Wadephul, Bedrohung

Wadephul reist angesichts russischer Bedrohung nach Norwegen

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 05:50 Uhr, dpa.de

Außenminister Johann Wadephul reist vor dem Hintergrund anhaltender hybrider russischer Bedrohungen und einer strategisch immer wichtigeren Arktis-Region nach Norwegen.

An diesem Dienstag will der CDU-Politiker gemeinsam mit seinem norwegischen Kollegen Espen Barth Eide in der Stadt Bodø nördlich des Polarkreises das Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte besuchen.

Im Fokus des Besuchs stünden die Sicherheit im Hohen Norden und die Herausforderungen in der Arktis, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. Die Region habe für Europa außerdem erhebliches wirtschaftliches Potenzial - beispielsweise bei der Gewinnung von Wasserstoff, sogenannten seltenen Erden oder dem Zugang zum Weltraum über die nordischen Weltraumbahnhöfe in Norwegen und Schweden.

Wadephul besucht auch Arktikforschungszentrum

In Bodø liegt auch das Nato-Luftoperationszentrum, das im Oktober in Ergänzung zu den bereits bestehenden Zentren in Deutschland und Spanien eröffnet worden war. Das sogenannte "Combined Air Operations Centre" soll auch vor dem Hintergrund der Bedrohungen durch Moskau die Präsenz des Verteidigungsbündnisses in der Region verstärken. Es dient der Planung und Koordinierung von Luftoperationen vor allem in der Arktis und im Nordatlantik.

Am Nachmittag will sich Wadephul über die Arbeit des Arktikforschungsinstituts an der Universität Nord in Bodø informieren. Es gilt als eines der wichtigsten norwegischen Kompetenzzentren für Fragen rund um die Arktis und den hohen Norden. Das 2007 gegründete Institut beschäftigt sich mit geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Region.

de | boerse | 69763648 |