Ball Corp., US05722G1004

Ball Corp.-Aktie (US05722G1004): Quartalszahlen, Devestition des Aerosolgeschäfts und Fokussierung auf Getränkedosen

28.05.2026 - 06:27:02 | ad-hoc-news.de

Ball Corp. aus den USA hat mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026 und der bereits abgeschlossenen Veräußerung des Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäfts an Sonoco seine Neuausrichtung als fokussierter Hersteller von Aluminium-Getränkedosen unterstrichen.

Ball Corp., US05722G1004
Ball Corp., US05722G1004

Ball Corp. aus den USA ist einer der weltweit größten Hersteller von Aluminiumverpackungen für Getränke und Lebensmittel und gehört mit seiner Aktie zum Kreis der an der New York Stock Exchange (NYSE) notierten Industrieunternehmen. Mit den jüngsten Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 und der bereits im Vorjahr vollzogenen Veräußerung des Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäfts an Sonoco rückt das Unternehmen seine Rolle als fokussierter Anbieter von Getränkedosen noch stärker in den Mittelpunkt. Laut dem am 02.05.2026 veröffentlichten Quartalsbericht erwirtschaftete Ball im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 3,6 Mrd. USD und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,78 USD, wie aus den Unterlagen auf der Investor-Relations-Seite hervorgeht, Stand 02.05.2026, Ball Corp. Investor Relations, Stand 02.05.2026.

Die Aktie von Ball Corp. ist an der NYSE unter dem Kürzel BALL in US-Dollar gelistet und zählt damit zum Marktumfeld der großen US-Industriewerte. Am 27.05.2026 notierte die Aktie laut Börsendaten der NYSE bei 66,40 USD, Stand 27.05.2026, NYSE, Stand 27.05.2026. Für deutsche Privatanleger ist die Aktie unter anderem auch an außerbörslichen Handelsplätzen wie Tradegate in Euro handelbar. In Deutschland lag der Kurs auf Tradegate am 27.05.2026 bei umgerechnet etwa 61,50 EUR, Stand 27.05.2026, basierend auf den dortigen Kursangaben.

Stand: 28.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktien-Coverage.

Auf einen Blick

  • Name: Ball Corp.
  • Sektor/Branche: Verpackungsindustrie, Metallverpackungen
  • Hauptsitz/Land: Westminster, USA
  • Kernmärkte: Nordamerika, Südamerika, Europa, Asien-Pazifik
  • Wesentliche Umsatztreiber: Aluminium-Getränkedosen für Softdrinks, Bier, Energiegetränke und andere Getränke, Lebensmittelverpackungen auf Metallbasis
  • Heimatbörse/Listing: New York Stock Exchange (BALL)
  • Handelswährung: USD

Ball Corp.: Geschäftsmodell

Ball Corp. hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren konsequent auf Metallverpackungen, insbesondere Aluminium-Getränkedosen, ausgerichtet. Historisch war der Konzern breiter aufgestellt, unter anderem mit einem Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäft sowie einem Bereich für Luft- und Raumfahrttechnik. Bereits 2024 hatte Ball das Raumfahrtgeschäft an BAE Systems veräußert, um sich stärker auf das Kerngeschäft mit Verpackungen zu konzentrieren. Mit dem Verkauf des Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäfts an Sonoco für rund 1,35 Mrd. USD, der laut Unternehmensangaben im Oktober 2025 abgeschlossen wurde, ist dieser strategische Umbau weiter vorangeschritten, wie aus einer Pressemitteilung von Ball vom 10.10.2025 hervorgeht, PR Newswire/Ball, Stand 10.10.2025.

Heute konzentriert sich Ball auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Aluminiumverpackungen für Getränke und Lebensmittel. Aluminiumdosen gelten als gut recycelbar und werden von vielen Getränkeherstellern als nachhaltigere Alternative zu Kunststoffverpackungen betrachtet. Ball produziert in mehreren Dutzend Werken weltweit, unter anderem in den USA, Brasilien, Mexiko, mehreren europäischen Ländern sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Der Konzern verfügt über langfristige Lieferbeziehungen zu großen Getränkekonzernen und setzt auf standardisierte wie auch individualisierte Dosenformate, um Markenartiklern eine differenzierte Produktgestaltung zu ermöglichen.

