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Banca Monte dei Paschi di Siena Aktie: 30,6-Milliarden-Offerte

15.06.2026 - 20:39:40 | boerse-global.de

Intesa Sanpaolo legt ein 30,6-Milliarden-Angebot für die italienische Bank MPS vor. Die Regierung in Rom hält sich neutral und prüft die Konzepte der Bieter.

MPS-Aktie: Milliardenofferte von Intesa Sanpaolo entfacht Bieterkampf
Banca - Nahaufnahme einer Hand, die ein Smartphone mit einer Börsen-App vor verschwommener historischer Architektur Sienas hält. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Kampf um die traditionsreiche italienische Bank Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) spitzt sich zu. Intesa Sanpaolo, das größte Geldhaus des Landes, hat ein unaufgefordertes Übernahmeangebot vorgelegt – bewertet mit 30,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre reagieren: Die MPS-Aktie notiert am Montag bei 10,78 Euro, ein Plus von 0,63 Prozent. Auf Monatssicht beträgt der Gewinn 26,7 Prozent, seit Jahresbeginn stehen 15,3 Prozent zu Buche.

Schon vor Intesa war Banco BPM auf den Plan getreten. Die viertgrößte Bank Italiens hatte eine „Fusion unter Gleichen“ ins Spiel gebracht. Intesa-Chef wertete dies als bloße Liebeserklärung – sein Haus habe das einzige konkrete Angebot auf dem Tisch.

Intesa setzt auf Hybrid-Angebot

Das Angebot von Intesa kombiniert Aktien und Bargeld. Pro zehn MPS-Aktien erhalten Anleger 16 neue Intesa-Papiere plus einen Euro in bar. Das entspricht 10,09 Euro je MPS-Aktie – ein Aufschlag von 12,5 Prozent auf den Schlusskurs vom 5. Juni.

Um Kartellbedenken auszuräumen, hat Intesa bereits einen Käufer für rund 635 Filialen gefunden: den Versicherer Unipol. Sollte die Übernahme gelingen, entstünde nach Marktkapitalisierung die zweitgrößte Bank der Eurozone.

Rom hält sich bedeckt

Die italienische Regierung besitzt noch fünf Prozent an MPS. Der Staat war 2017 nach einer milliardenschweren Rettungsaktion eingestiegen. Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti kündigte Neutralität an – man werde prüfen, welcher Bieter das stärkste Konzept vorlege. Vizepremier Matteo Salvini plädierte für eine marktgetriebene Lösung ohne politische Einflussnahme.

Die MPS-Aktie notiert mit 19,6 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der 14-Tage-RSI liegt bei 77,7 – das Papier gilt damit technisch als überkauft. Die Anleger spekulieren auf eine weitere Eskalation des Bieterwettstreits.

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