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Bajaj Mobility: Milliardengewinn durch Verzicht

30.03.2026 - 22:30:40 | boerse-global.de

Der Konzern erzielt 2025 einen Nettogewinn von 590 Mio. Euro, der ausschließlich auf Gläubigerverzichten basiert. Operativ bleibt das Geschäft mit halbiertem Umsatz angespannt.

Bajaj Mobility: Milliardengewinn durch Verzicht - Foto: über boerse-global.de

Die Bajaj Mobility AG (ehemals Pierer Mobility) schließt das Kapitel der Sanierung formal ab. Der nun veröffentlichte Geschäftsbericht für 2025 offenbart jedoch eine Bilanz, die ohne massive Zugeständnisse der Gläubiger tiefrot ausgefallen wäre.

Sondereffekte retten das Konzernergebnis

Ein Nettogewinn von 590 Millionen Euro suggeriert auf den ersten Blick eine schnelle Erholung. Tatsächlich ist dieser Wert jedoch das Resultat eines Sanierungsgewinns von rund 1,19 Milliarden Euro. Diese Summe stammt aus Gläubigerverzichten im Rahmen der Restrukturierung.

Operativ kämpft das Unternehmen weiterhin mit Gegenwind. Der Umsatz halbierte sich 2025 nahezu auf rund eine Milliarde Euro, was vor allem an Produktionsunterbrechungen bei der Kernmarke KTM im ersten Halbjahr lag. Ohne die buchhalterischen Einmaleffekte wäre das operative Ergebnis (EBIT) deutlich negativ ausgefallen.

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Schuldenlast deutlich reduziert

Ein Lichtblick für Investoren ist die deutlich verbesserte Kapitalstruktur. Die Nettofinanzverbindlichkeiten wurden auf 798 Millionen Euro reduziert, nachdem sie zuvor noch bei über 1,6 Milliarden Euro gelegen hatten. Die Eigenkapitalquote kletterte parallel dazu auf 24,3 Prozent.

Um die Liquidität für das laufende Jahr abzusichern, sicherte sich das Management einen neuen, unbesicherten Kredit über 550 Millionen Euro bei einem internationalen Bankenkonsortium, dem unter anderem J.P. Morgan und HSBC angehören. Diese finanzielle Basis soll den laufenden Turnaround unter der Führung des indischen Partners Bajaj Auto stützen.

Fokus auf die Hauptversammlung

Am 24. April 2026 treffen sich die Aktionäre in Munderfing zur ordentlichen Hauptversammlung. Es ist das erste Treffen nach dem radikalen Umbau der Führungsgremien. An der Börse bleibt die Lage angespannt: Mit einem aktuellen Kurs von 15,20 Euro notiert das Papier rund 32 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Der Fokus für das restliche Geschäftsjahr liegt nun auf einer gestrafften Produktpalette und der Rückkehr zu echter operativer Profitabilität. Die engere Integration in die globalen Strukturen von Bajaj soll dabei helfen, die volatile Nachfrage auf dem europäischen Markt auszugleichen.

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