AutoStore und Dematic starten KI-Offensive in der Logistik
20.03.2026 - 00:00:34 | boerse-global.deDie Intralogistik erlebt diese Woche einen Technologieschub. Führende Anbieter stellen bahnbrechende KI-Plattformen vor, die den Warendurchsatz revolutionieren sollen. Der norwegische Robotikspezialist AutoStore präsentiert seine Cloud-Plattform CubeVerse, während der Konzern Dematic ein herstellerunabhängiges Command Center ankündigt. Parallel demonstriert die KION Group auf der KI-Konferenz GTC in Kalifornien den Sprung von der Simulation in den realen Lagerbetrieb. Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab: Statt reiner Hardware-Beschleunigung rücken nun intelligente, datengetriebene Echtzeit-Entscheidungen in den Mittelpunkt.
Vom Lagerroboter zur Entscheidungs-KI
AutoStore vollzieht mit CubeVerse einen strategischen Schwenk. Die neue Cloud-Lösung vereint Daten, Anwendungen und KI-Funktionen über den gesamten Lebenszyklus eines Lagers. Branchenbeobachter sehen darin den Übergang von einer anlagen- zu einer entscheidungszentrierten Logistik.
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Die Herausforderung für Betreiber ist klar: Nach einem Jahrzehnt massiver Investitionen müssen sie verschiedene Maschinen, Softwarelösungen und menschliche Arbeitskräfte effizient synchronisieren. Genau hier setzen die neuen KI-Analysefunktionen an. Sie sollen operative Komplexität reduzieren und die Leistung besser vorhersehbar machen. Ein Ziel ist es, längere Betriebszeiten bis hin zum 24/7-Betrieb zu unterstützen und gleichzeitig die Gesamtkosten zu senken.
Dematic bricht die Datensilos auf
Als direkte Antwort auf komplexere Lieferketten führte Dematic sein neues Command Center ein. Es handelt sich um eine herstellerunabhängige Intelligenzplattform für den Lagerbetrieb. Die Lösung bietet eine einheitliche Oberfläche für Echtzeit-Überwachung, KI-Entscheidungsunterstützung und operative Analysen.
Analysten werten den herstellerunabhängigen Ansatz als wichtigen Schritt. In modernen Distributionszentren arbeiten heute Systeme verschiedener Anbieter parallel. Das Command Center soll diese Datensilos aufbrechen und Engpässe identifizieren, bevor sie den Durchsatz beeinträchtigen. Die smarte Orchestrierung bestehender Hardware wird damit immer wichtiger als der Kauf schnellerer Fördertechnik.
KION bringt physische KI in die Lagerhalle
Dass KI nicht nur in Software-Dashboards, sondern direkt auf dem Hallenboden wirkt, demonstriert die KION Group. Auf der GTC-Konferenz präsentiert das Unternehmen mit Partnern wie NVIDIA konkrete Anwendungen von physischer KI. Im Zentrum stehen ein autonomer Gabelstapler und eine sicherheitszertifizierte Personenerkennung für das automatisierte Beladen von Lkw.
Ein Leuchtturmprojekt läuft im nordfranzösischen Épinoy. In einem Logistikzentrum von GXO Logistics hat KION sein erstes autonomes, KI-unterstütztes Fahrzeug in den Realbetrieb überführt. Vor der Inbetriebnahme wurde das Lager gescannt und virtuell abgebildet. Das Fahrzeug führt nun Transportaufträge selbstständig aus und erkennt mit KI-Kameras Paletten. Der Clou: Es arbeitet sicher Seite an Seite mit menschlichen Fachkräften, ohne ständiges Eingreifen. Solche Lösungen sollen dem Arbeitskräftemangel begegnen.
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Vorbote für die LogiMAT 2026
Die massiven Software-Ankündigungen dienen als Vorbote für die LogiMAT 2026, die in wenigen Tagen in Stuttgart beginnt. Rund 1.600 Aussteller werden die rasante Entwicklung der Intralogistik demonstrieren. Automatisierung und flexible Robotik prägen fast alle Messebereiche.
Die Markteinführungen spiegeln den nächsten logischen Schritt wider: Nach Jahren isolierter Pilotprojekte geht es nun um die intelligente Verzahnung aller Komponenten. Ein weiterer Trend zeigt sich: Die Technologie ist nicht länger nur Großkonzernen vorbehalten. Durch Cloud-Modelle und skalierbare Robotik erhalten zunehmend auch mittelständische Unternehmen Zugang.
Der Weg zur autonomen Lieferkette
Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen: Die Phase reiner Konzeptstudien ist vorbei. Die Integration von Machine Learning in Warehouse-Management-Systeme wird zum neuen Standard, um den Warendurchsatz vorausschauend zu optimieren.
In den kommenden Monaten müssen weitere Anbieter ihre Hardware-Lösungen für herstellerübergreifende Plattformen öffnen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Fähigkeit von Systemen, sich selbstständig anzupassen, wird zum entscheidenden Kaufkriterium. Langfristig ebnen diese Technologien den Weg für vollständig autonome Verteilzentren.
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