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Banca MPS Aktie: Bitterer Machtkampf

12.04.2026 - 12:38:00 | boerse-global.de

Bei der Hauptversammlung der Banca Monte dei Paschi di Siena entscheiden die Aktionäre über die künftige Führung. Der Ausgang des Duells zwischen Amtsinhaber Lovaglio und Herausforderer Palermo ist ungewiss.

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Bei der Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) steht am 15. April eine entscheidende Weichenstellung an. Der amtierende CEO Luigi Lovaglio kämpft gegen den vom Verwaltungsrat favorisierten Herausforderer Fabrizio Palermo um die Führung des italienischen Traditionshauses. Ein neues Wahlrecht und uneinige Großaktionäre könnten bei der anstehenden Hauptversammlung für ein unvorhersehbares Ergebnis sorgen.

Frontenbildung im Aktionariat

Die Liste der Unterstützer ist gespalten. Während Schwergewichte wie BlackRock und Vanguard sowie die Familien Caltagirone und Benetton offenbar Fabrizio Palermo favorisieren, erhält Amtsinhaber Lovaglio Rückendeckung vom US-Pensionsfonds Calstrs. Spannend bleibt die Haltung von Banco BPM. Mit einem Anteil von 3,7 Prozent will sich das Institut erst im letzten Moment entscheiden, ob es den Vorschlag des Boards unterstützt oder sich enthält. Das italienische Finanzministerium hält sich derweil offiziell neutral und hat seine Anteile für die Abstimmung nicht hinterlegt.

Gegenwind von der EZB

Die einflussreichen Stimmrechtsberater Glass Lewis und ISS empfehlen den Aktionären trotz einiger Kritikpunkte die Wahl Palermos. Sie setzen auf Kontinuität im Board und dessen Erfahrung bei komplexen Transaktionen. Allerdings gibt es auch warnende Stimmen: Die Europäische Zentralbank (EZB) soll Berichten zufolge Bedenken hinsichtlich der mangelnden Bankerfahrung von Palermo geäußert haben. Zudem werfen laufende Untersuchungen aus Lovaglios Amtszeit Schatten auf die Governance des Instituts, was die Entscheidung für viele Investoren verkompliziert.

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Neues Wahlrecht als Joker

Ein entscheidender Faktor für den Ausgang könnte das neue italienische Kapitalmarktgesetz sein. Dieses führt eine zweite Abstimmungsrunde über einzelne Kandidaten ein. Dieser Mechanismus birgt das Potenzial für unerwartete Ergebnisse, selbst wenn die offizielle Liste des Verwaltungsrats zunächst eine Mehrheit findet.

Anleger reagierten zuletzt positiv auf die Dynamik rund um die Führungsebene; die Aktie legte auf Wochensicht um über neun Prozent zu und notierte zuletzt bei 8,08 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von über 80 gilt der Titel technisch jedoch als massiv überkauft, was die Volatilität im Vorfeld des Treffens erhöhen dürfte. Am Mittwoch, den 15. April, wird die Abstimmung der Aktionäre die künftige strategische Ausrichtung der Bank festlegen.

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