Barrick, Aktie

Barrick Aktie: Gegenwind

05.03.2026 - 01:09:04 | boerse-global.de

Trotz beeindruckender Cashflow-Ergebnisse und einer deutlichen Dividendensteigerung gerät die Barrick-Aktie durch eine niedrigere Produktionsprognose und fallende Edelmetallpreise unter Druck.

Barrick Aktie: Gegenwind - Foto: über boerse-global.de
Barrick Aktie: Gegenwind - Foto: über boerse-global.de

Barrick liefert starke Zahlen und erhöht die Dividende deutlich – trotzdem gerät die Aktie unter Druck. Der Grund liegt weniger im Rückspiegel als im Blick nach vorn: Eine vorsichtigere Produktionsprognose trifft auf fallende Edelmetallpreise. Was wie ein Widerspruch wirkt, folgt an der Börse oft einer klaren Logik.

Starke Bilanz, aber skeptischer Ausblick

Operativ war das vierte Quartal 2025 ein Ausrufezeichen. Barrick meldete 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer, dazu 6,00 Mrd. US-Dollar Umsatz. Beim Cashflow wurde es ebenfalls kräftig: 2,73 Mrd. US-Dollar operativer Cashflow und 1,62 Mrd. US-Dollar Free Cashflow. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,43 US-Dollar (bereinigt: 1,04 US-Dollar), letzterer Wert stieg gegenüber Q3 um 79%.

Auch das Gesamtjahr 2025 fiel stark aus: 16,96 Mrd. US-Dollar Umsatz, 7,69 Mrd. US-Dollar operativer Cashflow und 3,87 Mrd. US-Dollar Free Cashflow. Im Vergleich zu 2024 legten diese Kennzahlen laut Unternehmen um 31%, 71% und 194% zu.

Trotzdem schaut der Markt nach vorne – und dort setzt Barrick einen Dämpfer. Für 2026 erwartet das Unternehmen eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen. 2025 waren es 3,26 Mio. Unzen. Dazu kommt die Kostenseite: Die All-in Sustaining Costs (AISC) für 2026 werden mit 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze angegeben (unter einer Goldpreis-Annahme von 4.500 US-Dollar). Eine niedrigere Produktionsspanne kann die Fantasie für kurzfristiges Mengenwachstum bremsen – selbst dann, wenn der Cashflow zuletzt überzeugt hat.

Edelmetalle drehen – und ziehen den Sektor mit

Zusätzlicher Gegenwind kam aus dem Rohstoffmarkt. Im Quelltext wird beschrieben, dass Gold und Silber nach einem Spike im Zuge geopolitischer Eskalation (US- und israelische Angriffe auf Iran) wieder drehten. Parallel gewann der US-Dollar als sicherer Hafen an Stärke. Ein fester Dollar wirkt typischerweise wie ein Deckel auf Edelmetallpreise – weil Gold und Silber in Dollar gerechnet für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer werden.

Für Minenwerte ist das mehr als nur „Marktstimmung“: Sinkende Metallpreise drücken direkt auf die erwarteten Margen. In diesem Umfeld kann selbst ein gutes Quartal nicht verhindern, dass Anleger das Risiko für 2026 neu bewerten.

Ein kleiner Blick auf die Technik unterstreicht die Nervosität: Der RSI (14 Tage) liegt bei 28,4 und signalisiert damit eine stark abgekühlte kurzfristige Dynamik.

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Dividende rauf, IPO-Pläne als Strategiewechsel

Positiv stach vor allem die Ausschüttungspolitik hervor. Barrick stellte ein neues Dividendenmodell vor: Ziel sind insgesamt 50% des zurechenbaren Free Cashflows als Ausschüttung. Die Basisdividende steigt quartalsweise um 40% auf 0,175 US-Dollar je Aktie, dazu kann ein performanceabhängiger Aufschlag zum Jahresende kommen. Für das Quartal wurde eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie genannt – 140% mehr als im dritten Quartal. Außerdem werden Aktienrückkäufe für 2025 in Höhe von 1,50 Mrd. US-Dollar ausgewiesen.

Strategisch wichtig: Der Vorstand will die Vorbereitungen für einen Börsengang (IPO) der nordamerikanischen Gold-Assets vorantreiben. In eine neue Einheit („NewCo“) sollen unter anderem die Joint-Venture-Anteile an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie die Fourmile-Entdeckung in Nevada eingebracht werden. Barrick will nach dem IPO eine signifikante Kontrollmehrheit behalten.

Fourmile selbst wird im Update als langfristiger Wachstumstreiber herausgestellt: Die ausgewiesene Ressource wurde laut Unternehmen zum zweiten Mal in Folge verdoppelt. Für 2026 sind zudem höhere Bohrinvestitionen von 150 bis 160 Mio. US-Dollar geplant (nach 91 Mio. US-Dollar in 2025).

Im Kern prallen damit zwei Kräfte aufeinander: kurzfristig schwächere Produktionssignale und rohstoffseitiger Gegenwind – gegen strukturelle Stärke beim Cashflow, eine deutlich aktionärsfreundlichere Dividendenlogik und eine strategische Neuordnung über den geplanten Nordamerika-IPO.

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