Bajaj Mobility Aktie: Meilenstein erreicht
06.03.2026 - 15:37:10 | boerse-global.deDie Bajaj Mobility AG, ehemals Pierer Mobility, hat einen entscheidenden Schritt in ihrer finanziellen Sanierung vollzogen. Durch die vorzeitige Tilgung sämtlicher Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptaktionär löst sich die Tochtergesellschaft KTM AG aus der direkten Kreditabhängigkeit. Kann die neue finanzielle Freiheit den angestrebten Wachstumskurs für 2026 absichern?
Refinanzierung durch Bankenkonsortium
Basis für diesen Schritt ist ein Ende Februar eingeleiteter Refinanzierungskurs. Ein internationales Bankenkonsortium um J.P. Morgan und HSBC stellte KTM einen unbesicherten Kredit über 550 Millionen Euro bereit. Das Darlehen läuft über fünf Jahre und ist mit einem Zinssatz im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich deutlich attraktiver konditioniert als die bisherigen Überbrückungskredite aus der Sanierungsphase. Damit beendet das Unternehmen die Phase der Abhängigkeit von kurzfristigen Hilfen, die im Rahmen der Restrukturierung 2024 und 2025 notwendig waren.
Bilanzielle Wende trotz Umsatzrückgang
Die operative Lage bleibt derweil herausfordernd. Im Geschäftsjahr 2025 brach der Konzernumsatz um rund 46 Prozent auf etwa 1,009 Milliarden Euro ein – eine direkte Folge der Sanierungsbemühungen im ersten Halbjahr des Vorjahres. Dennoch weist Bajaj Mobility dank massiver Sanierungsgewinne in Höhe von 1,19 Milliarden Euro einen Gewinn nach Steuern von 590 Millionen Euro aus.
Diese Sondereffekte ermöglichten es, die Nettoverschuldung auf 798 Millionen Euro zu halbieren und die Eigenkapitalquote zum Jahresende auf 24,3 Prozent zu steigern. Flankiert wird die strategische Neuausrichtung unter der Führung des indischen Bajaj-Konzerns, der knapp 75 Prozent der Anteile hält, durch harte Sparmaßnahmen. Rund 500 Stellen in der Verwaltung am Standort Mattighofen fallen weg, um die Fixkostenbasis nachhaltig zu senken und die Konzentration auf die Kernmarken KTM, Husqvarna und GASGAS zu schärfen.
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Ausblick und Marktreaktion
An der Börse wird der Fortschritt aktuell eher zurückhaltend aufgenommen. Die Aktie notiert bei 16,00 Euro und verlor am Freitag rund 0,87 Prozent an Wert. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,3 gilt das Papier technisch als überverkauft, liegt jedoch weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 22,35 Euro.
Anleger warten nun auf den 26. März 2026. Mit der Vorlage des vollständigen Geschäftsberichts wird das Management konkrete Details zur Rückkehr zu einem positiven Cashflow und zur geplanten Umsatzsteigerung für das laufende Jahr liefern müssen. Erst dann wird sich zeigen, ob die operative Erholung im zweiten Halbjahr 2025 ausreicht, um die ehrgeizigen Ziele für das Gesamtjahr 2026 zu stützen.
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