 1.100 Eigentumswohnungen einzeln veräußert werden.

Der Schritt wird mit hohen Verlusten am Stammwerk begründet. Allein in Ludwigshafen lief im Jahr 2024 ein operativer Verlust von rund einer Milliarde Euro auf. Hohe Energiekosten und ein globales Überangebot an Basischemikalien setzen den Standort unter massiven Druck. Helmut Winterling, Leiter der Europäischen Verbundstandorte, bezeichnete den Verkauf als schwierig, aber notwendig.

Die Reaktion fiel entsprechend harsch aus. Die Gewerkschaft IGBCE kritisierte den Schritt als nicht nachvollziehbar, da in den Objekten viele aktive und ehemalige Mitarbeiter leben. Die Stadt Ludwigshafen prüft nun über ihre Wohnungsbaugesellschaft GAG, ob eine Übernahme der 3.300 Mietwohnungen machbar ist, um die Mieter vor Spekulationen zu schützen.

Gemischte Signale aus der Bilanz

Die Nervosität der Anleger spiegelt sich im Kurs wider: Auf Wochensicht verlor das Papier 3,44 Prozent und notiert aktuell bei rund 49 Euro. Diese Zurückhaltung dürfte auch den vorläufigen Zahlen geschuldet sein, die ein differenziertes Bild zeichnen.

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Zwar konnte BASF beim Nettoergebnis positiv überraschen – hier werden 1,6 Milliarden Euro erwartet, deutlich über den prognostizierten 1,2 Milliarden Euro. Grund hierfür sind jedoch Sondereffekte aus der Beteiligung an Wintershall Dea. Das operative Tagesgeschäft (EBIT) hingegen enttäuschte mit voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro und verfehlte den Analystenkonsens von 2,2 Milliarden Euro klar. Ursächlich hierfür sind laut Konzernangaben erheblich gestiegene Restrukturierungsaufwendungen.

Trotz der Sparmaßnahmen hält das Management am laufenden Aktienrückkaufprogramm fest. Allein in der vergangenen Woche kaufte das Unternehmen über 1,2 Millionen eigene Anteile zurück. Das Gesamtvolumen des bis 2026 laufenden Programms beläuft sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Blick auf den Freitag

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun voll auf die Jahrespressekonferenz am 27. Februar. Investoren erwarten von Vorstandschef Markus Kamieth nicht nur die Bestätigung der vorläufigen Zahlen, sondern vor allem konkrete Aussagen zur Strategie für 2026. Entscheidend wird sein, ob der Konzern glaubhaft darlegen kann, wie die hohen Restrukturierungskosten künftig in operative Gewinne umgemünzt werden sollen und ob der Verkauf der Wohnungen ausreicht, um den Standort Ludwigshafen zu stabilisieren.

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