Badbox-Malware: Android-Geräte bleiben ein Jahr nach BSI-Aktion gefährdet
12.01.2026 - 18:00:12Über ein Jahr nach der großen BSI-Aktion bleibt vorinstallierte Schadsoftware auf Android-Geräten eine echte Gefahr. Die spezifische „Badbox“-Kampagne ist zwar eingedämmt, doch das grundlegende Problem in der Lieferkette billiger Elektronik besteht weiter. Experten warnen: Vor allem bei günstigen, oft markenlosen Geräten ist das Risiko einer Werk-Kompromittierung hoch.
Ende 2024 legte das BSI die Kommunikation von bis zu 30.000 infizierten Geräten in Deutschland lahm. Die Schadsoftware war tief in der Firmware von Bilderahmen, Mediaplayern und TV-Boxen verankert. Sobald online, kontaktierte das Gerät unbemerkt Server der Angreifer.
Neuere Varianten wie „Badbox 2.0“ funktionieren nach ähnlichem Prinzip. Das FBI warnt vor Nachfolger-Botnetzen, die bereits Millionen Geräte weltweit infiziert haben sollen.
Vorinstallierte Schadsoftware auf Android-Geräten ist kein Randproblem — besonders bei billigen, markenlosen Modellen drohen unbemerkte Firmware‑Infektionen. Wenn Sie Ihr Gerät sicher einrichten und mögliche Hintertüren vermeiden wollen, hilft ein verständlicher Einsteiger‑Leitfaden für Android: Schritt‑für‑Schritt‑Tipps zu sicherer Einrichtung, App‑Quellen, Berechtigungsprüfung und Netzwerkschutz. Enthalten: Gratis‑PDF plus ein 5‑teiliger E‑Mail‑Grundkurs — ideal für Einsteiger. Jetzt kostenloses Android-Startpaket sichern
Das Kernproblem: Unsichere Billigware-Lieferketten
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine kritische Schwachstelle: die mangelnde Kontrolle über die Software-Lieferkette bei Niedrigpreis-Produkten. Kriminelle nutzen Lücken bei Herstellern, die an der Cybersicherheit sparen, und schleusen Schadcode direkt in die Firmware ein.
Das BSI betont, dass Geräte mit veralteten Android-Versionen ein gewaltiges Risiko bergen. Der Markt wird weiter mit Produkten überschwemmt, für die es keine regelmäßigen Sicherheitsupdates gibt – ein leichtes Ziel für Angreifer.
So können sich Verbraucher schützen
Die ursprüngliche Badbox-Infrastruktur ist zwar gestört, die Gefahr bleibt. Das BSI rät zu erhöhter Vorsicht. Die wichtigsten Tipps:
* Kaufentscheidung: Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Seriosität des Herstellers und die Zusage regelmäßiger Software-Updates.
* App-Bezug: Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem offiziellen Google Play Store.
* Berechtigungen: Prüfen Sie kritisch, welche Zugriffsrechte eine App fordert.
* Netzwerk-Monitoring: Behalten Sie Ihr Heimnetzwerk im Auge. Bei unerklärlichem Datenverkehr oder merkwürdigem Geräteverhalten: Gerät sofort vom Internet trennen.
Eine anhaltende Herausforderung für das IoT
Das Problem zeigt die wachsende Bedrohung im Internet der Dinge (IoT). Während die Sicherheit von PCs gestiegen ist, wird bei Billig-Geräten oft gespart. Die Verantwortung liegt nicht nur bei Verbrauchern, sondern auch bei Herstellern und Händlern. Nachhaltig helfen könnten nur strengere Sicherheitsstandards und Zertifizierungen schon im Produktionsprozess.
Der Kampf gegen solche Botnetze geht weiter. Für Verbraucher muss Cybersicherheit ein fester Teil jeder Kaufentscheidung für vernetzte Technik werden.


