BASF Aktie: EU genehmigt Carlyle-Deal für Coatings
06.06.2026 - 21:04:41 | boerse-global.de
Der Verkauf der Coatings-Sparte hat grünes Licht erhalten, das milliardenschwere Rückkaufprogramm nähert sich dem Ende seiner ersten Tranche — BASF startet mit konkreten Kurstreibern in die neue Woche.
EU genehmigt Carlyle-Deal
Die Europäische Kommission hat den Verkauf der Coatings-Sparte an den Finanzinvestor Carlyle freigegeben. Die Genehmigung erfolgte unter Auflagen, stützt aber den Zeitplan der Desinvestition. Analysten werten den Schritt positiv: Die Transaktion schafft Liquidität, die BASF für den Umbau des Stammwerks Ludwigshafen und die Kapitalrückführung an Aktionäre einsetzen kann.
Mit dem Verkauf reduziert der Konzern gezielt die Komplexität seines Portfolios — ein Kurs, den das Management seit Monaten verfolgt.
Rückkaufprogramm im Endspurt
Parallel läuft die erste Tranche des im November 2025 gestarteten Aktienrückkaufprogramms auf die Zielgerade. Bis Ende Juni 2026 sollen eigene Anteile im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro erworben sein. Bis Ende Mai hatte BASF bereits rund 27 Millionen Aktien zurückgekauft und eingezogen.
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Das Gesamtprogramm umfasst bis Ende 2028 ein Volumen von bis zu vier Milliarden Euro. Marktteilnehmer erwarten daher in der zweiten Jahreshälfte Details zu einer Anschlusstranche — das dürfte die Kursdiskussion prägen.
Charttechnik und Analystensicht
Mit einem Schlusskurs von 50,55 Euro notiert die Aktie rund 3,5 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 52,41 Euro, der kurzfristig als Widerstand wirkt. Nach unten bietet die 50-Euro-Marke erste Unterstützung, der 200-Tage-Durchschnitt bei 46,82 Euro eine deutlich kräftigere. Der RSI liegt bei 42,4 — neutral, ohne Extremsignal.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 13 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar rund 20 Prozent.
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Der Analystenkonsens sieht das Kursziel bei rund 53,75 Euro. Die Bandbreite ist bemerkenswert weit: Die Deutsche Bank nennt 60,00 Euro, JPMorgan bleibt mit 40,00 Euro deutlich skeptischer. Die Differenz spiegelt die ungelöste Frage wider, wie schnell die globale Chemienachfrage anzieht.
Einen konkreten Termin gibt es bereits für Montag, den 8. Juni: BASF lädt zu einem virtuellen Deep Dive zum neuen Verbundstandort Zhanjiang ein. Neue operative Details zum China-Geschäft könnten die Stimmung kurzfristig beeinflussen.
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