AXA, Libby

AXA: Libby Benet leitet neue Präventions-Division

15.05.2026 - 08:39:38 | boerse-global.de

Der Versicherer baut mit einer eigenen Sparte für Risikoprävention sein Geschäft aus und rückt die Schadensvermeidung in den Fokus.

AXA: Libby Benet leitet neue Präventions-Division - Foto: über boerse-global.de
AXA: Libby Benet leitet neue Präventions-Division - Foto: über boerse-global.de

AXA richtet das Geschäft breiter aus. Der Versicherer startet bei AXA XL eine eigene Einheit für Risikoprävention. Der Schritt zeigt, wie stark sich der Fokus in der Industrie von der bloßen Schadenregulierung hin zur Vermeidung von Verlusten verschiebt.

Die neue Division soll Datenanalyse, Technologie und klassisches Risk Engineering enger verzahnen. Im Mittelpunkt stehen Risiken aus Klimawandel, Lieferketten, Cyberangriffen und operativer Widerstandsfähigkeit. AXA will Kunden damit helfen, Schäden früher zu erkennen und möglichst zu vermeiden.

Prävention wird zum Geschäftsmodell

Die Leitung übernimmt Libby Benet. Sie ist Global Chief Underwriting Officer und führt die Präventionssparte zusätzlich. Benet kam 2020 zu AXA XL, seit 2022 verantwortet sie das globale Underwriting.

Konzernchef Scott Gunter macht Prävention zur Priorität. Für ihn ist das ein strategischer Schritt, um die Bedürfnisse von Firmenkunden besser zu treffen. Der Versicherer positioniert sich damit nicht nur als Risikoträger, sondern als Partner für komplexe Risikoabwehr.

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Der Timing ist günstig. Große Multiline-Versicherer meldeten zuletzt solide Gewinne, und AXA profitierte auch von dem Verkauf des Asset-Management-Geschäfts an BNP Paribas. S&P Global Ratings sieht für die Branche zwar weiter solide Perspektiven, erwartet aber etwas langsameres Wachstum wegen geopolitischer Spannungen, Inflation und Marktvolatilität.

Rückenwind, aber kein Selbstläufer

Auch die Kapitalseite bleibt relevant. AXA hält an einer Ausschüttungsquote von 45 bis 50 Prozent des Ergebnisses fest. Das spricht für eine robuste Ertragsbasis, macht aber auch klar: Das Kerngeschäft muss tragen, wenn der Konzern neue Wachstumsfelder aufbaut.

Der Vorstoß passt zu internen Langfriststudien des Unternehmens. Darin gilt proaktive Risikovermeidung inzwischen als zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Genau dort setzt AXA nun an. Das dürfte spannend werden, weil Prävention im Versicherungsmarkt zwar an Bedeutung gewinnt, sich aber erst in der Praxis als belastbares Ertragsmodell beweisen muss.

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Für AXA rückt damit nicht nur die Absicherung von Schäden in den Vordergrund, sondern deren Vermeidung. Die neue Einheit bei AXA XL soll diesen Anspruch operationalisieren und die Beziehung zu Großkunden vertiefen. Wenn das gelingt, könnte der Konzern im Gewerbegeschäft künftig stärker über Beratung, Daten und Vorbeugung differenzieren als über klassische Policen allein.

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