Averna im Test: Warum dieser sizilianische Kräuterlikör plötzlich in jeder coolen Bar auftaucht
03.01.2026 - 19:36:03Wenn der perfekte Abend an einem schlechten Drink scheitert
Stell dir vor: Es ist spät, das Essen war genial, die Gespräche tief, die Playlist on point. Der Moment, in dem alles noch ein Stückchen runder werden könnte. Und was passiert meistens? Jemand zieht irgendeinen 08/15-Kräuterschnaps aus dem Schrank. Süß, klebrig, brennend – und der magische Vibe kippt ins Beliebige.
Genau hier liegt das Problem: Wir geben uns beim Kochen Mühe, wir wählen guten Wein, wir achten auf Espresso – aber beim Digestif landen wir oft bei irgendwas. Keine Story, kein Charakter, nur Prozente.
Immer mehr Menschen suchen deshalb nach Drinks mit Persönlichkeit: weniger Zuckerbombe, mehr Stil. Etwas, das zur Stimmung passt, nicht nur zum Promillepegel. Etwas, das du Gästen hinstellst und sagen kannst: „Probier das mal, das ist besonders.“
Und genau an dieser Stelle taucht ein Name immer häufiger auf – in Bars, auf Reddit, in Food-Blogs, auf Insta-Reels aus schicken Hotelbars:
Die Lösung aus Sizilien: Averna – mehr als nur ein Kräuterlikör
Averna ist kein neuer Hype-Drink, sondern ein alter Bekannter, der gerade eine Art Renaissance erlebt. Ein klassischer sizilianischer Amaro – also ein Bitterlikör – mit rund 29 % Vol., aber vor allem mit einer enormen aromatischen Tiefe. Produziert wird er heute von Davide Campari-Milano N.V. (ISIN: NL0015435975), also vom gleichen Konzern, der auch Campari und Aperol groß gemacht hat.
Was Averna von vielen anderen Kräuterlikören unterscheidet: Er schmeckt nicht nach „Medizin“, sondern nach Dolce Vita. Dichte, dunkle Süße, feine Bitterkeit, Noten von Zitrus, Kräutern, Gewürzen – und eine Textur, die fast an flüssiges Karamell erinnert. Du kannst ihn pur, auf Eis, mit Orangenzeste oder als Basis für Cocktails trinken.
In vielen aktuellen Bar-Reviews und YouTube-Tastings wird Averna immer wieder als „Einstiegs-Amaro für alle, die Bitter neu entdecken wollen“ bezeichnet. Auf Reddit schreiben Nutzer, dass er weniger aggressiv als Fernet, aber komplexer und runder als viele Mainstream-Kräuterschnäpse ist. Kurz: ein Drink, der deinen Abend nicht dominiert, sondern veredelt.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Was macht Averna konkret im Alltag mit deinem Bar-Kosmos? Hier geht es nicht um abstrakte Tasting-Notes, sondern um deinen nächsten Abend mit Freunden:
- Weicher Einstieg statt harter Shot: Averna hat eine balancierte Bitterkeit. Das heißt: Du bekommst den coolen „Amaro-Vibe“, ohne dass deine Gäste das Gesicht verziehen. Perfekt, wenn nicht alle Hardcore-Bitter-Fans sind.
- Vielseitig einsetzbar: Pur nach dem Essen, als Spritz mit Soda, im Negroni-Twist oder mit Tonic auf Eis – du kaufst eine Flasche und hast direkt mehrere Einsatzfelder. Ideal für kleine Home-Bars.
- Sizilianische Story inklusive: Averna kommt aus Caltanissetta auf Sizilien, und genau diese Herkunft kannst du beim Servieren erzählen. Das macht aus einem „Shot“ ein Erlebnis.
- Optik, die was hermacht: Die dunkle, fast schwarze Farbe im Glas, dazu eine Orangenzeste oder Eiswürfel – das sieht sofort nach Bar statt WG-Party aus.
- Moderater Alkoholgehalt für lange Abende: Mit ca. 29 % Vol. liegt Averna deutlich unter vielen Spirituosen, aber über Wein – ein guter Sweet Spot, wenn du Genuss statt Abriss suchst.
- Preislich entspannt: Im Vergleich zu manchen Nischen-Amari aus der Craft-Szene bekommst du bei Averna ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Premium-Feeling ohne Premium-Schmerz an der Kasse.
Im Alltag bedeutet das: Du brauchst nicht zehn Flaschen, um anspruchsvolle Drinks anzubieten. Eine Averna-Flasche reicht, um deinen Abend von „ganz nett“ zu „wow, was war das bitte?“ zu heben.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Produkttyp: Amaro / Kräuterlikör aus Sizilien | Bringt authentischen „Italian After Dinner“-Vibe in dein Wohnzimmer, ohne dass du Bar-Profi sein musst. |
| Alkoholgehalt ca. 29 % Vol. | Angenehmer Genuss ohne Überforderung – stark genug für Charakter, mild genug für lange Abende. |
| Geschmacksprofil: Süß-bitter, Noten von Zitrus, Kräutern, Gewürzen | Vielschichtig genug für Kenner, zugänglich genug für Einsteiger – ideal, wenn deine Gäste unterschiedlich ticken. |
| Servierempfehlung: pur, auf Eis, mit Orangenschale oder im Cocktail | Maximale Flexibilität: vom einfachen Digestif bis zum Signature-Drink für deine Party. |
| Hersteller: Davide Campari-Milano N.V. | Du profitierst von Profi-Qualität eines globalen Players mit jahrzehntelanger Spirituosen-Expertise. |
| Positionierung: Zwischen klassischem Kräuterschnaps und modernem Amaro | Perfekter Mittelweg, wenn dir Standard-Liköre zu langweilig und Hardcore-Bitter zu extrem sind. |
Das sagen Nutzer und Experten
Scrollst du durch Foren und Social-Media-Feeds, tauchen bei Averna ein paar Muster immer wieder auf:
- „Gateway-Amaro“: Viele Reddit-User beschreiben Averna als perfekten Einstieg in die Amaro-Welt. Weniger polarisierend als Fernet Branca, aber deutlich komplexer als generische Kräuterschnäpse aus dem Supermarkt.