Die Unternehmensstrategie zielt dabei auf organisches Wachstum über höhere Absatzmengen, Produktinnovationen, eine stärkere Durchdringung wachsender Getränkekategorien und die Optimierung der Produktionsnetzwerke. Ball investiert dazu regelmäßig in neue Kapazitäten und Modernisierungen bestehender Werke. Energieeffizienz, die Senkung des CO2-Fußabdrucks und ein hoher Anteil recycelten Aluminiums stehen laut dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens im Fokus, Stand 2025, wie aus den veröffentlichten Unterlagen hervorgeht. Das Geschäftsmodell zeichnet sich insgesamt durch hohe Fixkosten, aber auch Skaleneffekte bei hoher Auslastung der Werke aus.

Wesentlich für das Geschäftsmodell von Ball ist zudem die enge Verknüpfung mit den großen Getränkeabfüllern. Viele Kunden arbeiten in mehrjährigen Lieferverträgen mit zugesicherten Abnahmemengen, was eine gewisse Planbarkeit der Auslastung ermöglicht. Gleichzeitig ist die Branche wettbewerbsintensiv, und Ball steht im globalen Markt vor allem im Wettbewerb mit Crown Holdings und Ardagh Metal Packaging. Preisverhandlungen, Rohstoffkosten und die Entwicklung der Endnachfrage bei Bier, Softdrinks und anderen Kategorien wirken direkt auf die Marge des Unternehmens.

Wesentliche Umsatz- und Produkttreiber von Ball Corp.

Ball gliedert seine fortgeführten Aktivitäten im Bereich Verpackungen im Wesentlichen nach Regionen und Schwerpunktprodukten. Der wichtigste Umsatztreiber sind Aluminium-Getränkedosen, die in Nordamerika, Südamerika, Europa sowie zunehmend in Asien-Pazifik nachgefragt werden. Im Geschäftsbericht 2025 werden für das Gesamtjahr 2025 Umsätze aus fortgeführten Verpackungsaktivitäten von rund 14 Mrd. USD ausgewiesen, wobei der Großteil auf Getränkedosen entfällt, wie aus den Finanzdaten von Ball, Stand 31.12.2025, hervorgeht, Ball Corp. Geschäftsbericht 2025, Stand 01.03.2026.

Regional betrachtet trägt der nordamerikanische Markt den größten Teil zum Umsatz bei. Dort profitiert Ball von einem hohen Pro-Kopf-Verbrauch an Getränkedosen, insbesondere bei Softdrinks, Bier und Energy-Drinks. In Südamerika, insbesondere in Brasilien, ist die Getränkedose ebenfalls fest etabliert, und Ball verfügt über mehrere Werke, die internationale Marken wie auch regionale Anbieter beliefern. Europa und der Raum EMEA sind ein weiterer wichtiger Pfeiler, wobei hier neben klassischen Getränkedosen auch Metallverpackungen für Lebensmittel und Haushaltsprodukte eine Rolle spielen.

Auf Produktebene entwickeln sich neben traditionellen Kategorien wie Bier und Softdrinks vor allem wachstumsstarke Segmente wie Energy-Drinks, Functional Drinks, Ready-to-drink-Kaffee und -Tee sowie Hard Seltzer dynamisch. Ball investiert in spezielle Dosenformate, etwa schlanke Longneck-Dosen oder besonders leichte Dosen, um die Nachfrage dieser Kategorien abzudecken. Innovationen bei Bedruckung, Veredelung und Individualisierung ermöglichen es den Kunden, Marketingkampagnen und Limited Editions effizient umzusetzen.

