BASF Aktie: Emissionshandel als Kurstreiber
27.02.2026 - 01:12:16 | boerse-global.deDie Chemiebranche atmet auf. Während Zementhersteller wie Heidelberg Materials am Donnerstag unter massiven Verkaufsdruck gerieten, gehörte BASF mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 49,76 Euro zu den Top-Performern im DAX. Der Grund: Italiens Vorstoß zur Aussetzung des EU-Emissionshandels könnte eine spürbare Kostenentlastung bringen.
Italien fordert ETS-Pause
Der italienische Industrieminister Adolfo Urso machte in Brüssel Druck. Das EU-Emissionshandelssystem stelle "in seiner jetzigen Form eine zusätzliche Belastung für europäische Unternehmen dar, die ihre Kosten erhöht und ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränkt". Rom fordert konkret eine Aussetzung des Systems, solange keine umfassende Reform erfolgt ist. Zudem soll die Abschaffung kostenloser Emissionszertifikate verschoben werden.
Für energieintensive Chemieproduzenten wie BASF ist das eine potenzielle Atempause. Die hohen Emissionsabgaben belasten die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Konkurrenten massiv. Eine Lockerung würde die Kostenstruktur deutlich verbessern.
Gewinner und Verlierer klar verteilt
Die Marktreaktion fiel eindeutig aus. Neben BASF legten auch LANXESS und Wacker Chemie im MDAX deutlich zu. Auf der Verliererseite standen die Zementwerte: Heidelberg Materials brachen um 5,13 Prozent auf 189,65 Euro ein, Holcim verloren in der Schweiz 4,87 Prozent auf 71,10 Franken.
Der Grund für die gegensätzliche Entwicklung liegt auf der Hand. Heidelberg Materials hatte massiv in emissionsarme Produktion investiert und galt als Vorreiter beim Klimaschutz. Diese Investitionen könnten sich bei einer Aufweichung der Klimapolitik vorerst weniger rechnen. Gleichzeitig würde der Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten schwinden, die weniger in grüne Technologien gesteckt haben.
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Debatte nimmt Fahrt auf
Die Diskussion um den Emissionshandel ist nicht neu. Bereits Anfang Februar sorgten Spekulationen über eine Aufweichung der Klimapolitik für ähnliche Kursbewegungen – Zement unter Druck, Chemie gefragt. Mitte Februar stand das Thema beim Gipfeltreffen der energieintensiven Industrien in Antwerpen erneut im Fokus.
Für BASF könnte sich die Gemengelage durchaus verbessern. Sollte die EU tatsächlich Zugeständnisse machen, würde das die operative Marge spürbar stützen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Italien mit seiner Forderung in Brüssel durchdringt – oder ob es bei politischen Lippenbekenntnissen bleibt.
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