BAFA, Exportwirtschaft

BAFA entfesselt Exportwirtschaft mit Bürokratie-Abbau

30.01.2026 - 15:31:12

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle führt pauschale Genehmigungen ein, um Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure zu stärken.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schlägt ein neues Kapitel im Kampf gegen bürokratische Hürden auf. Ab dem 1. Februar 2026 treten weitreichende Vereinfachungen für Exportkontrollen in Kraft. Sie sollen deutsche Unternehmen im globalen Wettbewerb stärken – ohne die hohen Sicherheitsstandards zu opfern.

Kernstück: Pauschale Genehmigungen entlasten Unternehmen

Herzstück des fünften Maßnahmenpakets dieser Art sind erweiterte Allgemeine Genehmigungen (AGG). Diese wirken wie eine pauschale Freigabe für den Export bestimmter, als unkritisch eingestufter Güter in vertrauenswürdige Zielländer. Unternehmen, die die Kriterien erfüllen, können sofort liefern – ohne langwierige Einzelanträge beim BAFA. Das schafft Planungssicherheit und beschleunigt Geschäfte.

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Besonders profitieren sollen europäische Rüstungskooperationen und der grenzüberschreitende Technologieaustausch. Der Transfer von Software oder die Nutzung konzerninterner Cloud-Dienste wird deutlich vereinfacht. Die Behörde verspricht: Wertvolle Prüfressourcen werden frei, um sich auf wirklich sicherheitskritische Exporte zu konzentrieren.

BAFA erhält mehr Befugnisse für schnellere Entscheidungen

Ein weiterer Schritt zur Beschleunigung: Das BAFA erhält erweiterte Entscheidungskompetenzen. Bei Anträgen zum Technologieaustausch innerhalb der EU oder von Konzernen kann die Behörde nun eigenständiger und zügiger entscheiden. Lange interne Abstimmungswege gehören damit der Vergangenheit an.

Diese Reform ist Teil der Wachstumsinitiative der Bundesregierung. Bereits die vier vorherigen Entbürokratisierungspakete hätten zu kürzeren Bearbeitungszeiten geführt, so das BAFA. Jetzt soll der Schwung verstärkt werden.

Reaktion auf geopolitischen Druck und Wirtschaftsbeschwerden

Die Reform war überfällig. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die komplexen Sanktionsregime hatten die Exportkontrolle an ihre Grenzen gebracht. Die Antragsflut führte zu langen Wartezeiten – ein echter Wettbewerbsnachteil für deutsche Hightech-Firmen.

Wirtschaftsverbände hatten lautstark auf die Probleme hingewiesen. Die neuen Regelungen greifen ihre Forderungen nach mehr Planbarkeit auf. Analysten sehen darin einen gelungenen Balanceakt: Die Wirtschaft wird entlastet, während die strengen Sicherheitsprüfungen für kritische Güter uneingeschränkt bestehen bleiben.

Was die neuen Regeln für Unternehmen bedeuten

Für exportorientierte Betriebe bringt das Paket vor allem eins: weniger Bürokratie bei Standardgeschäften. Wer regelmäßig unbedenkliche Güter in verlässliche Partnerländer liefert, profitiert am meisten. Die erwartete Beschleunigung soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Anbieter stärken.

Unternehmen sollten sich jetzt mit den Details der neuen AGGs vertraut machen. Das BAFA wird in Kürze ausführliche Informationen auf seiner Website bereitstellen. Die Botschaft ist klar: Deutschland will seine Exportwirtschaft nicht durch überbordende Verwaltung ausbremsen – Sicherheit bleibt dabei oberstes Gebot.

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