BaFin, Anlagebetrug

BaFin warnt vor Anlagebetrug über WhatsApp-Gruppen

05.02.2026 - 01:52:12

Die Finanzaufsicht warnt vor professionellen Investment-Betrügereien über Messenger-Dienste. Täter locken Anleger mit gefälschten Identitäten seriöser Unternehmen in Chat-Gruppen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt Alarm: Betrüger nutzen gezielt WhatsApp, um Anleger mit gestohlenen Unternehmensidentitäten um ihr Geld zu bringen. In der ersten Februarwoche veröffentlichte die Aufsicht mehrere dringende Warnungen.

Die Täter geben sich als seriöse Finanzunternehmen aus und locken Opfer in geschlossene Chat-Gruppen. Dort bauen sie Vertrauen auf, bevor sie zum Investieren überreden. Die Professionalität der Masche nimmt stetig zu.

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Aktuelle Fälle: So dreist agieren die Täter

Ein aktueller Fall betrifft Angebote unter dem Namen „PCAM“, die in WhatsApp-Gruppen und über die App „PCAU pro“ verbreitet werden. Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter des echten US-Vermögensverwalters Polen Capital Management LLC aus.

Weitere Beispiele der letzten Tage:
* „Tradeshark24“: Gibt sich als Frankfurt Financial Solutions GmbH & Co. KG aus.
* „fidelity-ag(.)com“: Missbraucht nicht nur einen bekannten Firmennamen, sondern manipuliert per „Caller-ID-Spoofing“ auch Telefonnummern realer Banken.

Die echten Unternehmen haben keinerlei Verbindung zu diesen Aktivitäten.

Die perfide Masche: Vom Lockvogel zum Totalverlust

Die Vorgehensweise folgt einem klaren Muster. Über Werbung in sozialen Medien locken die Täter mit kostenlosen Börsentipps und hohen Gewinnversprechen in exklusive Gruppen.

Dort bauen angebliche „Finanz-Gurus“ durch anfängliche kleine Gewinnauszahlungen Vertrauen auf. Sobald die Opfer größere Summen investieren, brechen die Betrüger den Kontakt ab. Auszahlungen werden unter fadenscheinigen Gründen verweigert, bis die Täter verschwinden. Diese Methode ist als „Pig Butchering“ bekannt.

Versteckte Gefahr: Opfer werden zu Komplizen

Neben dem finanziellen Totalverlust droht eine oft übersehene rechtliche Falle. Opfer werden teilweise angeleitet, Gelder von anderen Gruppenmitgliedern weiterzuleiten – etwa auf ausländische Konten oder in Kryptowährungen.

Wer das tut, riskiert eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche. Experten raten Betroffenen, bei Verdacht nicht nur den Schaden zu melden, sondern auch alle Kommunikationsverläufe zu sichern und rechtlichen Rat einzuholen.

BaFin stellt Verbraucherrisiken in den Fokus

Die Häufung der Warnungen ist Teil einer strategischen Neuausrichtung. In ihrem Bericht „Risiken im Fokus 2026“ benennt die BaFin erstmals explizit die Risiken für private Verbraucher als Schwerpunkt.

Die Aufseher beobachten mit Sorge, wie über soziale Medien und „Finfluencer“ spekulative Investments verbreitet werden. Die Anonymität von Messenger-Diensten und Kryptowährungen bietet Betrügern dabei ein ideales Umfeld.

So schützen Sie sich wirksam

Angesichts der professionellen Masche ist höchste Vorsicht geboten. Die BaFin rät zu diesen Schritten:
* Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Angeboten und unrealistischen Renditeversprechen.
* Prüfen Sie jeden Anbieter vor einer Investition in der Unternehmensdatenbank der BaFin.
* Installieren Sie keine Apps aus unbekannten Quellen.
* Gewähren Sie niemals Dritten Zugriff auf persönliche Daten oder Geräte.
* Nehmen Sie bei Verdacht sofort Kontakt mit Polizei und BaFin auf.

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