Barry, Callebaut

Barry Callebaut Aktie: Kakaoprodukte minus 14,3 Prozent

22.04.2026 - 04:04:35 | boerse-global.de

Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut senkt seine Gewinnprognose deutlich, da sinkende Kakaopreise nicht zu einer Nachfragebelebung führen. Die Aktie verliert stark an Wert.

Barry Callebaut Aktie: Kakaoprodukte minus 14,3 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Barry Callebaut Aktie: Kakaoprodukte minus 14,3 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Sinkende Rohstoffpreise gelten in der Schokoladenindustrie meist als Kurstreiber. Bei Barry Callebaut bewirkt der Preissturz an den Kakaomärkten derzeit das Gegenteil: Er macht die rissige Nachfragefassade des Weltmarktführers sichtbar. Während die Notierungen für Kakao von Rekordhohen um 12.000 US-Dollar auf zuletzt rund 3.500 US-Dollar pro Tonne einbrachen, blieb die erhoffte Erholung beim Absatz aus.

Die Enttäuschung am Markt ist messbar. Innerhalb einer Woche verlor die Aktie rund 16 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 1.165 Euro. Damit hat sich das Papier weit von seinem 50-Tage-Durchschnitt entfernt, da Investoren auf die drastisch gesenkten Ertragserwartungen reagieren.

Nachfrageschwund trotz billigerem Kakao

Hintergrund der Kursverluste ist eine Korrektur der operativen Ziele. Hatte das Management zuvor noch mit Zuwächsen beim Gewinn gerechnet, wird für das im August endende Geschäftsjahr nun ein Minus im mittleren zweistelligen Prozentbereich beim wiederkehrenden operativen Ergebnis erwartet. Die Analystenhäuser reagierten prompt mit Kurszielreduzierungen.

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Besonders die Volumenentwicklung bereitet Sorgen. Im ersten Geschäftshalbjahr sank der Absatz um 6,9 Prozent auf rund 1,01 Millionen Tonnen. Im spezifischen Segment der Kakaoprodukte betrug der Rückgang sogar 14,3 Prozent. Indes schwächelt nicht nur der europäische Kernmarkt, auch in Nordamerika greifen Kunden seltener zu.

Strategiewechsel auf Kosten der Marge

Um den Abwärtstrend zu stoppen, ordnet das Management die Prioritäten neu. Unter dem Schlagwort „Volume-First“ rückt die Wiederbelebung der Absatzmengen in das Zentrum der Strategie. Der bisherige Fokus auf den Margenschutz wird zugunsten der Marktsicherung gelockert, was den kurzfristigen Druck auf die Profitabilität erhöht.

Ein Lichtblick zeigt sich in der Bilanz. Die Nettoverschuldung sank auf rund 3,6 Milliarden CHF. Dies gelang vor allem durch die niedrigere Kapitalbindung, da für die Lagerhaltung des nun günstigeren Kakaos deutlich weniger liquide Mittel reserviert werden müssen.

Für die kommenden Monate verschiebt sich das Augenmerk auf die Umsetzung der angekündigten Effizienzprogramme. Im Mai 2026 steht die Rückzahlung einer fälligen Anleihe an, für die das Unternehmen bereits im Vorfeld Liquidität gesichert hat. Ob die neue Volumenstrategie greift, werden die Zahlen zum dritten Quartal zeigen.

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