BASF Aktie: China-Rendite verzögert sich
23.03.2026 - 16:00:31 | boerse-global.deDas neue Werk in Zhanjiang wird kein schneller Gewinnbringer. BASF-Chef Markus Kamieth gibt offen zu, dass die Profitabilität des 8,7 Milliarden Euro teuren Prestigeprojekts in den ersten Jahren deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben wird.
Der Grund ist denkbar ungünstig: Der chinesische Chemikalienbmarkt leidet derzeit unter Überkapazitäten, die Preise und Margen befinden sich auf historisch niedrigem Niveau. Ausgerechnet in diesem Umfeld eröffnet BASF am kommenden Donnerstag seinen größten Einzelstandort der Unternehmensgeschichte.
Strategische Wette auf den Weltmarkt
Kamieth verteidigt das Engagement dennoch entschieden. Sein Argument: Wer sich aus China zurückzieht, verlässt die Hälfte des globalen Chemiemarkts. Das sei das eigentlich riskante Szenario — nicht die Investition selbst. Auch die geopolitischen Spannungen rund um Taiwan ändern daran aus seiner Sicht nichts.
Und die Lage wird nicht einfacher. Die Blockade der Straße von Hormus infolge des Irankriegs könnte Lieferketten belasten. Kamieth sieht hier aktuell aber noch keine unmittelbaren Engpässe für Rohstoffe oder den Produktvertrieb.
Wichtig für die Investoren: Das Zhanjiang-Werk ist kein Ersatz für die zuletzt in Ludwigshafen stillgelegten Anlagen. Der Konzernchef betont ausdrücklich, dass der Heimatstandort weiterhin das meiste Kapital bindet — und das auch künftig so bleibt.
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Kurs und Rückkaufprogramm
An der Börse hält sich die Aktie trotz der nüchternen Renditeaussichten solide. Im Verlauf des heutigen Handelstages legte der Titel auf Xetra zeitweise um rund 1,3 Prozent auf 46,59 Euro zu — der Markt scheint die ehrliche Kommunikation der Unternehmensführung zu honorieren.
Parallel läuft seit November 2025 ein Aktienrückkaufprogramm. In der Woche vom 16. bis 20. März erwarb BASF insgesamt 15.000 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von rund 48,35 Euro. Seit Programmstart wurden damit knapp 18,5 Millionen Aktien zurückgekauft — ein kontinuierliches Signal in Richtung Aktionäre.
Die verzögerte Rentabilität des China-Standorts ist kein Geheimnis mehr. Entscheidend wird sein, wie schnell sich der überversorgte chinesische Markt normalisiert — und ob BASF bis dahin die Geduld seiner Investoren nicht überstrapaziert.
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