- Beliebt in Bars: In internationalen Bar-Guides und YouTube-Channels wird Averna oft als „Backbar-Essential“ gelistet – ein Klassiker, der in gut sortierten Bars selbstverständlich steht.
- Pur UND im Cocktail stark: Mixology-Blogs heben hervor, dass Averna sowohl solo als auch als Zutat in Drinks wie einem Black Manhattan, einem Averna Sour oder simplem Averna & Tonic brilliert.
- Wenige echte Kritikpunkte: Der häufigste „Kritikpunkt“: Wer extrem trockene, stark bittere Amari liebt, findet Averna manchmal fast zu gefällig, zu rund. Für die breite Masse ist genau das aber ein Plus.
Unterm Strich ist der Tenor: Averna ist kein laut schreiender Hype, sondern ein leiser, zuverlässiger Geheimtipp, der sich nach und nach rumspricht. Ein Produkt, bei dem du mit ziemlich hoher Sicherheit sagen kannst: „Das mögen die meisten.“
Alternativen vs. Averna
Natürlich ist Averna nicht der einzige Amaro im Regal. Also: Warum ausgerechnet dieser?
- Gegenüber Fernet Branca & Co.: Fernet ist legendär, aber extrem: sehr bitter, sehr kräuterlastig, sehr polarisierend. Averna ist deutlich runder, milder und süßer. Für Einsteiger und gemischte Runden damit meist die bessere Wahl.
- Gegenüber Jägermeister & Mainstream-Kräuterschnäpsen: Wenn du von klassischen Party-Kräuterschnäpsen kommst, wirkt Averna erwachsener, komplexer und weniger „klebrig“. Du hast das Gefühl eines hochwertigen Digestifs statt eines Party-Shots.
- Gegenüber Nischen-Amari kleiner Brennereien: Craft-Amari können toll, aber teuer und teilweise schwer zu bekommen sein. Averna bietet dir eine ähnliche Stilrichtung, aber mit stabiler Verfügbarkeit und fairer Bepreisung.
- Im Preis-Leistungs-Verhältnis: In vielen Online-Shops liegt Averna im moderaten Preissegment – deutlich unter High-End-Spirits, aber mit einem Geschmacksprofil, das locker im Premium-Bereich mitspielen kann.
Wenn du nur eine einzige Amaro-Flasche in deiner Homebar haben möchtest, ist Averna deshalb ein ziemlich smarter Default: zugänglich genug für alle, charakterstark genug für dich.
So baust du Averna in deinen Abend ein
Damit Averna nicht nur hübsch im Regal steht, hier ein paar alltagstaugliche Setups:
- Der einfache Digestif: Averna leicht gekühlt oder auf einem großen Eiswürfel servieren, ein Stück Orangenschale darüber auspressen, fertig. Sieht nach Restaurant aus, dauert 10 Sekunden.
- Averna & Tonic: Highball-Glas, Eis, 4 cl Averna, mit Tonic Water auffüllen, Orangenscheibe dazu. Bitter, spritzig, überraschend frisch – ideal als Feierabenddrink.
- Sicilian Spritz: 4 cl Averna, 6 cl Soda oder Mineralwasser, Eis, Orange oder Zitrone. Wenn du magst, ein Schuss Prosecco. Easy Summer-Vibe – auch im Winter.
- Negroni-Twist: Ersetze im Negroni (Gin, Vermouth, Bitter) den klassischen Bitter durch Averna. Ergebnis: weniger scharf, mehr Tiefe, mehr Karamellnoten.
Du musst keine Cocktail-Bibel auswendig können – Averna funktioniert schon mit zwei, drei simplen Ideen extrem gut.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Averna ist der Drink für alle, die aus dem „irgendwas mit Kräutern“-Modus raus wollen, ohne direkt in die Hardcore-Bitter-Nische abzubiegen. Er vereint die Wärme eines Digestifs, die Vielseitigkeit eines Cocktail-Bitters und die Story eines authentischen sizilianischen Klassikers – verpackt in ein Geschmacksprofil, das erstaunlich vielen Leuten gefällt.
Du bekommst hier keinen lauten Hype, sondern einen leisen Qualitäts-Upgrade für deine Bar. Ein Produkt, das von einem erfahrenen Spirituosen-Giganten wie Davide Campari-Milano N.V. getragen wird, aber dennoch genug Charakter hat, um sich nicht wie ein generischer „Konzern-Likör“ anzufühlen.
Wenn du dir also das nächste Mal die Frage stellst: „Was serviere ich nach dem Essen?“, willst du wirklich wieder bei der staubigen Standard-Flasche im Schrank landen – oder deinen Gästen (und dir) zeigen, wie sich ein Abend mit einem Hauch Sizilien im Glas anfühlt?