Ein weiterer Umsatztreiber ist die zunehmende Verlagerung von Glas- und Kunststoffverpackungen hin zu Aluminiumdosen, die als leichter und besser recycelbar gelten. Regulatorische Maßnahmen gegen Einwegkunststoffe in verschiedenen Regionen sowie Nachhaltigkeitsziele großer Getränkehersteller begünstigen diese Verschiebung. Ball positioniert sich als Partner dieser Transformation, indem das Unternehmen Recyclingquoten und den Einsatz von Rezyklat in den Vordergrund stellt. Dies ist auch ein Argument in Gesprächen mit institutionellen Investoren, die verstärkt auf ESG-Kriterien achten.

Nachdem das Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäft an Sonoco veräußert wurde, fällt dieser Umsatzbeitrag aus dem Konsolidierungskreis weg und wird in den Finanzberichten als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Gleichzeitig hat Ball Teile des Verkaufserlöses genutzt, um Schulden zu reduzieren und Spielraum für Investitionen in das Kerngeschäft zu schaffen. In den Zahlen zum ersten Quartal 2026 sind die fortgeführten Aktivitäten deshalb stärker auf das Getränkedosengeschäft fokussiert, was die Vergleichbarkeit mit früheren Perioden erschwert, aber das Profil des Unternehmens klarer macht.

Aktuelle Unternehmensmaßnahmen

In den letzten 90 Tagen standen bei Ball mehrere operative und finanzielle Maßnahmen im Fokus. Neben der Vorlage der Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 am 02.05.2026 hat das Management die Fortschritte bei der Integration der 2025 abgeschlossenen Transaktionen sowie bei laufenden Effizienzprogrammen hervorgehoben. Laut dem Earnings-Call-Transkript zu Q1 2026, Stand 02.05.2026, arbeitet Ball an der Optimierung seiner Produktionsstandorte in Nordamerika und Europa, um Überkapazitäten abzubauen und die Auslastung zu verbessern, was mittelfristig die operative Marge stützen soll, wie aus der Zusammenfassung der Telefonkonferenz hervorgeht.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäfts an Sonoco betont das Management, dass der strategische Fokus nun klar auf Getränkedosen und Metallverpackungen für Lebensmittel liegt. Der Verkauf hatte ein Volumen von rund 1,35 Mrd. USD und umfasste Standorte in Nordamerika, Europa, dem Vereinigten Königreich und Argentinien. Laut der Mitteilung von Ball und Sonoco zum Abschluss der Transaktion am 10.10.2025 wurde ein Großteil der Belegschaft an Sonoco überführt, während Ball die frei werdenden Mittel zum Abbau von Verbindlichkeiten und zur Stärkung der Bilanz eingesetzt hat, Sonoco, Stand 10.10.2025.

Darüber hinaus setzt Ball ein bereits zuvor beschlossenes Aktienrückkaufprogramm fort, das im Umfang von bis zu 1,0 Mrd. USD angelegt ist. In den ersten drei Monaten 2026 wurden laut Quartalsbericht Aktien im Volumen von rund 150 Mio. USD zurückgekauft, Stand 02.05.2026. Diese Maßnahme dient neben der Kapitalrückführung an die Aktionäre auch zur Kompensation aktienbasierter Vergütungsprogramme. Dividendenzahlungen werden beibehalten: Für das erste Quartal 2026 hat Ball eine Quartalsdividende von 0,20 USD je Aktie ausgeschüttet, zahlbar im März 2026, wie aus der entsprechenden Mitteilung vom 20.02.2026 hervorgeht.

Parallel dazu arbeitet Ball an der Reduzierung seiner Verschuldung. Nach dem Abschluss der Veräußerung des Aerosolgeschäfts und der im Vorjahr erzielten Erlöse aus dem Verkauf des Raumfahrtgeschäfts an BAE Systems hat das Unternehmen einen Teil der ausstehenden Anleihen getilgt und seine Nettoverschuldung gesenkt. Ziel ist es, das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA mittelfristig in eine Spanne zu führen, die dem Management mehr Flexibilität für Investitionen und mögliche kleinere Akquisitionen im Kerngeschäft gibt.

