Automobilindustrie im Visier: Cyberangriffe auf VW und BMW
04.02.2026 - 17:01:12Deutsche Autobauer kämpfen mit einer Welle von Cyberangriffen. Die Branchenriesen Volkswagen und BMW sind im Fokus hochprofessioneller Hacker. Jüngste Vorfälle und Warnungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigen eine eskalierende Bedrohungslage auf.
Die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge schafft dabei neue, komplexe Angriffsflächen. Die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette macht die Industrie verwundbar.
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Massives Datenleck bei VW: 800.000 Fahrzeuge betroffen
Einer der gravierendsten Vorfälle traf den Volkswagen-Konzern Ende 2024. Bei der Software-Tochter Cariad standen sensible Daten von rund 800.000 Fahrzeugen ungeschützt im Netz. Der Chaos Computer Club (CCC) deckte das Leck auf.
Kompromittiert wurden unter anderem:
* Detaillierte Bewegungsprofile von 460.000 Fahrzeugen
* Präzise Standortdaten, die Rückschlüsse auf Lebensgewohnheiten zuließen
* Informationen zum Ladeverhalten von E-Autos
Der Vorfall entfachte eine Debatte über Datenschutz in vernetzten Autos. Volkswagen betonte, Passwörter seien nicht betroffen gewesen. Doch der Fall zeigte: Ein einzelner Softwarefehler kann Hunderttausende Kunden treffen.
BMW im Visier: Erpressung durch Ransomware
Auch die BMW Group geriet ins Fadenkreuz von Cyberkriminellen. Im September 2025 tauchte der Münchner Konzern auf der Dark-Web-Seite der Erpressergruppe „Everest“ auf. Die Hacker behaupteten, kritische Unternehmensdaten gestohlen zu haben.
Sie nutzten die Taktik der „Double Extortion“: Dabei werden Daten nicht nur verschlüsselt, sondern vorab entwendet. Die Drohung mit der Veröffentlichung erhöht den Druck auf das Opfer massiv. Solche Angriffe zielen auf finanzielle Gewinne, Betriebsstörungen und Reputationsschäden ab.
Warum die Autoindustrie so verwundbar ist
Moderne Fahrzeuge sind fahrende Computer. Jedes vernetzte Auto, jede Cloud-Schnittstelle und jede App wird zum potenziellen Einfallstor. Das BSI warnt seit Langem vor den enormen Herausforderungen dieser durchgehenden Digitalisierung.
Eine Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt das Problem deutlich:
* Drei von vier Unternehmen im Automobilsektor stufen die Cyber-Gefahr als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein.
* Größte Risiken sind Sicherheitslücken in der Cloud sowie Ransomware-Attacken.
Hinzu kommt die komplexe, globale Lieferkette. Ein erfolgreicher Angriff auf einen Zulieferer kann die Produktion bei Großkonzernen lahmlegen.
Strategisches Ziel für Kriminelle und Spione
Die deutsche Automobilindustrie lockt Angreifer nicht nur mit ihrer wirtschaftlichen Kraft. Auch das wertvolle Know-how in Forschung und Entwicklung ist begehrt. Cyberangriffe dienen daher oft der Wirtschaftsspionage.
Das BSI bewertet die allgemeine Bedrohungslage für deutsche Unternehmen als „angespannt bis kritisch“. Die Angreifer agieren heute so professionell wie einst nur staatliche Akteure. Experten sehen die Cybersicherheit inzwischen als erfolgsentscheidenden Faktor für die gesamte Branche.
Das große Wettrüsten hat begonnen
Der Druck auf die Hersteller wächst von allen Seiten. Internationale Vorschriften wie die UNECE-Regelung Nr. 155 zwingen sie dazu, zertifizierte Sicherheitssysteme über den gesamten Lebenszyklus eines Autos nachzuweisen.
Zukünftige Sicherheitskonzepte müssen ganzheitlich ansetzen – vom Chip im Steuergerät bis zu den Cloud-Servern. Sichere Software-Entwicklung und die Absicherung der Lieferkette werden zur Kernaufgabe. Das Wettrüsten zwischen Hackern und der Industrie prägt die automobile Welt auf absehbare Zeit.
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