BaFin, Online-Krediten

BaFin warnt vor gefälschten Online-Krediten

15.02.2026 - 23:21:11

Die Finanzaufsicht warnt vor der betrügerischen Plattform benefitprofitable.online, die mit gefälschten BaFin-Dokumenten Kreditopfer ködert und sensible Daten erpresst.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor der betrügerischen Webseite benefitprofitable(.)online. Die Betreiber locken mit unseriösen Kreditangeboten und nutzen sogar gefälschte BaFin-Dokumente, um seriös zu wirken. Dieser Fall zeigt eine neue Eskalationsstufe im Kampf gegen digitalen Betrug.

Die Plattform zielt gezielt auf Menschen in finanziellen Engpässen ab. Sie verspricht schnelle, unkomplizierte Kredite – oft ohne Schufa-Prüfung. Das eigentliche Ziel ist jedoch, an sensible persönliche Daten und Vorauszahlungen zu gelangen.

Die perfide Masche der digitalen Kredithaie

Die Täter gehen systematisch vor. Über Anzeigen in sozialen Netzwerken oder Direktnachrichten ködern sie Opfer mit verlockenden Versprechen: extrem niedrige Zinsen und sofortige Auszahlung. Gefälschte Kundenbewertungen sollen Vertrauen schaffen.

Sobald Interesse geweckt ist, folgt der nächste Schritt:
* Aufforderung zur Angabe persönlicher Daten
* Zusendung laienhaft gestalteter „Kreditverträge“
* Forderung von Vorauszahlungen für angebliche Gebühren, Notarkosten oder Versicherungen

Nach der Zahlung bricht der Kontakt meist ab. Der versprochene Kredit kommt nie an.

Vom finanziellen Verlust zur Erpressung

Die Gefahren gehen weit über den Verlust der Vorauszahlung hinaus. Oft werden betrügerische Apps angeboten, die bei der Installation umfangreiche Berechtigungen verlangen. Diese fordern Zugriff auf:
* Die gesamte Kontaktliste
* Private Fotos und Nachrichten
* Den Standort des Nutzers

Die so gestohlenen Daten werden für Erpressung genutzt. Weigert sich das Opfer, weitere Zahlungen zu leisten, drohen die Täter damit, die Kontakte zu kontaktieren und falsche Behauptungen zu verbreiten. Diese öffentliche Bloßstellung erzeugt enormen psychischen Druck.

So schützen Sie sich vor Betrug

Behörden raten zu äußerster Vorsicht bei Online-Kreditangeboten. Ein erster, entscheidender Check ist die BaFin-Unternehmensdatenbank. Nur dort gelistete Anbieter besitzen die erforderliche Erlaubnis.

Weitere klare Warnsignale sind:
* Fehlendes oder unvollständiges Impressum auf der Webseite
* Kommunikation ausschließlich über private E-Mail-Adressen oder Messenger wie WhatsApp
* Die Forderung nach Vorauszahlungen – seriöse Banken verlangen diese nie vor Kreditauszahlung
* Unangemessene App-Berechtigungen (eine Kredit-App braucht keinen Zugriff auf Fotos oder Kontakte)

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Professionalisierte Täter als wachsende Bedrohung

Der aktuelle Fall mit den gefälschten BaFin-Dokumenten zeigt, wie raffinierter die Betrüger vorgehen. Die Anonymität des Internets und die schnelle Erstellung neuer Webseiten erschweren die Strafverfolgung.

Für Verbraucher bedeutet das: Eine gesunde Skepsis und gründliche Recherche sind der beste Schutz. Bei finanziellen Schwierigkeiten sind anerkannte Schuldnerberatungsstellen der richtige Anlaufpunkt – nicht dubiose Angebote im Netz.

@ boerse-global.de

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