Was Banken und Researchhäuser zu Ball Corp. sagen

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag keine verifizierte Analystencoverage vor.

Weitere Nachrichten

Weitere Nachrichten und Entwicklungen zur Aktie lassen sich über die verlinkten Übersichtsseiten abrufen.

Mehr Nachrichten zu dieser AktieInvestor Relations

Stimmung und Reaktionen zu Ball Corp.

Die Reaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen und die strategische Fokussierung auf das Getränkedosengeschäft von Ball Corp. werden in sozialen Medien und Videoplattformen vielfältig diskutiert. Investoren, Analysten und Privatanleger kommentieren dort unter anderem die Bewertung der Aktie, die Auswirkungen der Veräußerungen auf die Bilanz und die Marktaussichten für Aluminiumverpackungen.

YouTubeXTikTokInstagram

Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Verpackungsindustrie steht weltweit vor erheblichen strukturellen Veränderungen, insbesondere im Bereich der Getränkeverpackungen. Regulatorische Initiativen in der Europäischen Union, aber auch in Nordamerika und anderen Regionen, zielen auf die Reduzierung von Einwegkunststoffen und die Steigerung der Recyclingquoten ab. Dies schafft für Hersteller von Aluminiumverpackungen Chancen, da Aluminium als Material nahezu vollständig recycelbar ist und sich ohne nennenswerten Qualitätsverlust wiederverwerten lässt. Ball positioniert sich in diesem Umfeld als Anbieter nachhaltiger Verpackungslösungen und verweist in seinen Nachhaltigkeitsberichten immer wieder auf die hohe Recyclingfähigkeit des Materials.

Gleichzeitig ist der Markt für Getränkedosen von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Neben Ball sind insbesondere Crown Holdings und Ardagh Metal Packaging wichtige Wettbewerber, die ebenfalls global tätig sind. Die Produktionskapazitäten der Branche wurden in den vergangenen Jahren ausgebaut, um dem steigenden Bedarf an Dosen für neue Getränkekategorien und wachsende Märkte gerecht zu werden. Dies führt in einzelnen Regionen zeitweise zu Überkapazitäten, was sich auf die Preisgestaltung auswirken kann. Ball versucht, diesem Druck durch Effizienzsteigerungen, die Optimierung seiner Lieferketten und die Verlagerung von Kapazitäten in wachstumsstarke Regionen zu begegnen.

Ein weiterer Branchentrend ist die zunehmende Sensibilität der Verbraucher für Nachhaltigkeitsthemen. Markenartikler stehen unter Druck, ihren CO2-Fußabdruck zu senken und nachhaltige Verpackungslösungen zu nutzen. Aluminiumdosen schneiden im Vergleich zu Einwegplastikflaschen in vielen Ökobilanzen besser ab, insbesondere wenn hohe Recyclingquoten erreicht werden. Ball arbeitet daher mit Kunden, Recyclingunternehmen und politischen Akteuren daran, geschlossene Kreislaufsysteme zu etablieren, in denen Aluminiumdosen möglichst vollständig wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden.

Auf technologischer Seite investiert Ball in moderne Fertigungstechnologien, um Gewicht und Materialeinsatz der Dosen zu reduzieren. Dünnwandige Dosen mit geringem Materialbedarf senken nicht nur Kosten, sondern verbessern auch die Umweltbilanz. Gleichzeitig müssen die Dosen stabil genug sein, um Logistikanforderungen und die Nutzung durch die Verbraucher zu erfüllen. Die stetige Weiterentwicklung von Legierungen, Beschichtungen und Produktionsprozessen gehört daher zum zentralen Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Unternehmens.

