BaFin, WhatsApp-Betrugsgruppen

BaFin warnt vor neuen WhatsApp-Betrugsgruppen

28.12.2025 - 21:09:12

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor einer neuen Welle professioneller Betrüger auf WhatsApp. Kriminelle missbrauchen die Namen bekannter Finanzfirmen wie Robeco und Trade Republic, um Anleger in gefälschte Apps zu locken. Die Schadenssummen sind oft fünf- bis sechsstellig.

Im Zentrum der aktuellen Warnung stehen WhatsApp-Gruppen mit seriös klingenden Namen wie „S373 Robeco Kernmitgliedergruppe“. Darin geben sich Betreiber als Mitarbeiter des Asset-Managers Robeco aus. Sie drängen Teilnehmer, eine App namens „RBC NL“ zu installieren, um angeblich lukrative Produkte zu handeln.

Die BaFin stellt klar: Das echte Unternehmen Robeco vertreibt keine Produkte über WhatsApp und hat keine Verbindung zu dieser App. Eingezahlte Gelder werden nicht investiert, sondern direkt abgeschöpft – was für Anleger meist den Totalverlust bedeutet.

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Systematisches Vorgehen mit bekannten Marken

Der Fall Robeco ist kein Einzelfall. Es handelt sich um ein professionell organisiertes Netzwerk, das in dieser Woche erneut aktiv ist. Kürzlich warnte die BaFin vor ähnlichen Gruppen, die den Namen des Neobrokers Trade Republic missbrauchten. Unter Bezeichnungen wie „A20 DAX Experten Allianz“ wurden Nutzer auf eine dubiose App namens „TRB“ gelockt.

Das Muster ist stets gleich:
* Kriminelle nutzen die Reputation etablierter Marken.
* Die Gruppen werden aggressiv auf TikTok, Instagram oder Facebook mit „kostenlosen Aktientipps“ beworben.
* Opfer werden auf gefälschte Handels-Apps geleitet.

„Pig Butchering“: Die psychologische Falle

Sicherheitsexperten beobachten eine raffinierte psychologische Methode, die als „Pig Butchering“ (Schweineschlachtung) bekannt ist. Die Opfer werden über Wochen systematisch in die Falle gelockt.

Zuerst bauen die Betreiber in den Chats Vertrauen auf, oft unter falschen Namen wie „Tobias Albrecht“. Sie teilen gefälschte Analysen und anfängliche, kleine Gewinnauszahlungen. Diese wiegen die Opfer in Sicherheit und motivieren zu größeren Investments.

Doch sobald hohe Summen überwiesen sind – häufig als Kryptowährung –, brechen die Täter den Kontakt ab. Die in den Apps simulierten Gewinne existieren in der Realität nicht.

Professionalisierung durch Technologie

Die aktuelle Betrugswelle unterscheidet sich durch ihren hohen Organisationsgrad. Branchenbeobachter merken an, dass Täter zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um Kommunikation zu automatisieren. Spezialisierte Rechtsanwälte verzeichnen einen massiven Anstieg der Mandate.

Die internationale Verfolgung bleibt schwierig, doch Ermittlergruppen sind heute besser vernetzt, um Geldflüsse – besonders bei Kryptowährungen – nachzuverfolgen.

So schützen Sie sich vor Betrug

Für das kommende Jahr erwarten Experten keine Entspannung. Die BaFin rät Verbrauchern zu erhöhter Wachsamkeit und konkreten Checks:

  • Seien Sie skeptisch bei Investment-Tipps in sozialen Medien oder Messengern. Seriöse Banken bieten keine exklusiven Deals über WhatsApp an.
  • Prüfen Sie das Impressum einer App oder Website und vergleichen Sie es mit dem offiziellen Unternehmensregister.
  • Kontaktieren Sie im Zweifel das angeblich werbende Unternehmen ausschließlich über dessen offizielle Website, um ein Angebot zu verifizieren.

Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte sofort die Polizei einschalten und die Bank informieren. Die Chancen auf eine Rückholung sind oft zeitkritisch.

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