Banken und Behörden warnen vor neuen Betrugsmethoden
16.01.2026 - 08:27:11Bankkunden stehen unter Beschuss: Kriminelle nutzen WhatsApp und persönliche Daten für immer raffiniertere Betrugsangriffe. Innerhalb der letzten 72 Stunden haben Finanzinstitute und Strafverfolgungsbehörden weltweit neue Warnungen vor ausgeklügelten Online-Banking-Betrügereien herausgegeben. Die Täter setzen zunehmend auf persönliche Kommunikationskanäle und Social Engineering, um das Vertrauen ihrer Opfer zu missbrauchen.
„Bankermittler“-Betrug: Der perfide Anruf mit Vorwissen
Ein besonders tückischer Trend sind sogenannte Impersonation Scams, bei denen sich Kriminelle als Mitarbeiter von Banken, Kreditbüros oder sogar der Polizei ausgeben. Wie die Polizei in Guelph, Kanada, am 14. Januar warnte, geben sich die Betrüger in automatisierten Anrufen als „Bankermittler“ aus. Sie nennen oft korrekte persönliche Daten des Opfers – wie Name, Adresse oder erste Kartenziffern –, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.
Anschließend behaupten sie, betrügerische Aktivitäten auf dem Konto entdeckt zu haben, und fordern Fernzugriff auf den Computer des Kunden, um „zu ermitteln“. Dabei manipulieren sie sogar den Bildschirm, um gefälschte Transaktionen anzuzeigen. Das Ziel: Das Opfer dazu zu bringen, Geld auf ein angebliches „Sicherheitskonto“ zu überweisen. Banken wie die HSBC UK betonen: Eine seriöse Bank oder die Polizei wird niemals auffordern, Geld aus Sicherheitsgründen zu verschieben.
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Malware-Angriff via WhatsApp: Astaroth kehrt zurück
Parallel entwickeln Cyberkriminelle ihre Methoden zur Verbreitung von Schadsoftware weiter. Ein aktueller Bericht vom 15. Januar dokumentiert die Rückkehr der Banking-Trojaner-Software „Astaroth“. Neu ist der Verbreitungsweg: Die Malware wird nun über den vertrauenswürdigen Messenger WhatsApp verbreitet, vor allem in Brasilien.
Diese Taktik umgeht traditionelle Sicherheitsfilter, die oft auf E-Mails oder Websites fokussiert sind. Die Botschaft für Nutzer ist klar: Vorsicht ist auch bei unerwarteten Links oder Dateien von bekannten Kontakten geboten. Die Malware zielt speziell auf Online-Banking-Sitzungen ab und unterstreicht die direkte Verbindung zwischen Infektion und finanziellen Verlusten.
Die Gegenwehr: KI, Regulierung und Aufklärung
Die Finanzbranche reagiert mit massiven Investitionen in Sicherheitstechnologien. Institute setzen zunehmend auf KI-gestützte Erkennungssysteme und einheitliche Sicherheitsplattformen, um Bedrohungen schneller zu identifizieren. Gleichzeitig verschärft sich der regulatorische Rahmen.
In Kanada treten 2026 neue Bundesvorschriften in Kraft, die insbesondere Senioren besser schützen sollen. Sie schreiben strengere Identitätsprüfungen und bessere Betrugserkennung vor. Auf internationaler Ebene erarbeitete eine G7-Expertengruppe am 13. Januar eine „Roadmap“, um das Finanzsystem langfristig auch gegen die Bedrohung durch Quantencomputer zu wappnen.
Die menschliche Schwachstelle bleibt zentral
Die aktuellen Warnungen sind Teil eines größeren Trends. Bereits zu Jahresbeginn 2026 wurde berichtet, wie Kriminelle KI-generierte Deepfakes und täuschend echte Phishing-Angriffe einsetzen. Der Mensch bleibt die größte Schwachstelle. Zudem schaffen schnelle Bezahldienste wie Zelle oder Venmo neue Betrugsmöglichkeiten, da Überweisungen dort oft irreversibel sind.
Experten raten Verbrauchern eindringlich zum „Stop, Challenge, Protect“-Prinzip: Bei dringenden finanziellen Aufforderungen innehalten, die Kommunikation kritisch hinterfragen und im Zweifel die Bank über einen offiziellen, bekannten Kanal kontaktieren. In dem technologischen Wettrüsten sind aufgeklärte Nutzer die wichtigste Verteidigungslinie.
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