Barrick Mining Aktie: Nevada-Streit eskaliert
07.04.2026 - 20:29:33 | boerse-global.deDie ehrgeizigen Restrukturierungspläne von Barrick Mining geraten ernsthaft in Gefahr. Ein handfester Rechtsstreit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont um den Minenkomplex in Nevada blockiert derzeit die Vorbereitungen für einen milliardenschweren Börsengang. Während das Management an den Spin-off-Plänen festhält, verlagert sich der Konflikt nun in die Gerichtssäle.
Vorwürfe der Ressourcenverschiebung
Im Kern der Auseinandersetzung steht der Nevada Gold Mines (NGM) Komplex. Newmont wirft Barrick vor, heimlich Ausrüstung und Personal aus dem gemeinsamen Joint Venture abgezogen zu haben. Diese Ressourcen sollen genutzt worden sein, um das vollständig im Barrick-Besitz befindliche Fourmile-Projekt beschleunigt voranzutreiben.
Nachdem eine obligatorische 30-tägige Schlichtungsphase im März ohne Ergebnis verstrichen ist, hat Newmont formelle rechtliche Schritte eingeleitet. Das Unternehmen pocht auf ein vertragliches Vorkaufsrecht bei strategischen Veränderungen und sieht das Joint-Venture-Abkommen von 2019 durch die mutmaßlichen Verschiebungen verletzt.
Börsengang auf der Kippe
Die juristische Auseinandersetzung trifft den Goldproduzenten an einer empfindlichen Stelle. Laut Schätzungen von RBC Capital Markets macht NGM rund 60 Prozent der gesamten Marktbewertung von Barrick aus. Genau diese nordamerikanischen Anlagen sollten zusammen mit Minen in der Dominikanischen Republik Ende 2026 in ein neues Unternehmen ausgegliedert und zu 10 bis 15 Prozent an die Börse gebracht werden.
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Newmont vertritt die Auffassung, dass ein solches Listing der eigenen Zustimmung bedarf, und hat bereits Interesse an einer Übernahme der Nevada-Assets signalisiert. Obwohl Barrick die Vorbereitungen mit Beratern wie Goldman Sachs weiterführt, liegt der strategische Fahrplan für die Abspaltung aktuell auf Eis.
Steigende Kosten belasten zusätzlich
Abseits der Gerichtssäle kämpft das Unternehmen mit operativen Gegenwinden. Die Produktion ist rückläufig und dürfte auch im laufenden Jahr weiter sinken. Gleichzeitig steigen die prognostizierten nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) für 2026 deutlich auf eine Spanne von 1.760 bis 1.950 US-Dollar pro Unze.
Diese Gemengelage spiegelt sich in der jüngsten Kursentwicklung wider: In den vergangenen 30 Tagen gab das Papier um rund 9,6 Prozent nach und notiert aktuell bei 56,30 Kanadischen Dollar. Die Analysten von Raymond James reagierten auf das Umfeld und senkten ihr Kursziel leicht von 62 auf 61 US-Dollar, behielten aber ihre "Outperform"-Bewertung bei.
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Der weitere Zeitplan hängt nun maßgeblich von der Justiz ab. Im Mai beginnen die ersten vorläufigen Anhörungen vor den Gerichten in Nevada. Diese Termine werden darüber entscheiden, ob Barrick die Abspaltung der nordamerikanischen Anlagen wie geplant umsetzen kann oder ob der Widerstand von Newmont eine komplette Neuausrichtung der Unternehmensstrategie erzwingt.
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