Warum Ball Corp. für Anleger im Heimatmarkt USA relevant ist

Für den US-Markt spielt Ball als bedeutender Industrie- und Verpackungswert eine wichtige Rolle. Die Heimatbörse NYSE ist eine der zentralen Handelsplattformen für internationale Investoren, und Ball ist mit seiner Fokussierung auf Aluminiumverpackungen eng an die Konsum- und Getränkewirtschaft der USA gekoppelt. Entwicklungen beim Konsumverhalten, der Nachfrage nach Getränken sowie bei regulatorischen Rahmenbedingungen wirken sich unmittelbar auf das Geschäft von Ball aus. Anleger in den USA beobachten daher neben den Unternehmenskennzahlen auch makroökonomische Faktoren und Branchentrends.

Für deutsche Privatanleger, die US-Aktien in ihr Portfolio aufnehmen, bietet Ball die Möglichkeit, indirekt am Getränkemarkt in Nordamerika, Südamerika und Europa teilzuhaben. Die Notierung in den USA bedeutet, dass die Berichterstattung und Regulierung primär dem US-Rechtsrahmen folgt, etwa den Berichtspflichten der SEC. Gleichzeitig ist die Aktie über deutsche Handelsplattformen in Euro handelbar, was den Zugang erleichtert. Anleger sollten dabei Währungsrisiken berücksichtigen, da die Aktie in USD notiert, während das Heimatdepot häufig in Euro geführt wird.

Risiken und offene Fragen

Das Geschäftsmodell von Ball ist trotz der Fokussierung auf Aluminium-Getränkedosen mit verschiedenen Risiken verbunden. Ein zentraler Faktor sind die Rohstoffpreise, insbesondere für Aluminium. Steigende Aluminiumpreise können die Marge belasten, wenn sie nicht an Kunden weitergegeben werden können oder nur zeitverzögert in die Preisgestaltung einfließen. Ball versucht, dieses Risiko durch langfristige Lieferverträge, Hedging-Instrumente und Effizienzsteigerungen abzufedern, bleibt jedoch in erheblichem Maße von der Entwicklung der Metallmärkte abhängig.

Ein weiteres Risiko liegt in der Nachfragesensitivität des Getränkedosengeschäfts. Veränderungen im Konsumverhalten, etwa zugunsten anderer Verpackungsarten oder in Richtung alkoholfreier Alternativen, können die Absatzmengen beeinflussen. Zwar profitiert Ball von der breiten Aufstellung über verschiedene Getränkekategorien hinweg, dennoch können regionale Trends und Präferenzen temporäre Schwankungen auslösen. Zudem können makroökonomische Abschwächungen, etwa in Form einer Rezession, den Konsum von Getränken dämpfen und damit das Volumenwachstum beeinträchtigen.

Regulatorische Risiken sind ein weiterer Aspekt: Strengere Vorschriften zu Recyclingquoten, Pfandsystemen oder zu verwendeten Materialien können zu zusätzlichen Investitionen und Anpassungen in der Produktion führen. Ball muss in verschiedenen Rechtsräumen gleichzeitig die jeweiligen Vorgaben erfüllen, was Komplexität und Kosten erhöht. Darüber hinaus bestehen arbeitsrechtliche und standortbezogene Risiken, etwa im Zusammenhang mit Tarifverhandlungen, Standortschließungen oder Verlagerungen von Kapazitäten.

Schließlich bleibt die Frage, wie erfolgreich Ball die durch den Verkauf des Raumfahrt- und des Aerosolgeschäfts gewonnene finanzielle Flexibilität nutzen kann. Die strategische Fokussierung auf das Getränkedosengeschäft erhöht die Abhängigkeit von diesem Segment. Ob die angestrebten Margenziele und Wachstumspläne in der neuen Struktur erreicht werden können, hängt davon ab, wie konsequent das Unternehmen seine Effizienzprogramme umsetzt, Kapazitäten anpasst und Innovationen am Markt platziert. Investoren werden daher in den kommenden Quartalen besonders auf die Entwicklung der Profitabilität und des freien Cashflows achten.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Entwicklung der Ball-Aktie sind mehrere Termine und Katalysatoren relevant. Ein wesentlicher Fixpunkt ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, die nach dem bisherigen Berichtszyklus voraussichtlich Anfang August 2026 ansteht. Dann wird sich zeigen, ob Ball die im ersten Quartal eingeschlagene Richtung bestätigen und Fortschritte bei der Margenentwicklung sowie beim Schuldenabbau erzielen kann. Zudem dürfte das Management ein Update zu den bestehenden Effizienzprogrammen und möglichen weiteren Portfoliomaßnahmen geben.

