BaFin und FMA warnen vor neuer Welle professioneller Anlagebetrüger
04.01.2026 - 22:30:12Die Finanzaufsichten in Deutschland und Österreich warnen zum Jahresauftakt vor einer neuen Generation hochprofessioneller Betrugsplattformen. Im Visier der Behörden stehen jetzt ganze Ökosysteme aus manipulierten Trading-Apps und scheinbar exklusiven WhatsApp-Gruppen. Diese verursachten bereits in den ersten Tagen des Jahres Schäden in Millionenhöhe.
Innerhalb der ersten 72 Stunden des neuen Jahres landeten mehrere aggressive Plattformen auf den Warnlisten. Zu den prominentesten Neuzugängen gehören:
* „Klaronexor“ und „VDC max“
* Die besonders perfide agierende Plattform „hashx-capital.com“, die mit KI-gestützten Algorithmen und unrealistischen Renditen wirbt.
* „Immediate Edge“, ein bekannter Name, der wieder aktiv ist und bereits einen konkreten Schaden von über 15.000 Euro verursachte.
Die Muster sind oft identisch: Professionelle Webseiten suggerieren Seriosität, während Gelder direkt auf Auslandskonten oder in Krypto-Wallets der Täter fließen. Branchenkenner warnen: Viele dieser Angebote sind Teil organisierter Netzwerke, die ihre digitalen Identitäten schneller wechseln, als Behörden warnen können.
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Die WhatsApp-Falle: Betrug im geschlossenen Raum
Ein besorgniserregender Trend ist die Verlagerung in geschlossene Messenger-Gruppen. Die FMA warnt explizit vor Gruppen wie „Atlas Projekt J16“ oder „Zahlen und Reichtum“.
Dort inszenieren die Täter ein komplexes Schauspiel. Vermeintliche „Mentoren“ teilen angebliche Insider-Tipps, während Komplizen gefälschte Erfolgsmeldungen posten. Diese soziale Bestätigung soll skeptische Neulinge zum Geldüberweisen bewegen. Zudem nutzen Betrüger zunehmend die Namen renommierter Firmen wie Robeco für Identitätsdiebstahl – ohne dass es eine Verbindung gibt.
App-Betrug 2.0: Die Gefahr aus dem Store
Kriminelle setzen verstärkt auf manipulierte Smartphone-Apps. Die Warnung vor „VDC max“ zeigt das Muster: Nutzer werden gedrängt, Trading-Software zu installieren.
Diese Apps simulieren täuschend echt Kursgewinne. Erst bei einer beantragten Auszahlung schnappt die Falle zu: Plötzlich werden Steuern oder Gebühren gefordert. Technische Analysen zeigen, dass solche Apps teilweise sogar kurzzeitig in offizielle Stores gelangen oder als „Sideload“ installiert werden.
Ein Hase-und-Igel-Rennen mit der Kriminalität
Die aktuelle Warnwelle zeigt die rasanten Anpassungen der organisierten Kriminalität. Setzten Betrüger 2024 noch auf Krypto-Webseiten, fahren sie jetzt eine „Multi-Channel-Strategie“:
1. Erstkontakt über Social Media oder Dating-Apps
2. „Pflege“ des Opfers über WhatsApp
3. Abwicklung über manipulierte Apps
Finanzforensiker sehen in der hohen Schlagzahl der Warnungen auch eine verbesserte Detektionsfähigkeit der Behörden. Doch der juristische Zugriff bleibt schwierig, da viele Tätergruppen aus dem außereuropäischen Ausland operieren. Der geschätzte jährliche Schaden in der DACH-Region liegt im dreistelligen Millionenbereich.
Was kommt 2026 auf Anleger zu?
Experten rechnen mit einer Zunahme von „Deepfake“-Betrug. KI-generierte Videos, in denen Prominente oder sogar Bekannte Investment-Tipps geben, könnten die nächste Eskalationsstufe sein.
Für Verbraucher gilt mehr denn je: Kein seriöser Anbieter drängt über WhatsApp-Gruppen zu Investments oder verlangt Vorabgebühren. Wer seinen Anbieter auf einer Warnliste findet, sollte alle Zahlungen stoppen und Anzeige erstatten.
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