Auswärtiges Amt warnt vor Handy-Kontrollen in China
06.02.2026 - 03:09:12Das Auswärtiges Amt rät deutschen China-Reisenden zu erhöhter Vorsicht. Grund sind verschärfte Kontrollen von Smartphones und Laptops durch chinesische Grenzbehörden. Reisende müssen damit rechnen, dass ihre Geräte überprüft und persönliche Daten eingesehen werden.
Diese Warnung in den offiziellen Reisehinweisen gewinnt an Dringlichkeit – trotz der bis Ende 2026 verlängerten visumfreien Einreise für Deutsche. Im Fokus stehen die Risiken für Privatsphäre und Datensicherheit.
Welche Gesetze stecken dahinter?
Die Befugnisse der Behörden basieren auf verschärften Sicherheitsgesetzen. Das überarbeitete Anti-Spionage-Gesetz und neue Vollstreckungsverfahren, die Mitte 2024 in Kraft traten, bilden die rechtliche Grundlage.
Sie erlauben Inspektionen von elektronischen Geräten zum Schutz der nationalen Sicherheit. Chinesische Staatsmedien betonen, die Maßnahmen zielten auf Spionageverdacht. Die Reisehinweise deuten jedoch an: Auch unverdächtige Touristen oder Geschäftsreisende können betroffen sein. Besonders bei Reisen in die Region Xinjiang wird mit strengeren Kontrollen gerechnet.
Viele Reisende unterschätzen, dass bei Kontrollen nicht nur Fotos, sondern auch komplette Chatverläufe eingesehen werden können – von WhatsApp bis WeChat. Gerade wer beruflich sensible Informationen auf dem Smartphone hat, steht vor einem echten Risiko. Ein kostenloses Telegram-Startpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie in wenigen Minuten sicher zu einer datenschutzfreundlicheren Chat-App wechseln, geheime Chats nutzen und Ihre Telefonnummer schützen. Ideal für Reisende und Geschäftsleute, die unterwegs kommunizieren. Jetzt Telegram-Startpaket sichern
Was passiert bei einer Kontrolle?
Das Spektrum reicht von einfachen Befragungen bis zur forensischen Untersuchung des Smartphones. Reisende müssen ihre Geräte oft entsperren und aushändigen. Beamte können dann private und geschäftliche Daten einsehen:
- Fotos und Videos
- Chatverläufe (z.B. von WhatsApp oder WeChat)
- E-Mails und Kontaktlisten
Vergangene Berichte schildern extreme Fälle: An Grenzübergängen nach Xinjiang wurde auf Reisenden-Handys teils eine Spionage-App installiert. Diese Software durchsuchte das gesamte Gerät nach verdächtigen Inhalten. Solche Vorfälle sind nicht die Regel, zeigen aber das mögliche Ausmaß der Eingriffe.
Ein globales Phänomen – nur systematischer
Auch andere Länder wie die USA kontrollieren elektronische Geräte an Grenzen. Sicherheitsexperten stufen das Vorgehen Chinas jedoch als systematischer und weitreichender ein. Der Grund: Die sehr breite Definition von Spionage im nationalen Sicherheitsgesetz.
Für Geschäftsreisende birgt das erhebliche Risiken. Sensible Unternehmensdaten oder Geschäftsgeheimnisse auf Firmenlaptops könnten so in die Hände der Behörden gelangen. Das betrifft nicht nur den Datenschutz, sondern auch die wirtschaftliche Sicherheit der Unternehmen.
So können sich Reisende schützen
Eine Lockerung der chinesischen Sicherheitspolitik ist nicht absehbar. Experten und das Auswärtige Amt empfehlen daher proaktive Maßnahmen:
- Daten minimieren: Nehmen Sie nur das Nötigste mit. Sensible Informationen sollten vor der Reise vom Gerät entfernt und gesichert werden.
- „Burner Phone“ nutzen: Erwägen Sie ein Zweitgerät nur für die Reise, statt Ihres privaten oder geschäftlichen Haupt-Handys.
- Netzwerke sichern: Verzichten Sie möglichst auf öffentliche WLAN-Netze. Nutzen Sie sichere VPN-Verbindungen – beachten Sie aber, dass auch VPN-Dienste in China reguliert sind.
- Registrieren: Melden Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes (Elefand) an, um im Notfall schneller Hilfe zu erhalten.
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