BaFin, WhatsApp-Betrugswelle

BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle

08.04.2026 - 09:52:07 | boerse-global.de

Die Finanzaufsicht warnt vor einer neuen Betrugsmasche über WhatsApp, bei der Kriminelle die Identität der FPM Frankfurt Performance Management AG stehlen, um Anleger mit gefälschten Gewinnversprechen zu täuschen.

BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle - Foto: über boerse-global.de

Die Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor einer neuen Masche über WhatsApp. Betrüger missbrauchen den Namen eines seriösen Frankfurter Finanzinstituts, um Anleger in die Falle zu locken. Sie ködern ihre Opfer mit gefälschten Experten-Tipps in Chatgruppen.

Fake-Experten ködern in WhatsApp-Gruppen

Im Zentrum steht der Identitätsdiebstahl. Kriminelle geben sich in den Gruppen als die FPM Frankfurt Performance Management AG und deren Vorstand Raik Hoffmann aus. Als angeblicher „Professor“ teilt dieser gefälschte Finanzanalysen und baut so Vertrauen auf.

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Das Ziel ist klar: Die Teilnehmer sollen die App „FPM MIN“ herunterladen. Über sie sollen angeblich lukrative Geschäfte abgewickelt werden. Doch die BaFin stellt klar: Weder das Institut noch die genannte Person haben etwas mit diesen Gruppen oder der App zu tun. Es ist reiner Identitätsbetrug.

Die Dynamik in den Chats wird oft durch Komplizen befeuert. Sie posten gefälschte Erfolgsstorys und Screenshots von hohen Gewinnen. So erhöhen sie den sozialen Druck. Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, braucht eine BaFin-Erlaubnis. Für „FPM MIN“ liegt diese nicht vor – die Aktivitäten sind illegal.

„Pig Butchering“: So funktioniert der Abzug

Hinter der Masche steckt oft die Methode „Pig Butchering“ (Schweineschlachten). Sie beginnt mit einer Phase des Vertrauensaufbaus. Die Opfer investieren zunächst kleine Beträge. Apps wie „FPM MIN“ zeigen täuschend echte Kursgewinne an.

Doch die steigenden Kontostände existieren nur auf dem Display. Das eingezahlte Geld fließt direkt in Krypto-Wallets der Betrüger. Der Betrug fliegt auf, wenn Anleger eine Auszahlung verlangen. Dann fordern die Hintermänner plötzlich Gebühren für Steuern oder Bearbeitung.

Wer zahlt, vergrößert nur seinen Schaden. Eine Auszahlung erfolgt nie. Wer skeptisch wird oder kein Geld mehr hat, wird einfach blockiert. Die Chatgruppen verschwinden spurlos.

So erkennen Sie betrügerische Angebote

Wie können sich Anleger schützen? Die BaFin empfiehlt einen einfachen Check in ihrer Unternehmensdatenbank. Ist ein Anbieter dort nicht gelistet, ist Vorsicht geboten. Seriöse Banken werben nie unaufgefordert über WhatsApp-Gruppen für Investments.

Ein klares Warnsignal sind unrealistische Versprechen. Garantierte zweistellige Wochenrenditen sind im Jahr 2026 ein sicheres Zeichen für Betrug. Laden Sie Apps nur aus offiziellen Stores herunter und klicken Sie nie auf unbekannte Download-Links.

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Wer bereits Opfer wurde, sollte sofort seine Bank informieren. Nur so lassen sich Zahlungsströme stoppen. Eine Anzeige bei der Polizei ist der nächste Schritt.

KI macht Betrug perfekt

Die Betrugsmaschen werden immer raffinierter. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wachsende Rolle. Früher verrieten holprige Formulierungen die Betrüger. Heute sind die Nachrichten sprachlich perfekt und individuell zugeschnitten.

Besonders tückisch: der Einsatz von Deepfakes. KI-generierte Sprachnachrichten imitieren Stimmen von Finanzexperten oder sogar Verwandten. Diese „KI-Phishing-Welle“ macht die Täuschung fast perfekt.

Messenger-Betreiber wie Meta wollen mit neuen Anti-Scam-Tools gegensteuern. KI-Systeme sollen verdächtige Gruppenaktivitäten erkennen und blockieren. Bis diese flächendeckend greifen, bleibt die Wachsamkeit der Nutzer der beste Schutz.

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