BaFin warnt vor gefälschten Finanz-Webseiten
16.01.2026 - 19:03:12Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt Alarm: Kriminelle nutzen zunehmend professionell gefälschte Webseiten, um an Daten und Geld von Verbrauchern zu gelangen. Die Betrüger geben sich als seriöse Banken oder Finanzdienstleister aus – oft ohne jede behördliche Zulassung.
Die Masche ist perfide. Die Täter klonen Webseiten bekannter Unternehmen oder erfinden komplett neue, seriös wirkende Online-Banken. Verbraucher werden über Phishing-Mails, SMS (Smishing) oder Social-Media-Werbung auf die Plattformen gelockt. Das Versprechen: attraktive, oft überdurchschnittliche Zinsen für Produkte wie Festgeld.
Phishing, Smishing und gefälschte Bankseiten treffen täglich Tausende — oft bemerken Betroffene Identitätsdiebstahl und Kontomissbrauch zu spät. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in einer klaren 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie verdächtige Mails und Webseiten erkennen, sichere Zahlungswege prüfen und betrügerische Kontakte blockieren. Mit praktischen Checklisten für SMS, E‑Mail und Social‑Media-Angriffe sowie Beispielen aktueller Betrugsfälle erhalten Sie sofort umsetzbare Sofortmaßnahmen — ideal für Verbraucher und kleine Unternehmen. Jetzt das kostenlose Anti-Phishing-Paket herunterladen
Doch statt eines regulären Eröffnungsprozesses fordern die Betreiber Geldtransfers auf ausländische Konten. Zur Täuschung nutzen sie gefälschte positive Bewertungen, kopierte Logos und nachgeahmte Gütesiegel. Ein aktueller Fall betrifft Anbieter, die unerlaubt Dienstleistungen anbieten und fälschlicherweise eine BaFin-Aufsicht vorgeben.
Identitätsdiebstahl – das eigentliche Ziel
Der finanzielle Verlust ist oft nur der Anfang. Das primäre Ziel der Kriminellen ist der Identitätsdiebstahl. Persönliche Daten wie Name, Adresse und Bankverbindungen sind für sie wertvoll.
Mit diesen Informationen begehen sie im Namen der Opfer weitere Straftaten:
* Bestellung von Waren auf Rechnung
* Abschluss teurer Abonnements
* Eröffnung weiterer Konten für kriminelle Zwecke
Die Betroffenen bemerken den Missbrauch häufig erst durch unerklärliche Abbuchungen oder Mahnungen für nicht bestellte Waren. Die Aufklärung ist langwierig, denn Angebote ohne Lizenz unterliegen keiner Aufsicht – eine Rückverfolgung der Gelder ist extrem schwierig.
So können Sie sich schützen
Angesichts der professionellen Vorgehensweise raten BaFin, BKA und Verbraucherschützer zu erhöhter Wachsamkeit. Der wichtigste Schritt ist die Überprüfung des Anbieters.
- Lizenz prüfen: Recherchieren Sie kostenlos in der BaFin-Unternehmensdatenbank, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat.
- Webseite checken: Achten Sie in der Browser-Adresszeile auf „https“ und ein Schlosssymbol.
- Links misstrauen: Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen Mails oder SMS. Geben Sie die Adresse des Anbieters immer manuell ein.
- Sofort handeln: Bei Verdacht auf Betrug informieren Sie sofort Ihre Bank und erstatten Sie Strafanzeige.
Die Experten gehen davon aus, dass die Zahl und Qualität solcher Betrugsversuche weiter zunehmen wird. Digitale Finanzkompetenz und ein gesundes Misstrauen bleiben die wirksamste Verteidigung für jeden Verbraucher.


