Autobauer Volvo streicht Jahresziele wegen China-Einbruch - Kursrutsch
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 10:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWSObwohl das Geschäft in Europa stabil laufe, seien die Pläne für Absatz und Barmittelzufluss nicht mehr erreichbar, teilte das Unternehmen am Freitag in Göteborg mit. Für das gerade abgelaufene dritte Quartal erwartet der scheidende Konzernchef Håkan Samuelsson einen Gewinneinbruch und nannte zudem keine neuen Ziele für die nahe Zukunft.
Für die Aktie von Volvo Cars ging es in Stockholm daraufhin abwärts. Zunächst sackte der Kurs um fast acht Prozent ab. Zuletzt lagen die Verluste noch bei rund dreieinhalb Prozent.
Bereits im Juli hatte sich Samuelsson von seinem Plan verabschiedet, den Autoabsatz im laufenden Jahr zu steigern. Schon da hatte Volvo den Verkaufsrückgang in China als Grund genannt. Allerdings hatte das Management in diesem Moment noch damit gerechnet, dass die Nachfrage aus Europa und den USA dem Autobauer zu einer Erholung verhilft.
Erst vor zwei Wochen hatte Samuelsson eine Strategie veröffentlicht, die die Profitabilität des Autoherstellers nach oben treiben soll. Dazu zählen regional angepasste Automodelle und eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Großaktionär Geely.
Im dritten Quartal sank Volvos Absatz im Jahresvergleich um fast elf Prozent auf 141.609 Autos. Eine starke Nachfrage nach Volvos vollelektrischen Fahrzeugen konnte die Schwäche im Raum Großchina und den USA nicht ausgleichen. In China brach der Absatz um 40 Prozent ein, in Gesamt-Amerika um 14 Prozent. In Europa und dem Rest der Welt legte er um 2 Prozent zu. Diese Entwicklung werde stark negative Folgen für den bereinigten Quartalsgewinn und den Barmittelzufluss haben, hieße es weiter. Die endgültigen Quartalszahlen will Volvo am 23. Oktober veröffentlichen.
