BaFin warnt vor unerlaubtem Finanzportal „Own Mood Space“
15.01.2026 - 04:51:12Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor der Plattform „Own Mood Space“. Die Website bietet Finanz- und Kryptodienstleistungen ohne jede Lizenz an – ein hohes Risiko für Anleger.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat konkrete Hinweise, dass die Plattform über die Website ownmoodspace.com Bankgeschäfte und Kryptodienstleistungen erbringt – ohne die dafür zwingend erforderliche Erlaubnis. Die Betreiber sind unbekannt und unterliegen keiner staatlichen Kontrolle. Für Kunden bedeutet das: Ihre Einlagen sind nicht gesetzlich geschützt, und es gibt keine Einlagensicherung.
„Das ist ein klassischer Fall von Schwarzarbeit im Finanzsektor“, erklärt ein BaFin-Sprecher. Die Behörde stützt ihre Warnung auf das Kreditwesengesetz und das neue Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG). Beide Gesetze schreiben eine strenge Lizenzierung vor, bevor Unternehmen solche Dienstleistungen anbieten dürfen.
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Hohes Betrugsrisiko für Anleger
Was bedeutet das konkret für Verbraucher? Die Risiken sind enorm. Ohne Aufsicht gibt es keine Transparenz über Geschäftspraktiken oder die Sicherheit der angelegten Gelder. Sollte die Plattform verschwinden oder insolvent werden, haben Anleger kaum eine Chance, ihr Geld zurückzubekommen.
Die BaFin rät allen, die bereits Geld über „Own Mood Space“ investiert haben:
* Sofort alle weiteren Zahlungen einstellen
* Alle Kommunikation und Transaktionen dokumentieren
* Rechtlichen Rat einholen
„Die Anonymität der Betreiber ist ein riesiges Warnsignal“, so eine auf Finanzbetrug spezialisierte Rechtsanwältin. „Das ist typisch für unseriöse Online-Anlageangebote.“
Teil einer breiteren Offensive
Die Warnung ist kein Einzelfall. Die BaFin verschärft aktuell ihr Vorgehen gegen den wachsenden Schattenmarkt für Online-Investments. Erst kürzlich warnte sie vor der Plattform wertpuls.de. Mit dem KMAG hat die Aufsicht nun schärfere Werkzeuge gegen unerlaubte Kryptodienstleistungen.
Auffällig: Der Name „Own Mood Space“ ähnelt der Plattform inv.my-own-space.com, vor der die BaFin bereits Ende 2025 warnte. Damals ging es um Identitätsdiebstahl – Betreiber gaben vor, mit einem seriösen Finanzunternehmen verbunden zu sein, um Anleger über WhatsApp-Gruppen zu ködern. Ein bekanntes Muster also.
Wie können sich Anleger schützen?
Die BaFin-Datenbank ist der wichtigste Schutz für Verbraucher. Vor jeder Investition sollte geprüft werden, ob der Anbieter im BaFin-Unternehmensregister gelistet und damit beaufsichtigt ist. Diese einfache Überprüfung kann vor großen Verlusten bewahren.
Die Behörden raten zudem zu gesunder Skepsis bei Online-Angeboten, die ungewöhnlich hohe Renditen versprechen. „Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meist auch“, so die nüchterne Einschätzung von Marktbeobachtern.
Die Ermittlungen gegen „Own Mood Space“ laufen. Die nächsten Schritte dürften in Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörten erfolgen, um die Hintermänner der Plattform zu identifizieren. Für die Plattform selbst bedeutet die öffentliche Warnung praktisch das Aus auf dem deutschen Markt.
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