BASF Aktie: Erwartungen übertroffen
30.04.2026 - 17:46:38 | boerse-global.deDer weltgrößte Chemiekonzern lieferte zum Jahresauftakt ein gemischtes Bild — und wurde von den Märkten dennoch abgestraft. Das bereinigte EBITDA von 2,36 Milliarden Euro fiel zwar um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, lag aber deutlich über dem Analystenkonsens von 2,19 Milliarden Euro. Der Aktienkurs gab trotzdem nach und notierte zeitweise rund 0,8 Prozent tiefer bei 53,63 Euro.
Der Grund für die verhaltene Marktreaktion liegt auf der Hand: Hinter dem positiven Überraschungsmoment steckt kein nachhaltiger Rückenwind, sondern vor allem Krisenlogik. Ab März zogen die Bestellvolumina spürbar an — nicht wegen besserer Konjunktur, sondern weil Kunden angesichts der Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs Lieferengpässe fürchteten und vorsorglich Bestände aufstockten. Dazu kam ein höherer Absatz in China. Beides sind Sondereffekte, keine strukturelle Erholung.
Währungen fressen Gewinne auf
Umsatzseitig schrumpften die Einnahmen um drei Prozent auf 16,02 Milliarden Euro — trotz gestiegener Absatzmengen in fast allen Sparten. Verantwortlich dafür waren vor allem schwächere Verkaufspreise sowie Währungsgegenwind aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi. Finanzvorstand Dirk Elvermann rechnete vor, dass das operative Ergebnis ohne diese Währungsbelastungen von mehr als 100 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gelegen hätte.
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Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um rund 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. Allerdings profitierte BASF dabei von einer Staatszahlung aus Garantien für frühere Russland-Aktivitäten der Tochter Wintershall DEA in Höhe von 800 Millionen Euro sowie vom Teilverkauf der Beteiligung am britischen Ölkonzern Harbour Energy. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,32 Euro — nach 1,57 Euro im Vorjahr.
Ludwigshafen im Umbau, Prognose stabil
Auf der Hauptversammlung in Mannheim bekräftigte Vorstandschef Markus Kamieth das Bekenntnis zum Stammwerk Ludwigshafen. Mindestens 1,5 Milliarden Euro fließen jährlich in Erhalt und neue Anlagen am größten BASF-Standort weltweit. Gleichzeitig fallen weitere Stellen weg: Seit Anfang 2024 sind rund 2.800 Arbeitsplätze in Ludwigshafen gestrichen worden, der Konzern beschäftigt weltweit noch 106.428 Mitarbeiter — etwa 5.000 weniger als ein Jahr zuvor.
Kamieth stellte klar, dass Anlageschließungen in Deutschland nichts mit dem milliardenschweren Aufbau des neuen Verbundstandorts im südchinesischen Zhanjiang zu tun hätten. Produktion wandere nicht nach Asien ab. Der neue Standort, in den 8,7 Milliarden Euro investiert wurden, dürfte im ersten Betriebsjahr noch einen leicht negativen Ergebnisbeitrag liefern.
Die Jahresprognose blieb unverändert: Das bereinigte EBITDA soll 2026 zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen, der freie Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro. CEO Kamieth warnte allerdings offen vor anhaltend hoher Inflation als Folge des Iran-Kriegs — und dämpfte Erwartungen auf eine schnelle Entspannung. Der Konzern rechnet damit, dass die Folgewirkungen des Konflikts noch über 2026 hinaus spürbar bleiben werden.
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