BaFin warnt vor gefälschter EU-Finanzaufsicht
01.02.2026 - 01:01:12Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor einer gefälschten europäischen Finanzaufsicht. Betrüger nutzen die Webseite eufsc(.)org, um unter dem Namen „European Financial Service Commission“ (EUFSC) Anleger in die Falle zu locken. Die Behörde stellt klar: Die EUFSC ist keine legitime Institution.
Eine perfide Masche: Vertrauen wird gezielt erschlichen
Die gefälschte Webseite imitiert eine offizielle Aufsichtsbehörde. Damit zielen die Kriminellen direkt auf das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ab. Sie suggerieren Seriosität und Regulierung, wo keine existiert. Die BaFin rät Verbrauchern, die von dieser angeblichen Behörde kontaktiert werden, zu äußerster Vorsicht. Auf keine Forderungen sollte eingegangen und keine persönlichen Daten sollten preisgegeben werden.
Kein Einzelfall: Klon-Webseiten auf dem Vormarsch
Der Fall fügt sich in ein bekanntes Muster ein. Immer häufiger beobachtet die Finanzaufsicht sogenannten Identitätsdiebstahl. Dabei missbrauchen Betrüger die Namen etablierter Finanzinstitute. In der Vergangenheit tauchten bereits gefälschte Seiten auf, die sich als DZ Bank ausgaben. Die nahezu identischen Kopien, die „Klone“, sollen Vertrauen vortäuschen und Anleger zu Investitionen verleiten.
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So schützen Sie sich: Die BaFin-Datenbank nutzen
Jedes seriöse Unternehmen, das in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, benötigt eine Erlaubnis der BaFin. Ob ein Anbieter diese Lizenz besitzt, lässt sich einfach prüfen:
* In der öffentlichen Unternehmensdatenbank der BaFin können Verbraucher kostenlos die Seriosität eines Anbieters überprüfen.
* Die Behörde rät gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt zu höchster Vorsicht bei Online-Investments.
* Vor jeder Anlage sollte eine gründliche Recherche stehen.
Das psychologische Spiel der Betrüger
Der Erfolg dieser Masche basiert auf cleverer Manipulation. Die Täter nutzen soziale Medien und Messenger wie WhatsApp, um potenzielle Opfer anzusprechen. In geschlossenen Gruppen locken angebliche Experten mit Versprechen schneller, hoher Gewinne. Oft wird dann psychologischer Druck aufgebaut: Anleger sollen blitzschnell entscheiden, um eine „einmalige Chance“ nicht zu verpassen. Die professionelle Aufmachung der betrügerischen Seiten beseitigt letzte Zweifel.
Wachsamkeit bleibt der beste Schutz
Betrüger werden ihre Methoden weiter verfeinern. Daher gilt für Anleger:
* Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Angeboten mit unrealistischen Renditeversprechen.
* Nutzen Sie die BaFin-Datenbank als ersten, obligatorischen Check.
* Brechen Sie den Kontakt zu dubiosen Plattformen wie der angeblichen EUFSC sofort ab.
* Überweisen Sie kein Geld und melden Sie den Vorfall den Behörden.
Die Finanzaufsicht setzt ihre Warnungen fort. Doch die letzte Verantwortung, das eigene Kapital zu schützen, liegt bei jedem Anleger selbst.