Ein weiterer Katalysator sind mögliche Anpassungen der Dividendenpolitik oder des Aktienrückkaufprogramms. Sollte Ball aufgrund eines verbesserten freien Cashflows die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen oder den Rückkaufrahmen erweitern, könnte dies die Wahrnehmung der Aktie am Markt beeinflussen. Umgekehrt könnten unerwartete Investitionen, etwa in neue Werke oder Zukäufe, die Prioritäten beim Kapitaleinsatz verschieben.

Auf Branchenseite sind regulatorische Entwicklungen und Recyclinginitiativen zu beachten. Entscheidungen von Gesetzgebern in der EU, den USA oder anderen wichtigen Märkten zu Einwegverpackungen, Pfandsystemen oder CO2-Bepreisung können konkrete Auswirkungen auf die Kostenstruktur und Nachfrage nach Aluminiumdosen haben. Ebenso spielen globale Konjunkturindikatoren, die Entwicklung der Konsumnachfrage und Trends im Getränke- und Lebensmittelmarkt eine Rolle, etwa bei der Einführung neuer Produktkategorien oder dem Rückgang bestimmter Segmente.

Fazit

Ball Corp. befindet sich nach dem Verkauf des Raumfahrtgeschäfts und der Veräußerung des Aerosol- und Spezialverpackungsgeschäfts an Sonoco in einer Phase strategischer Fokussierung auf das Kerngeschäft mit Aluminium-Getränkedosen und Metallverpackungen. Die jüngsten Quartalszahlen zum ersten Quartal 2026, mit einem Umsatz von rund 3,6 Mrd. USD und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,78 USD, zeigen ein auf das Kerngeschäft konzentriertes Profil, bei dem Effizienzsteigerungen und Margenverbesserungen im Mittelpunkt stehen. Die Heimatbörse NYSE in den USA bleibt der zentrale Referenzpunkt für die Bewertung der Aktie, während deutsche Anleger über hiesige Handelsplätze leicht Zugang zur Aktie erhalten.

Für Investoren ist Ball vor allem als globaler Anbieter von Aluminiumverpackungen interessant, der von Nachhaltigkeitstrends, regulatorischen Veränderungen zugunsten recycelbarer Materialien und dem Wachstum neuer Getränkekategorien profitieren kann. Gleichzeitig bestehen Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen, Nachfragesensitivität und einem intensiven Wettbewerb in der Metallverpackungsindustrie. Wie das Unternehmen seine finanzielle Flexibilität und die Fokussierung auf das Kerngeschäft nutzt, wird maßgeblich darüber entscheiden, wie sich Profitabilität und Cashflow in den kommenden Jahren entwickeln.

Insgesamt bietet Ball Corp. ein Profil, das stark mit der Entwicklung des globalen Getränke- und Lebensmittelmarkts und den Nachhaltigkeitsstrategien großer Markenartikler verknüpft ist. Die kommenden Quartale, die Umsetzung der Effizienzprogramme und mögliche weitere Portfoliomaßnahmen werden wichtige Indikatoren dafür sein, wie sich die Ball-Aktie im Vergleich zu anderen internationalen Verpackungswerten positioniert. Anleger behalten dabei nicht nur die Unternehmenskennzahlen im Blick, sondern auch die regulatorischen Rahmenbedingungen und Branchentrends in den Kernmärkten Nordamerika, Südamerika und Europa.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der umfassende Inhalt dieses informativen Artikels wurde unter Einsatz von a.i. erstellt. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

So schätzen die Börsenprofis Ball Corp. Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Ball Corp. Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | US05722G1004 | BALL CORP. | boerse | 69430002 | bgmi