Aware erreicht FIDO2-Zertifizierung für passwortlose Sicherheit
17.02.2026 - 22:09:12Der Biometrie-Spezialist Aware hat eine wichtige Zertifizierung für passwortlose Authentifizierung erhalten. Diese Bestätigung unterstreicht den Branchentrend hin zu FIDO-Standards, während Unternehmen sich gegen KI-gestützte Cyberangriffe wappnen. Die Validierung betrifft Aware’s Plattform für die sichere Verwaltung von Passkeys – ein Schlüsselelement für eine sicherere digitale Welt.
FIDO2 und Passkeys: Das Ende des Passworts
Der FIDO2-Standard ermöglicht es, sich mit alltäglichen Geräten bei Online-Diensten anzumelden. Sein bekanntestes Ergebnis ist der Passkey, ein digitaler Schlüssel, der das Passwort ersetzt. Von Tech-Giganten wie Apple, Google und Microsoft vorangetrieben, synchronisieren sich Passkeys nahtlos über alle Geräte eines Nutzers.
Die nun erreichte Server-Zertifizierung ist ein entscheidendes Qualitätssiegel für Anbieter wie Aware. Sie bestätigt, dass deren Lösungen den strengen kryptografischen Vorgaben der FIDO Alliance entsprechen. Diese Kompatibilität ist besonders für Hochsicherheitsbranchen wie Finanzdienstleistungen unverzichtbar. Für Unternehmen und Kunden schafft sie Planungssicherheit: Verschiedene zertifizierte Produkte arbeiten zuverlässig zusammen. Das verhindert Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und beschleunigt den Abschied von anfälligen Passwörtern.
Neue Mission: FIDO Alliance gründet Arbeitsgruppe für digitale Ausweise
Während Passkeys einen großen Sieg im Kampf gegen Passwörter darstellen, blickt die FIDO Alliance bereits auf die nächste Herausforderung: digitale Identitäten. Im Dezember 2025 kündigte sie die Gründung der Digital Credentials Working Group (DCWG) an. Diese Initiative zielt darauf ab, ein sicheres und interoperables Ökosystem für überprüfbare digitale Ausweise und Identitäts-Wallets zu schaffen.
Die DCWG konzentriert sich auf drei Kernbereiche: die Entwicklung neuer Spezifikationen, die Vereinfachung der Integration für Diensteanbieter und – entscheidend – die Einführung eines Wallet-Zertifizierungsprogramms. Diese Zertifizierung soll garantieren, dass digitale Geldbörsen hohe Standards für Sicherheit, Datenschutz und Kompatibilität erfüllen. Die Gründung dieser Gruppe, in Partnerschaft mit Gremien wie der OpenID Foundation, zeigt den ganzheitlichen Ansatz der Alliance: Sie adressiert den gesamten Identitäts-Lebenszyklus, von der Kontoerstellung bis zur Verwaltung digitaler Führerscheine oder Ausweise.
KI-Bedrohungen treiben die Sicherheits-Evolution voran
Die parallelen Entwicklungen – mehr FIDO2-Nutzung und der Vorstoß in Richtung digitale Wallets – sind keine Zufälle. Sie sind eine direkte Antwort auf eine Bedrohungslandschaft, die durch generative KI radikal verändert wurde. Andrew Shikiar, CEO der FIDO Alliance, warnte erst im Februar 2026 vor Deepfake-Angriffen, die hochpersonalisierte Phishing-Kampagnen antreiben werden.
Passkeys, die auf Public-Key-Kryptografie basieren, sind von Natur aus resistent gegen Phishing. Damit sind sie eine wirksame Verteidigung gegen diese fortschrittlichen Bedrohungen. Die Zertifizierung der dahinterstehenden Server gewinnt dadurch weiter an Bedeutung. Gleichzeitig adressiert der Push für standardisierte digitale Wallets das grundlegende Bedürfnis nach vertrauenswürdiger Identität in einer Welt, in der die Unterscheidung zwischen echten Nutzern und KI-Bots immer schwieriger wird.
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Ausblick: Wachstum und neue Standards
Für das Jahr 2026 wird der Schwung hinter den FIDO-Standards ungebrochen anhalten. Branchenbeobachter erwarten eine breitere Einführung von Passkeys, vor allem im Banken- und Finanzsektor. Der CEO der Alliance geht davon aus, dass bereits über vier Milliarden Passkeys im Einsatz sind – eine Zahl, die exponentiell wachsen wird.
Der Fokus der neuen Arbeitsgruppe für digitale Ausweise liegt zunächst auf der Entwicklung des Wallet-Zertifizierungsprofils. Dieser Schritt ist entscheidend für den erfolgreichen Rollout digitaler ID-Wallets, insbesondere mit Blick auf Fristen von Initiativen wie dem EU-eIDAS-Programm. Die Branche wird genau verfolgen, ob es der FIDO Alliance gelingt, ihr erfolgreiches Standardisierungsmodell auch auf die komplexe Welt der digitalen Berechtigungen zu übertragen.
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