BaFin warnt vor neuer Welle betrügerischer Krypto-Apps
16.01.2026 - 11:28:12Die Finanzaufsicht BaFin verschärft ihre Warnung vor der Krypto-Plattform „Paragonix Edge“. Die Betreiber haben ihr Netzwerk aus betrügerischen Webseiten und Apps erweitert. Verbraucherschützer alarmieren: Die Angebote zielen auf Geld und Daten ahnungsloser Smartphone-Nutzer ab.
Neue Domains im Visier der Aufsicht
Am Donnerstag veröffentlichte die BaFin eine aktualisierte Liste mit Domains, die dem unseriösen Netzwerk zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem paragonixedge.org, hhessel.com und altenweerth.com. Den Betreibern dieser Seiten fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Erlaubnis, Bankgeschäfte oder Wertpapierdienstleistungen anzubieten.
Bereits im Dezember hatte die Behörde vor der Domain paragonixedge.app gewarnt. Die schnelle Ausweitung auf neue Adressen zeigt: Die Hintermänner versuchen, Sperren und negative Publicity zu umgehen, indem sie ihre digitale Präsenz ständig verlagern.
Warum 73% der deutschen Unternehmen auf Cyberangriffe nicht vorbereitet sind – und wie leicht kriminelle Apps oder vermeintliche „KI-gesteuerte Handels-Tools“ Schaden anrichten können. Dieses kostenlose E-Book erklärt aktuelle Cyber-Security-Bedrohungen, zeigt konkrete Schutzmaßnahmen für Smartphone-Nutzer und kleine Unternehmen und liefert eine praktische Checkliste zum Erkennen gefälschter Finanz-Apps. Kurz: So erkennen Sie gefälschte Apps und was Sie sofort tun sollten, wenn Sie Daten preisgegeben haben. Jetzt den kostenlosen Cyber-Security-Report sichern
Die perfide Masche: Bildung als Köder
Das Vorgehen der Betrüger ist besonders tückisch. Sie werben nicht offen mit Investments, sondern locken mit vermeintlichen Bildungsangeboten und „exklusiven Schulungen“ zum Kryptomarkt. Nutzer, die sich auf den Webseiten oder in der App registrieren, geben jedoch ihre sensiblen Daten preis.
Diese Informationen nutzen angebliche „Finanzberater“ später für aggressive Anrufe. Unter psychologischem Druck sollen die Opfer dann Geld auf unregulierte Handelsplattformen überweisen. Einmal eingezahlt, sind die Gelder meist unwiederbringlich verloren – eine Einlagensicherung gibt es nicht.
App-Stores im Fadenkreuz der Betrüger
„Paragonix Edge“ ist kein Einzelfall. Sicherheitsexperten beobachten seit Ende 2024 eine massive Zunahme betrügerischer Finanz-Apps. Die Täter nutzen das Hype-Thema Künstliche Intelligenz aus und versprechen „KI-gesteuerte Handelsgewinne“.
Oft schleusen sie ihre Schadsoftware als harmlose Tools – wie Taschenrechner oder Lern-Apps – in die offiziellen App-Stores. Kritiker fragen: Können die Kontrollen der Store-Betreiber mit der Kreativität der Betrüger noch Schritt halten?
So schützen Sie sich vor Krypto-Betrug
Verbraucherschützer und die BaFin raten zu diesen vier konkreten Schutzmaßnahmen:
- Lizenz prüfen: Recherchieren Sie vor jeder Transaktion in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat.
- Impressum hinterfragen: Fehlt eine seriöse Anschrift oder verweist es auf exotische Steueroasen, ist höchste Vorsicht geboten.
- Fernzugriff verweigern: Gewähren Sie niemals Fremden Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone über Programme wie AnyDesk.
- Warnlisten nutzen: Informieren Sie sich regelmäßig auf den Seiten der BaFin und der Verbraucherzentralen.
Die Aufsichtsbehörden dürften den Druck auf solche Betrugsnetzwerke weiter erhöhen. Bis verschärfte EU-Regeln für Krypto-Dienstleister voll greifen, bleibt die Wachsamkeit jedes Einzelnen der wichtigste Schutz.
PS: Sie nutzen Apps und mobile Dienste? Dieses kostenlose Cyber-Security-E-Book zeigt in klaren, praxisnahen Schritten, wie Sie Ihr Smartphone sicher konfigurieren, Phishing-Angriffe erkennen und sensible Finanzdaten vor betrügerischen Plattformen schützen – besonders wichtig angesichts der neuen KI-Tricks. Inklusive umsetzbarer Checklisten und Empfehlungen, welche Einstellungen Sie sofort ändern sollten, damit unautorisierte Zugriffe nicht möglich sind. Kostenlosen Cyber-Security-Guide anfordern


