BaFin, Betrugsplattform

BaFin warnt vor Betrugsplattform Axstera

07.02.2026 - 13:13:12

Die Finanzaufsicht warnt vor der illegalen Plattform Axstera und einem Netzwerk aus Fake-Webseiten, die Anleger mit gefälschten Handelskonten um ihr Geld bringen.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor der Handelsplattform Axstera. Die Betreiber bieten Bankgeschäfte ohne jede Erlaubnis an. Dahinter steckt ein ganzes Netzwerk gefälschter Webseiten, das Anleger systematisch abzockt.

Ein ganzes Netzwerk von Fake-Seiten

Die BaFin nennt in ihrer Warnung vom 6. Februar konkret die Domain axstera.com. Sie gehört zu einem Cluster weiterer Seiten wie hashxcapital.com, upwardstrend.com und finstera1.com. Die Methode ist perfide: Sobald eine Seite auffliegt, leiten die Betreiber den Verkehr einfach auf die nächste, optisch identische Domain um.

Auf den Seiten behaupten die Täter, ein „seriöser Forex & CFDs Online-Broker“ mit weltweiten Zulassungen zu sein. Die Wahrheit ist laut BaFin: Sie besitzen keinerlei Erlaubnis nach deutschem Kreditwesengesetz (KWG). Wer bei ihnen investiert, hat keinerlei Schutz.

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So funktioniert die Masche

Die Ansprache der Opfer beginnt oft in sozialen Medien oder per WhatsApp. Unter Vorwänden wird ein Gespräch aufgebaut – eine Taktik, die Behörden „Pig Butchering“ nennen. Dann lenken die „Berater“ das Gespräch auf lukrative Investments.

  • Die Illusion: Auf Plattformen wie Axstera wird dem Opfer ein persönliches Handelskonto mit anfänglichen Gewinnen vorgegaukelt.
  • Die Falle: Dann erhöhen die Täter den Druck. Sie fordern immer höhere Einzahlungen für angebliche Steuern oder exklusive Boni. Auszahlungen gibt es nicht.

Bereits vor der offiziellen Warnung häuften sich auf Portalen wie Trustpilot Beschwerden über nicht ausgezahlte Gelder.

Was Anleger jetzt wissen müssen

Die BaFin stützt ihre Warnung auf das Kreditwesengesetz. Wer in Deutschland gewerbsmäßig Finanzdienstleistungen wie den Handel mit Kryptowerten oder CFDs anbietet, braucht zwingend eine BaFin-Lizenz. Fehlt sie, operieren die Anbieter illegal und ohne jede Kontrolle.

Rechtsexperten warnen: Die Firmen sitzen oft in Offshore-Gebieten. Im Schadensfall haben betrogene Anleger kaum eine Chance, ihr Geld zurückzubekommen.

Das sollten Betroffene tun

Wer bereits Geld an Axstera oder eine der Schwesterseiten überwiesen hat, sollte sofort handeln:

  • Sofort alle Zahlungen stoppen. Keinesfalls weiteres Geld überweisen, auch nicht unter Drohungen.
  • Beweise sichern. Machen Sie Screenshots von allen Chatverläufen, Überweisungsbelegen und dem Handelskonto.
  • Anzeige erstatten. Melden Sie den Betrugsverdacht bei der Polizei, etwa über die Onlinewache Ihres Bundeslandes.
  • Bank kontaktieren. Bei Zahlungen per Kreditkarte kann ein sogenannter Chargeback helfen, das Geld zurückzuholen.

Die Jagd auf Klon-Plattformen geht weiter

Der Fall Axstera ist kein Einzelfall. Behörden verzeichnen einen massiven Anstieg bei professionellen „Cyber-Trading“-Betrügereien. Die Täter nutzen zunehmend KI, um Kommunikation zu automatisieren und sogar Deepfake-Videos von angeblichen Beratern zu erstellen.

Die detaillierte Liste der BaFin zeigt: Die Aufseher werden besser im Aufspüren ganzer Netzwerke. Verbraucher sollten vor jeder Investition einen Check in der Unternehmensdatenbank der BaFin machen. Steht ein Anbieter nicht dort, ist er in Deutschland nicht zugelassen – und das Geschäft riskant.

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