Barmer-Report: Endometriose-Diagnosen haben sich verdoppelt
04.03.2026 - 14:56:02 | boerse-global.deDie Zahl der Frauen mit Endometriose-Diagnose hat sich in Deutschland seit 2005 mehr als verdoppelt. Das zeigt der aktuelle Arztreport der Barmer Krankenkasse. Demnach stieg die Zahl der Betroffenen von rund 230.000 auf etwa 510.000 im Jahr 2024.
Experten führen den drastischen Anstieg aber nicht auf mehr Erkrankungen zurück. Stattdessen ist das Bewusstsein für die chronische Krankheit gewachsen – bei Patientinnen und Ärzten. „Der Anstieg der Diagnosen deutet darauf hin, dass das Leiden der Betroffenen ernster genommen wird“, sagt Barmer-Chef Christoph Straub. Für viele Frauen bedeute eine frühere Diagnose das Ende einer langen Leidenszeit.
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Diagnosen kommen heute viel früher
Ein entscheidender Trend: Frauen erhalten die Diagnose heute deutlich jünger. Das Durchschnittsalter sank zwischen 2015 und 2024 um fast vier Jahre auf 37,4 Jahre. Die häufigste Altersgruppe für eine Erstdiagnose sind nun die 25- bis 29-Jährigen – früher waren es die 40- bis 44-Jährigen.
Das ist ein großer Fortschritt. Eine frühe Diagnose kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Experten schätzen, dass mittlerweile über fünf Prozent der Frauen bis zum 30. Lebensjahr die Diagnose Endometriose erhalten.
Warum ist die Krankheit so belastend?
Bei Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Diese Herde können sich an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell ansiedeln und verursachen bei jedem Zyklus Entzündungen und starke Schmerzen.
Die Symptome sind vielfältig: extrem starke Regelschmerzen, chronische Unterleibs- und Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Sex. Endometriose ist auch eine der häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch. Betroffene leiden zudem häufiger an Migräne, Muskel-Skelett-Problemen, Depressionen und Ängsten.
Trotz der weiten Verbreitung – bis zu 15 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen – dauert es oft bis zu zehn Jahre bis zur richtigen Diagnose.
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Eine Volkskrankheit tritt aus dem Schatten
Der Anstieg der Diagnosen ist ein klares Signal: Endometriose tritt aus der Tabuzone. Bereits frühere Studien zeigten einen starken Zuwachs. Die Barmer-Daten bestätigen diesen Trend nun eindrücklich.
Doch die Herausforderung bleibt groß. Viele Frauen nehmen ihre Beschwerden nicht als Krankheit wahr oder werden nicht ernst genommen. Starke Regelschmerzen gelten fälschlicherweise noch immer oft als normal. Die Sensibilisierung muss weitergehen, um die Leidenszeit zu verkürzen.
Forschung sucht nach neuen Therapien
Die Ursachen der Endometriose sind bis heute nicht vollständig geklärt. Seit September 2024 fördert das Bundesforschungsministerium deshalb fünf interdisziplinäre Forschungsverbünde in Deutschland.
Ihr Ziel: die molekularen Mechanismen der Krankheit entschlüsseln und personalisierte Therapien entwickeln. Die Forschung konzentriert sich auch auf nicht-invasive Diagnosemethoden und untersucht den Einfluss von Faktoren wie Ernährung. Die Hoffnung ist, dass betroffene Frauen künftig nicht nur schneller eine Diagnose, sondern auch wirksamere Behandlungen erhalten.
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